Sonntag, 31. August 2025

Kumamon...

 ... ist mit Abstand der beliebteste Bär Japans. Schwarz mit roten Pausbäckchen und einer knuffigen Schnauze mit Stupsnase. Wenn man in Japan unterwegs ist, kommt man an Kumamon kaum vorbei. Wenn man in Kyūshū unterwegs ist, kommt man nicht an Kumamon vorbei und wenn man in Kumamoto - der Heimatregion des Maskottchens - unterwegs ist, sieht man mindestens drei Kumamons pro Tag. Er ist überall. Ein überdimensionierter Kopf von ihm ragt aus dem Bahnhofsboden. Er lächelt von Souvenirs, Werbetafeln, Klopapier, Bussen, Getränkeverpackungen, ja sogar von amtlichen Dokumenten. Wie kommt es, dass Kumamon, der natürlich auch ins kawaii-Schema einzuordnen ist - in Japan stärker noch als viele andere Maskottchen verbreitet ist? 

Redhead mit Kumamon.
Einen eisessenden Kumamon nimmt man ab.
Am Bahnhof von Kumamot begrüßte uns ein 
rießiger Kumamonkopf. 
Schaut mal, wer da auf der Terasse steht. 

Kumamons Schöpfung reicht 15 Jahre zurück. Es wurde ein Maskottchen gesucht, dass für die Eröffnung der Kyūshū-Shinkansen-Linie im Jahr 2011 die Werbetrommel rühren sollte. Das neue Maskottchen sollte die Bekanntheit der Präfektur steigern und mehr Touristen in die Region locken. Der kleine Bär entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Publikumsliebling. 

Ein entscheidender Faktor für den Siegeszug war: Die Präfektur Kumamoto verzichtet von Anfang an bei Nutzung Kumamons innerhalb Japans gänzlich auf Lizenzgebühren. Dadurch tauchte der Bär plötzlich auf Plakaten, auf Produkten lokaler Hersteller und in nationalen Werbekampagnen auf. Das machte Kumamon omnipräsent – und zeigt, wie schlaues Marketing funktionert.

Wer lächelt von der Häuserfassade?
Wie wäre es beim Bäcker mal mit einem
Kumamon?
Kein Lebensmittel ohne Kumamon: Reis, Melonen, 
Shōchū, Gemüse, Obst, Eier, Wurst. Ob es tatsächlich
immer regionale Waren aus Kumamoto waren kann ich
durch meine begrenzten Japanischkenntnisse nicht 
verifizieren, aber es erfüllte dahingehend seinen Zweck, 
dass unsere Kinder lieber Kumamon-Produkte haben wollten.
Ganz normale Kekse - aber in Kumamonform 
natürlich attraktiver - und teurer.
Unsere mitgebrachten Kumamonsouvenirs. 
Er ist nunmal auch einfach sehr kawaii!
Kumamon vor dem Laden und...
... Kumamonprodukte im Laden. 
Kumamon ist längst nicht nur eine süße Touristenfigur, sondern ein starker Wirtschaftsfaktor. Schätzungen zufolge werden mit dem Maskottchen jährlich Milliarden Yen umgesetzt. Trotz des kommerziellen Erfolgs hat sich Kumamon seine Knuffigkeit und ehrliche Beliebtheit erhalten. Er ist der sympathische Bär von nebenan - und ein cleveres Beispiel dafür, wie Regionalmarketing, knuffiges Design und eine offene Lizenzstrategie zusammen ein kulturelles Phänomen erschaffen haben.

Wer will nicht mit diesem Bus mitfahren?
Eine kawaii-Figur im Kostüm einer
anderen kawaii-Figur. 
Eine typische Daruma-Puppe (japanischer Glücks-
bringer) in Form von Kumamon.
Wer erklärt im Onsen die Baderegeln?
Niemand besseres als Kumamon!

Wie wäre es mit neuen Hausschuhen im
Kumamondesign? 
Kumamon ist einfach überall und
verbreitet gute Laune! 

Samstag, 30. August 2025

Kumamoto...

 ... liegt von Fukuoka etwa so weit entfernt wie Leipzig von Dresden. Während ich für die Verbindung in Deutschland mit dem ICE rund eine Stunde und fünfzehn Minuten benötige, bewältigt der Shinkansen die Fahrt in einer guten halben Stunde. Uns war klar: wenn wir in Japan sind, müssen wir auch mal Shinkansen fahren. 

Ein in Hakata Station (Fukuoka) eingefahrener Shinkansen.
Im Zug. 

Schon die Kleinsten werden auf die Nutzung des 
Shinkansen vorbereitet. Hier auf einem Spielplatz 
in Kumamoto. :) 

Was soll ich sagen? Es war ... wie Zug fahren. An der Nase sind die Züge deutlich windschnittiger gebaut und man hat auch in der zweiten Klasse viel mehr Platz als in deutschen Schnellzügen, aber alles in allem war es halt eine Zugfahrt und nicht das Wahnsinnserlebnis. Muss es natürlich auch nicht sein. Es ist ein Transportmittel - und zwar ein sehr zuverlässiges und sehr schnelles. Für die Verbindung zwischen verschiedenen Städten kann ich den Shinkansen definitiv empfehlen. Mit dem Auto kommt man in Japan deutlich langsamer voran. Laut dem Kartendienst eines großen US-ech-Unternehmens würde ich für die selbe Strecke Fukuoka - Kumamoto mit dem Auto mindestens eine Stunde fünfundvierzig Minuten benötigen. Wieviel Maut mich das kosten würde, wird leider nicht angezeigt aber erfahrungsgemäß sind die Mautgebühren für Autobahnen in Japan insgesamt recht hoch (während die Spritkosten niedrig sind) und die Höchstgeschwindigkeit auf den Abschnitten, auf denen wir gefahren sind, lag bei nur 80km/h. Für unsere Weiterreise von Kumamoto aus nahmen wir dennoch ein Mietauto, was auch die richtige Entscheidung für eine Rundreise mit zwei kleinen Kindern durch ländliches Gebiet war, aber davon später mehr. 

Heute geht es um Kyūshūs drittgrößte Stadt mit knapp einer dreiviertel Million Einwohner. Wir verbrachten nur einen Tag in Kumamoto und somit stand vor allem das Besucherhighlight der Stadt auf dem Programm: die Burg Kumamoto (Kumamoto-jō). Schon beim ersten Anblick beeindruckt sie mit ihren gewaltigen Steinmauern, den eleganten schwarzen Holzfassaden und den markanten Dächern. Obwohl sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt und zuletzt beim Erdbeben 2016 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, thront die Burg mächtig und erhaben am Südhang der Kyomachi-Anhöhe und gilt als eine der drei bedeutsamen Burgen Japans (Nihon sanmeijō)

Sie wurde in ihrer heutigen Form zu Beginn des 17. Jahrhundert von Katō Kiyomasa, einem großen Feldherren der Sengoku-Zeit, errichtet. Kiyomasa war bekannt für seinen Pragmatismus und seine strategische Weitsicht. Beides spiegelt sich im Bau wider: Die Mauern sind so steil, dass Angreifer kaum Halt finden konnten, und die weitläufige Anlage war mit Brunnen und Lagerräumen ausgestattet, die eine lange Belagerung möglich machten. 

Zwei sympathische Kämpfer vor der Burg Kumamoto.
Katō Kiyomasa.
Viel wurde in den letzten neun Jahren seit dem
zerstörerischen Erdbeben gebaut und wieder hergestellt, 
doch an manchen Stellen sieht man noch die Folgen.
Der Versuch in der Burg für künftige
Erdbeben gewappnet zu sein. 
Ein Modell der Burg, in der Burg. 
In der Burg selbst gab es auf jeder Etage Wissens-
wertes um die Burg und die Zeit seit dem 
ursprünglichen Bau. Wie in vielen Museen, die wir
besuchten, war die Beschriftung ausschließlich auf
Japanisch. Telefone mit Echtzeitübersetzung helfen.

Nachdem man alle Etagen der Burg innen erklommen hat, bietet sich ein fantastischer Blick  über die Stadt Kumamoto und das Umland. Sollte es zu einem Notfall kommen, wenn man gerade in den obersten Etagen der Burg ist, wurde mit einer sich automatisch aufblasenden Rutsche vorgesorgt. Ich stelle mir die Rutsche ähnlich vor, wie in Flugzeugen. Zum Glück mussten wir sie jedoch nicht ausprobieren. 

Instruktionen für die Notfallrutsche.
Restaurierte, schick verzierte Dachziegel. 
Der Blick auf die Stadt Kumamoto von der Burg aus.

Nur wenige Schritte von der Burg Kumamoto entfernt liegt Sakura-no-baba Josaien, eine charmante Anlage, die das historische Flair rund um die Burg lebendig macht. Schon beim Betreten fühlt man sich in die Edo-Zeit zurückversetzt: kleine Gassen, traditionelle Holzhäuser, Souvenirläden und Restaurants. Es ist ein verspielter Ort, um vor oder nach der Erkundung der Burg eine Pause einzulegen, etwas zu essen und das geschäftige Treiben auf sich wirken zu lassen.

Wir besuchten auch das dortige Museum „Wakuwakuza“, das die Geschichte der Burg und Kumamotos anschaulich vermittelt. Anstatt nur trockene Informationen zu präsentieren, setzt es auf interaktive Elemente: Besucher können historische Rüstungen anprobieren, Modelle der Burganlage studieren und sich wie die Herrschenden der Zeit in einer Sänfte durch die Gegend tragen lassen. Multimediale Präsentationen erklären zudem die Zerstörungen durch das Erdbeben und die laufenden Restaurierungsarbeiten – so bekommt man ein tieferes Verständnis dafür, wie viel Mühe und Fachwissen im Wiederaufbau steckt.

Die perfekte Samurai. Oder...
... vielleicht doch lieber herrschen? Dann könnte...
... Frau sich zumindest standesgemäß hofieren lassen.
Sakura-no-baba Josaien - im Hintergrund sind
die Dächer der Burg zu sehen. 
Nach der Erkundung des Burggeländes waren wir hungrig und liefen zum Kumamoto Food Stall Village - eine moderne Interpretation der klassischen Yatai-Straßenstände. Es war Nachmittag und daher sehr ruhig, die meisten Läden hatten sogar noch zu. Zwar haben wir dort am Ende nicht gegessen, da unsere Interessen diesbezüglich zu stark auseinander gingen, aber das lässt sich ja bei einem möglichen zweiten Besuch der Stadt nachholen - dann zu einer Zeit, in der der Duft gegrillter Spieße und Stimmengewirr in der Luft liegen. 

Blick auf das Kumamoto Food Stall Village.
Kumamoto hat keine U- sondern eine Straßenbahn.
Senbasugawara-Schrein.

Mit der Straßenbahn fuhren wir anschließend zurück zum Bahnhof, wo wir unsere Koffer hinterlegt hatten. Mit denen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserer Unterkunft für eine Nacht und während meine Familie sich wohlverdient im Hotelzimmer ausruhte, wollte ich am nahegelegenen Supermarkt noch ein paar Lebensmittel besorgen. Dabei entdeckte ich zufällig den kleinen, aber atmosphärischen Senbasugawara-Schrein nahe des Tsuboi Flusses. In Japan wartet einfach ein Schrein an jeder Ecke. Nach einem Tag voller Geschichte, Eindrücke und Stadtleben war dies ein stiller, friedlicher Ort, an dem ich kurz innehielt und den Abend harmonisch ausklingen ließ.

Freitag, 22. August 2025

Die Itoshima Halbinsel...

... liegt nur eine knappe Autostunde westlich von Fukuoka. Es gibt zwar Busse, die die Region von Fukuoka aus ansteuern, aber meine japanische Freundin, die auf dem Ito Campus der Kyushu Universität in Itoshima studiert hatte, riet uns davon ab und empfahl für einen selbstbestimmteren Tagesablauf ein Auto. Meine Freundin war so nett und buchte einen Mietwagen, in dem wir bequem zu sechst Platz fanden und so konnten wir unabhängig von äußeren Zeitvorgaben die Halbinsel erkunden und ich als Beifahrerin den japanischen Straßenverkehr aus der ersten Reihe eines Autos auf mich wirken lassen, ohne gleich selbst los fahren zu müssen.

Unser erster Stopp waren die Sakurai Futamigaura Couple Stones, wo zwei mächtige Felsen im Meer, durch ein heiliges Torii und ein Shimenawa-Seil verbunden, aus dem Meer ragen. Besonders zum Sonnenuntergang soll sich dieser Ort in eine Bilderbuchkulisse für verliebte Paar verwandeln. Ich fand es witzig, wie sich die japanischen Besucher artig in einer Reihe vor dem Torii aufstellten, um einer nach dem anderen das perfekte Foto zu bekommen. Wir betrachteten das Treiben von der Seite, wärend wir an der Wasserkante spielten und über die als Wellenbrecher aufgetürmten Steine kletterten. Es tat einfach gut am Meer zu sein! 

Auf zu den Sakurai Futamigaura's Couple Stones.
Wir saßen auf und kletterten über die Steine und
beobachteten das Treiben von der Seite aus. 

Nach einem Mittagssnack in einer Bäckerei, die in manchen Aspekten an Europa erinnerte und doch wieder ganz anders war, fuhren wir zum Keya Beach. Eigentlich wollten wir von hier aus mit einem Ausflugsboot zur berühmten Meeresgrotte Keya no Ōto fahren. Keya no Ōto ist eine nur vom Meer aus zugängliche Höhle. Die Höhle liegt in einer markanten Felswand aus gewaltigen, senkrecht aufragenden Basaltsäulen, die wie eine Orgelpfeifen-Landschaft ins Meer hineinragen. Sie ist etwa 64 Meter hoch, 10 Meter breit und 90 Meter tief, und nur per Boot erreichbar. Von innen öffnet sich ein beeindruckender Blick zurück auf das Meer, während die Sonnenstrahlen die Basaltformationen zum Schimmern bringen - oder so bewarben es die Informationsblätter. Denn obwohl das Meer vom Strand aus friedlich wirkte, hieß es der Wellengang draußen sei zu stark – und so mussten wir zunächst missgestimmte Kinder besänftigen, die sich auf einen Bootsausflug gefreut hatten und fuhren stattdessen zum Keya Strand, wo wir Ärmel und Hosen hochkrempelten und mit Sand und Wasser spielten, bis den Naturgesetzen folgend, Hosenbeine und Ärmel trotzdem nass waren. 

Das gelbe Boot war das Ausflugsboot, welches uns
nicht zur Meeresgrotte brachte, weil die See zu 
unruhig gewesen sei - im Hafen nicht sichtbar.
Versandete Straßen deuteten auf regel-
mäßig stärkeren Wind hin. 
Hosenbeine hoch gekrempelt - damit sie erst
später nass werden. ;)
Was gibt es Schöneres, als im Sand zu buddeln? 

Die letzte Station des Tages auf der Itoshima Halbinsel war für uns der Totoro Wald, der quasi über den Basaltfelsen der Keya no Ōto liegt. Zu dem Zeitpunkt unserers Besuchs kannte ich zwar bereits einige Ghibli Filme, aber "Mein Nachbar Totoro" sah ich erst, als wir wieder zurück in Deutschland waren. Definitiv ein lohnenswerter Film für die ganze Familie! Ich verstehe, wie das kleine Waldstück zu seinem Beinamen kam, aber durch viele Besucher gleicht der möglicherweise ehemals enge, verschlungene und moosgrüne Pfad heute eher einem ausgetretenen, angelegten und breiten Weg. Die Äste der Bäume formen noch immer ein geheimnisvolles Tunneldach, so dass man sich in Momenten, in denen man die anderen Touristen nicht sieht, tatsächlich ein wenig in die Ghibli Welt hineinversetzen und verstohlen nach Totoro Ausschau halten kann. Wer einen ruhigen, verwunschenen Wald sucht, ist hier jedoch fehl am Platz. 

Redhead im Totoro-Wald.

Ausblick von der Itoshima Halbinsel.
Ohne Menschen und mit der Sonne im 
richtigen Winkel blitzte auf dem Rückweg
doch noch etwas Magie im Wald auf.

Insgesamt vereint Itoshima unweit der Millionenstadt Fukuoka Küstenromantik, (un-)gezähmte Natur und kleine Abenteuer – perfekt, um für einen Tag der Stadt zu entfliehen. Unsere letzte Aktivität des Tages bevor die Kinder im Auto zurück nach Fukuoka einschliefen war die Demonstration einer japanischen Sportart: Sumō. Am Rande des Parkplatzes nahe des Totoro-Waldes gab es einen nicht besonders gut gepflegten Dohyō. Das ist der 4,55m im Durchmesser messende Ring, in dem ein Sumō-Kampf ausgetragen wird. Da es schon spät war, erklärten wir den Kindern nur im Schnelldurchlauf, wie dieser Sport abläuft, übersprangen jedoch all die Rituale und demonstrierten nur den letzten Teil des eigentlichen Kampfes dann kurz im Ring. 

Zwei Sumokämpferinnen, die an Form und Figur
noch arbeiten müssen. 

 

Donnerstag, 21. August 2025

Kawaii...

 ... ist das japanische Wort für "niedlich" bzw. "süß" und gehört neben "arigato gozaimasu" (ein höfliches Danke), "konnichiwa" (hallo/ guten Tag) und "sumimasen" (Entschuldigung) zum schnell gelernten Grundwortschatz im Land der aufgehenden Sonne. Bei uns wurden natürlich oft die Kinder als "kawaii" bezeichnet und in schicke Kimonos gekleidete Kinder sehen wirklich knuffig aus. Bei den Japanern beschreibt "kawaii" aber ein generelles kulturelles Phänomen, das sich auf alle Bereiche der Gesellschaft erstreckt, von der Mode und Popkultur bis hin zu Produkten, Dienstleistungen oder auch behördlichen Veröffentlichungen.

Redhead mit dem Maskottchen vom Yoshinogari 
Historical Park auf Kyushu

Mangafiguren mit viel zu großen Köpfen und Augen kennt sicherlich jeder. Dazu kommen eine unübersichtliche Anzahl an Maskottchen - gefühlt für jede Stadt und jede Lebenslage mindestens eins - die dann wiederum überall zu finden sind - vom Kuscheltier über bedruckte Lebensmittelverpackungen oder direkt Kekse in der entsprechenden Maskottchenform, bunte Statuen, die in der Stadt verteilt stehen, Alltagsklamotten oder auch offensichtliche Verkleidungen bis hin zu Baustellenabsperrungen und Sonderzügen im Stil einer bestimmten Animefigur. Verzierungen mit Blümchen, Herzchen oder ähnlichen Dingen, die zu Verniedlichungen führen, gibt es natürlich auch. Ob man dieses kulturelle Phänomen nun gut, nervig oder irgendwas dazwischen findet, sei jedem selbst überlassen. Entgehen kann man kawaii in Japan jedenfalls nicht.

Eine weltbekannte Katze und andere Maskottchen.
Damit man nicht aus Versehen
einen seiner zwei Essstäbchen
verlegt, gibt es Klammern dafür - 
natürlich in Form von knuffigen Tieren.
Zwei Maskottchen vor einem Restaurant.
Milchbrötchenteig mit Schokolade verkauft sich
natürlich auch besser, wenn er kawaii aussieht. 
Mangafiguren auf Snacks und Instant-Ramen.
Ein Maskottchen aus Naturmaterialien
nachgebaut. 
Wenn ich diese großen Auge der Mieze
sehe, muss ich sie auf jeden Fall füttern!
Das Flugzeug ist hübsch anzusehen. 
Sicherheitsinstruktionen im Animestil. 
Ob man in diesen Briefkasten nur Liebesbriefe
oder auch Rechnungen stecken darf? 
Auch Südkorea - hier am Flughafen von 
Incheon - kann übertrieben kitschig. 

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass nicht alle Animefiguren kawaii sein müssen - und trotzdem quer übers Land verteilt zu finden sind - besonders Studio Ghibli Figuren, One Piece oder die Gundam Roboter kreuzten öfters unseren Weg. 

In der Präfektur Kumamoto gibt es
mehrere Statuen der One Piece Charaktere. 
Der Erfinder der Mangaserie stammt aus Kumamoto.
Der Katzenbus Nekobasu aus dem Film "Mein 
Nachbar Totoro".
Totoro höchstpersönlich. 
Baustellenabsperrungen sind selten langweilig. Hier 
ist es One Piece, aber auch Hello Kitty oder andere
Tiere haben wir gesehen. 

Ein Maskottchen, welches es uns ganz besonders angetan hatte, da wir auch in der Geburtstadt dieses schwarzen Bärs waren, werde ich in einem der kommenden Blogeinträge noch einmal gesondert vorstellen.