... sind ein spannendes Thema. Es geht um ein Örtchen, welches wir alle mehrfach am Tag aufsuchen und über das dennoch fast nie berichtet wird. Aus deutscher Sicht sind die Toiletten in Japan besonders und definitiv einen Beitrag wert (und dieser wird als nächstes kommen). In Italien dachte ich mir letzten September dann: warum nur die japanischen Toiletten? Das Örtchen fürs große und kleine Geschäft unterscheidet sich auch innerhalb von Ländern und Kontinenten.
Jede und jeder von uns auf der Welt braucht ein Örtchen, um sich zu erleichtern. Westliche, weiße Keramik Closets sind in den meisten Industrienationen mittlerweile Standard, aber zum einen war dies in der Vergangenheit nicht immer der Fall und zum anderen variieren selbst diese in ihren Ausführungen. Gängig in deutschen Haushalten ist das Keramikbecken, auf welchem eine auswechselbare Klobrille samt Deckel befestigt ist. Ob die Klobrille nach dem Toilettengang und vor dem Spülen nach unten geklappt (ja, bitte!) oder oben gelassen wird (bäh!) darüber streiten sich hingegen bereits die Geister. Auf öffentlichen Toiletten fehlt der Deckel gar nicht so selten.
Auf einer öffentlichen italienischen Toilette, auf der ich war, gab es erst gar keine Klobrille auf der Keramikschüssel, es schien aber eine vorgesehen zu sein. Auf den Toiletten in der Ankunftshalle am Flughafen in Pisa hatte die Klobrille Gegengewichte, so dass diese nach oben klappte, wenn man nicht darauf saß. Was sich der Erfinder dabei gedacht hatte? Stehpinkler würden die Klobrille auf diese Weise zumindest nur von unten treffen. Aber auch ganz "normale" Toiletten mit Klobrille und Deckel traf ich an und einmal sogar eine Podusche zum Säubern. Kloduschen oder Bidets wiederum sind in Deutschland eher unüblich. Dafür haben die Männer auf öffentlichen Klos oft Urinale.
In Kroatien vorletztes Jahr besichtigten wir Burgruinen, in denen an der Mauer über dem Abgrund Latrinenlöcher für die Erleichterung angebracht waren und auch in deutschen Burgen oder Klöstern waren Aborterker üblich. In Thailand oder den VAE musste ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit teilweise über ein Loch im Boden hocken, um mein Geschäft zu verrichten. Gespült, so es denn die Möglichkeit zum Spülen gab, wurde manchmal mit einem kleinen Wasserbehälter, den man in einen größeren, bereitstehenden Wassereimer tunkte.
Ich finde, die Toiletten dieser Welt haben defintiv mehr Aufmerksamkeit verdient und werden von mir bei zukünftigen Reisen Beachtung finden. Euch lasse ich dann natürlich an meinen Funden und Erkenntnissen teilhaben.
Heute möchte ich euch visuell mitnehmen, auf ein paar private Rückzugsorte in Lucca und Pisa. Die Italiener nutzen ähnlich wie wir Deutschen die Keramikschüssel, zum Draufsetzen. Ählich wie in Deutschland variiert die Sauberkeit von Ort zu Ort. Im nächsten Blogbeitrag reisen wir dann wieder nach Japan und schauen und die dortigen stillen Örtchen an.
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| Eine schöne saubere Toilette am Konferenzort. |
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| Irgendwie fehlt hier was. |
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| Luxuriöse Podusche vorhanden - aber die Brille scheint schon eine Weile hinter sich zu haben. |
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| Direkt in der Ankunftshalle am Flughafen in Pisa. Zum Schutz der Brillenoberseite vor Stehpinklern? |
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