Mittwoch, 23. Oktober 2019

Draußen ernten und wandern, drinnen fliegen...

... sind gute Beschäftigungen im Herbst. Die meisten der vergangenen Wochen waren golden - sonnig und warm. Vor dem ersten Bodenfrost ernteten wir Kürbisse, Zucchini, Kartoffeln, Topinambur, Rote Beete und andere Gartenerzeugnisse. Gärtnern macht Freude, da man unmittelbar sieht, welche Früchte die eigene Arbeit trägt. Ausgedehnte Spaziergänge im goldenen Herbst kamen dabei jedoch auch nicht zu kurz.
Der Großteil der diesjährigen Kürbisernte. Das Meiste davon
ist bereits wieder vernichtet.
Spätsommer/ Frühherbst im Großen Garten Dresden.
Zudem löste ich zwei Gutscheine ein, die mich beide in gewisser Weise abheben liesen. Der erste Gutschein führte mich in einen Trampolinpark, wie es sie seit einigen Jahren in ganz Deutschland gibt. Die Namen für die Hallen schwanken zwischen Deutsch (z,B. Sprungraum, Sprungbude) und Englisch (AirHop, HiFly, JumpHouse, Jump'nFly, Superfly) und versprechen meist Spaß und Freiheit. Spaß hatte ich auch ganz definitiv. Zudem ist das Trampolinspringen eine super Möglichkeit, um schnell ins Schwitzen zu kommen. Da es verschiedene Trampolins, sowie Hindernisparcous, Schaumstoffgruben, zusätzliche Angebote wie Ninja-Warrior-Parcour, Boulderwand oder Trapez gab, wurde mir in den zwei Stunden vor Ort auch nicht langweilig. Für jeden, der es auch mal ausprobieren möchte: klare Empfehlung. Kalkuliert nur ein, dass ihr bei erreichter Volljährigkeit ganz klar zum älteren Semester zählen werdet und informiert euch am Besten vor dem Besuch der Trampolinhalle, ob ihr vor Ort duschen könnt. In der, in der ich war, gab es trotz nicht ganz niedrigen Eintrittspreisen (ist wohl meistens der Fall) keine Möglichkeit zum Duschen, was ich aufgrund des oben erwähnten schnellen Schwitzens richtig schlecht finde und weshalb ich nicht wiederkommen werde.
Eine große Trampolinanlage zum Austoben für Klein und Groß.
Ein Foto, welches das Werbeversprechen zu "fliegen" bestätigt.
Der zweite Gutschein brachte mich ins Cockpit eines A320. Auf dem Pilotensitz flog ich nach einigen Minuten Einweisung eine kleine Platzrunde entlang der Ostküste der portugisischen Atlantikinsel Madeira. Dabei blieb ich allerdings die ganze Zeit am Boden. Flugsimulatoren machen es möglich.
Unterwegs zur Startbahn auf Madeira kurz vor dem Abflug.
Letztes Wochenende ging es dann noch einmal auf Schusters Rappen hinaus in die Sächsische Schweiz. Von Hohnstein aus spazier-wanderten wir die Brandstraße entlang bis zur Brandaussicht. Die Strecke ist barrierefrei, hin und zurück nur etwa 6 km lang und weißt kaum Höhenmeter auf. Trotz dieser geringen Anforderungen, wird man an der Brandaussicht mit einem tollen Fernblick ins Polenztal und in die vordere und hintere Sächsische Schweiz belohnt.
Blick auf das Schloss in Hohnstein.
Etwas diesiger Blick von der Brandaussicht auf die
Vordere und Hintere Sächsische Schweiz.
Unweit der Brandaussicht in der sächsischen Schweiz.
Der Himmel war nicht so klar, wie er hätte sein können, aber ausreichend, um den Lilienstein und einige andere markante Punkte zu erkennen. Zudem bot nicht nur der Blick in die Ferne Dinge zum Entdecken, sondern auch genauere Blicke entlang des durch den Wald führenden Wanderwegs.
Herbstwald.
Fleißige Ameisen im Wald.
Nicht alle Pilze waren schon eingesammelt.

Montag, 14. Oktober 2019

Nahe Neustadt bei Coburg...

... verbrachten wir das Ende unseres Urlaubs mit Freunden auf einem Bauernhof am Rande eines Waldes. Das Wetter wandelte sich von sommerlich warm zu herbstlich frisch, aber noch sonnig. Wir verbrachten Zeit beim Spazieren durch den Wald, kochen, schaukeln und natürlich abends dem Bauern im Stall bei der Arbeit mit den Kühen zuschauen.
Schutz- und Jagdhütte.
Waldweg.
Einen Nachmittag machten wir einen Ausflug in den Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot in Neustadt bei Coburg. Es ist ein großes, kostenfrei öffentlich zugängliches Parkgelände für alle Altersgruppen. Das Herzstück ist ein großer Abenteuerspielplatz mit Piratenschiff, Wasserplanschbecken, Sand, Schaukeln, Baggern, Trampolin, Rutsche und was ein Kinderherz sonst noch so begehrt. Außerdem gibt es Bolz- und Volleyballplätze, eine Kletterschlucht, einen Barfußpfad, einen Fischteich für den lokalen Angelverein und ein paar Wege mit Blumenbeeten am Rand zum entlangflanieren. Benannt ist der Park nach einer Partnergemeinde von Neustadt in Südwestfrankreich.
Herbstzeit ist Eichhörnchenzeit.
Sandbaggern mit fest verankerten Baggern.


Sonntag, 13. Oktober 2019

Nach Österreich...

... fuhren wir an zwei Tagen. Den einen verbrachten wir am und auf dem Attersee, den anderen in Österreichs viertgrößter Stadt: Salzburg.
Der Attersee ist der größte gänzlich in Österreich liegende See und bis zu 170 Meter tief. Er liegt selbst auf nicht einmal 500 Metern, wird im Süden jedoch von sowohl im Osten (Höllengebirge) als auch im Westen (Schafberg) von um die 1.800 Meter hohen Bergzügen begrenzt. Hervorgestochen ist für mich die türkis-blaue Farbe des Sees, welche in mir Entspannung und Urlaubsgefühle hervorgerufen hat. Insgesamt gefiel mir der Attersee deutlich besser, als den Chiemsee. Natürlich gab es auch um den Attersee herum sehr viele Touristen, aber die verliefen sich und man konnte trotzdem Ruhe genießen und auch das Panorama um den See herum gefiel mir besser. Am Attersee lässt es sich aushalten.
Der Attersee vom Boot aus gesehen.
Attersee am Attersee.
Salzburg - die Geburtsstadt Mozarts, die Stadt der Festspiele, Grenzstadt zu Deutschland und eine UNESCO-Welterbe-Altstadt. Es gibt einige Dinge, die gemeinhin mit Salzburg assoziiert werden. Wie jede Stadt hat auch Salzburg sowohl schöne als auch hässliche Ecken. Von Deutschland kommend war mein erster Eindruck während der Fahrt gen Altstadt, dass alles recht dreckig ist. Im touristischen Kern der Stadt war dies natürlich nicht mehr der Fall. Dennoch gefiel mir der Altstadtteil östlich der Salzach nicht besonders. Der war mir zu steril und mit zu vielen Ketten statt individuellen Läden überfrachtet. Die Altstadt im Western der Salzach, wozu auch der Dom und das Festspielgelände gehören, war ganz nett. Richtig hübsch fand ich die Stadtberge. Wir erklommen erst den Festungsberg, von wo aus wir den Blick auf die Salzburger Altstadt genossen, und schlenderten dann noch bis zur Richterhöhe, von wo aus man einen guten Blick auf die Festung Hohensalzburg und nach Süden auf die Alpen hat. Insgesamt war der Ausflug nach Salzburg interessant und ich würde auch wieder hinfahren, sollte es sich ergeben, aber nicht extra der Stadt wegen noch einmal nach Salzburg fahren.
Die Festung Hohensalzburg.
Blick über Salzburg.
Der Makartsteg über die Salzach im Vordergrund, die Festung
Hohensalzburg im Hintergrund.
Der Residenzplatz vor dem ...
... Dom zu Salzburg.
Ein Blick in den hellen, kunstvoll verzierten Dom.
Licht und Schatten in den Katakomben des Doms.
Blick von der Richterhöhe zur Festung und auf die Alpen.

Freitag, 11. Oktober 2019

Chiemgauer Seen und Berge...

... erkundeten wir im Urlaub. Der Chiemsee ist der drittgrößte See in Deutschland und stand ob der Nähe zu unserer Unterkunft natürlich auf der Erkundungsliste. Ursprünglich wollten wir direkt am Chiemsee wohnen. Ich bin froh, dass wir nichts Gutes fanden und deshalb zum Pelhamer See gefahren sind. Bei mir sprang am Chiemsee kein Funke über. Viel zu touristisch. Wir waren in Gstad, Prien und sind mit einem Boot auf die Herren- und die Fraueninsel gefahren. Alles war von Touristen überlaufen. Die meisten dort arbeitenden Menschen wirkten eher genervt von den Besuchern statt gastfreundlich und insgesamt fehlte mir einfach ein entspanntes Seeflair. Wir haben es gesehen, müssen aber nicht unbedingt wieder kommen.
Das Bayrische Meer.
Park und Schloss Herrenchiemsee.
Park- und Anlegebuchten für kleine Boote auf der Fraueninsel.

Der Blick schweift in die Ferne.
Deutlich besser gefiel mir unser Tagesausflug in die Berge. Zusammen mit Freunden wanderten wir den knapp viereinhalb Kilometer kurzen Bergwalderlebnispfad Staffen entlang. Es war sommerlich warm und sonnig. Durch die Höhe von rund 1.200 Metern und der Wegführung durch den Wald, wurde es jedoch nie zu warm. Der Rundwanderweg eignet sich sehr gut für kleine und große Kinder. Die Länge ist überschaubar und die nur etwa 200 zu bewältigenden Höhenmeter sind es auch. Dazu wirbt der Bergwalderlebnispfad zurecht mit Wissen, Spaß, Erholung und Aussicht. Entlang des Weges gibt es Hängesessel, eine Buttertrommel, Waldrätsel, einen Summstein, Fernblicke inklusive kostenfreiem Fernrohr, diverse Informationstafeln, Baumstammheben und vieles mehr. Der Rundweg beginnt und endet an der Bergstation der Hochplattenbahn. Mit der über 40 Jahre alten, 1,3 km langen Doppelsesselliftseilbahn die knapp 500 Höhenmeter überwindet, startete und endete unsere Tour. Das Wander- und Freizeitgebiet Hochplatte können wir empfehlen.
Mit der Hochplattenbahn kommt man von Marquartstein seit 1973
bequem hinauf bis zur Staffenalm.

Fernblick über den Chiemsee.

Wanderwege durch den Wald.

Pflanzen am Wegesrand.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Der Pelhamer See...

... liegt nordwestlich des Chiemsees, stellt den nördlichsten See einer 18 Seen-Seenplatte dar, ist Teil eines Naturschutzgebietes und war unsere Basis im Urlaub in Südbayern. Der See läd zur Erholung ein. Dadurch, dass er in einem Naturschutzgebiet liegt, gibt es nur eine erlaubte Badestelle und insgesamt ist er ringsum naturbelassen. Die anderen grundwassergespeisten Toteislöcher  im Naturschutzgebiet haben einen ähnlichen Charme, wodurchd die Gegend trotz der unmittlebaren Nähe zum Chiemsee ein ganz anderes Gefühl vermittelt, als der hektische, besucherüberladene und weithin bekannte Chiemsee mit seinen fast 80km² Fläche.
Morgenstimmung am Pelhamer See.
Die Badestelle am Pelhamer See.
Häufig gefielen uns im Urlaub gerade die nicht so bekannten, nicht so besonders geltenden, nicht im Mittelpunkt stehenden Orte. Im Spätsommer wirkten bspw. viele Felder im Süden Bayerns einfach dadurch idyllisch und freundlich, dass viele von einem schmalen Streifen Sonnenblumen flankiert wurden. Neben dem malerischen Anblick boten diese auch Nahrung für die so oft vermissten Bienen und andere kleine Insekten.
Sonnenblumenumsäumte Felder.
Blumen am Wegesrand.
... Biene summ herum.
Summ, summ, summ...









Vom Pelhamer See aus erkundeten wir in unserem Urlaub das nähere und fernere Alpen(vor)land in Deutschland und Österreich.
Ein Ort, um Entspannung zu finden.