Montag, 23. Dezember 2013

Gestern noch geschnattert...

... heute schon still. Nicht jeder dürfte die Tage bis Weihnachten voller Vorfreude herunterzählen. Aber für alle die sich schon auf den Festtagsbraten freuen: Frohe Weihnachten und ein paar ruhige und erholsame Stunden im Kreis eurer Lieben.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Bald nun ist...

Eisschnelllaufbahn in Chemnitz.
... Weihnachtszeit. Wobei: WeihnachtsZEIT haben wir ja schon eine ganze Weile. Nur fühlt es sich dieses Jahr irgendwie nicht so an. Temperaturen im zweistelligen Plusbereich und fehlender Schnee lassen bei mir nur mäßig Weihnachtsstimmung aufkommen und bis zum Heiligabend soll es nicht anders werden. Zwar war es die Weihnachtstage selbst letztes Jahr ebenfalls warm, aber zumindest davor fühlte es sich ein wenig an wie Winter.
Backen entspannt.
Was bleibt uns also, wenn wir trotzdem in besinnliche Stimmung kommen wollen? Wintersport im Sinne von Eislaufen auf energieintensiv erzeugtem Eis, ein paar Weihnachtsdekorationen, backen und sich bei weihnachtlicher Musik in den Ohren und Räucherkerzenduft in der Nase in eine warme Decke auf dem Sofa kuscheln und von weißer Weihnacht träumen. - Vielleicht reicht es aber auch, wenn wir ein wenig Geduld haben. War letztes Weihnachten ebenfalls warm, so hatten wir Frost und Schnee zu Ostern. 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Bio ist nicht gleich Bio...

... wie man beispielsweise an unten abgebildeten Bio-Eiern sehen kann. Bedruckt vs. unbedruckt; Standardgröße vs. winzig, mittel und groß; eine einheitliche Farbe vs. bunte Mischung (auch grüne Eier kommen je nach Huhnrasse vor) und die Unsicherheit, darüber wieviele Quadratdezimeter Platz einem 'Biohuhn'  in der Marktwirtschaft zugestanden werden vs. der Gewissheit, dass ich spätestens im nächsten Jahr, zwei Tage nachdem im Garten Samen ausgesät wurden, die Hühner wieder aus dem Beet verjagen muss.
Bio-Bio-Eier.
Bio-Eier aus dem Supermarkt.

Samstag, 30. November 2013

Erstens kommt es anders...

... und zweitens als man denkt. Das ist kein richtiger Satz und doch einer, den man hier und da hin und wieder mal hört. Er drückt das aus, was das Leben spannend macht - oder unberechenbar und tragisch - das hängt wohl von der Sichtweise ab.
Es können kleine Dinge sein, die das wohlgeordnete Leben durcheinander bringen: ein unerwarteter Telefonanruf, eine überraschende Beobachtung, eine freudige oder unangenehme Begegnung  und vieles mehr. Doch den kleinen, alltäglichen Dingen schenken wir kaum Beachtung. Es muss entweder etwas Größeres sein, wie eine ungefährliche, aber Nerven und Zeit kostende Autopanne, oder etwas, das emotional aufgeladen genug ist, um im Gedächtnis zu bleiben. Positive und negative Valenzen sind das Salz in der Suppe; das, was das Blut in Wallung bringt; das, was sich in unser Gedächtnis einbrennt.
Emotionen.
Auch die rationalsten Menschen sind wohl nicht davor gefeit, denn wahre Emotionen kommen spontan und ungeplant, lassen sich nicht kontrollieren, sind meist dann am intensivsten, wenn es mal wieder anders gekommen ist, als geplant und es kommt immer anders, als geplant - das wissen nicht erst seit Egon und seiner Olsenbande. Pläne gehen nicht auf - zumindest nicht genau so, wie sie entworfen wurden.
Doch ist das schlimm? Manchmal mag es uns so scheinen, aber das ist meist dann nur so, wenn wir viel Energie uns Zeit darauf verwendet haben, Pläne zu schmieden. Gehen wir offen und ein bisschen planlos durch die Welt, dann scheint auch nichts anders zu kommen, als man denkt - denn man denkt einfach nicht. Man lässt das Leben auf sich einströmen. Sich ständig einfach nur treiben zu lassen mag für den Einen erstrebenswert sein, für andere wiederrum nicht.
Am Ende ist es wohl eine Frage der Einstellung, wie man mit unerwarteten Ereignissen umgeht, ob man sich aus der Bahn werfen lässt oder nicht. Ist das Wasserglas halb voll oder halb leer? Eine wertneutrale Formulierung für diese einfache Frage zu finden ist gar nicht so einfach, was zeigt, dass Wertungen in unserer Natur liegen. Wahre Objektivität fällt dem Menschen schwer - aber dafür sind wir Menschen und keine Maschinen. 

Dienstag, 26. November 2013

Letzte Vorbereitungen...

... für die Weihnachtsmarkteröffnung in Chemnitz diesen Freitag sind derzeit auf dem Neumarkt zu sehen. Die Temperaturen erreichen langsam die Winterwohlfühlwerte und es stehen auch schon diverse Termine zum über den Weihnachtsmarkt schlendern. Man muss ja mindestens so oft hin, damit man all die Leckerein durchprobieren kann. Samstag geht es los. :)
Ein noch Kopfloser Nikolaus. :)

Freitag, 15. November 2013

Langsam hebt sich...

... der graue Novemberdunst am Morgen und lässt die grelle Sonne am kaltblauen Himmel erstrahlen. Nicht jeder Tag im Spätherbst ist so klar und rein und bis zum ersten Schnee dürfte es nun langsam nicht mehr weit sein. Aber vielleicht ist gerade auch die Pechmarie bei Frau Holle zu Gast und wir müssen uns noch lange auf die weiße Pracht gedulden. Über nichts lässt es sich so gut spekulieren wie über das Wetter.

Montag, 4. November 2013

Ein Fest des Lichts...

Typische Öllampe (Quelle: Wikipedia).
... ist Diwali, ein hinduistisches Fest das über mehrere Tage geht und das nach westlichem Kulturverständnis wohl ein wenig mit Weihnachten verglichen werden kann, wenngleich in Indien kein kleiner Junge geboren wurde, sondern ein König nach mehrjährigem Exil heimkehrte und die Menschen entlang seines Weges Ölkerzen entzündeten, weshalb es auch heute noch Brauch ist, Ölkerzen zu entzünden und in die Fenster, auf die Straße oder in die Wohnung zu stellen. Das erinnert mich doch stark daran, dass in einem Monat im Erzgebirge wieder die Schwibbögen leuchten werden.
Würzige und süße indische Snacks.
In weniger als zwei Monaten begrüßt uns dann auch schon das neue Jahr. Während wir mit dem gregorianischen Kalender gerade einmal ins Jahr 2014 rutschen, zeigt der indische Vikram Samvat Kalender bereits jetzt das Jahr 2070. Also wundert euch nicht, falls euch indische Freunde zu ihrer Hochzeit im Jahr 2071 einladen. :) 

Freitag, 1. November 2013

Die heiligen Toten...

... werden zur Zeit gefeiert oder wie war das mit den ganzen Zombis zu Halloween und Allerheiligen heute? :) Für die Meisten war es wohl lediglich ein willkommener freier Tag. Die wenigsten Menschen interessieren sich doch heute bei Feiertagen für den Sinn, der dahinter steht und ja, mir ist bewusst, dass gestern Reformationstag war und das der Grund des Feiertags in einigen Teilen Deutschlands war und nicht Halloween. Aber wenn man schon mal frei hat, kann man sich doch aussuchen, was man an diesem Tag feiert, oder? Wieviele gedenken im Mai schon Christi Himmelfahrt? Für viele Männer ist es der Männer-, vielleicht noch Vatertag und von Besinnung ist dann meist nicht viel zu spüren. Kultur verändert sich und mit ihr die Bräuche, die wir begehen. Lassen wir doch alle so leben, wie sie es wollen und freuen uns einfach über das, was wir haben.
Zu Halloween schmeckt
leckere Kürbissuppe...
...gefolgt von abgehackten Händen,
serviert im eigenen Blut. ^^

Sonntag, 20. Oktober 2013

Ohne große Aufregung...

... verging die erste Vorlesungswoche des Wintersemesters an der TU Chemnitz. Ein paar Veranstaltungen an der Uni, altbekannte Gesichter wiedersehen und mit den Kommilitonen ausführlich über die Sommermonate quatschen. Im Grunde sind die ersten beiden Vorlesungswochen im Semester immer die Entspanntesten.
Ein Teil der Langenbacher Mannschaft.
Am Samstag stand im schönen Langenbach im Erzgebirge ein Wettkampf an: die Sachsenmeisterschaft im Kreuzheben. Ähnlich wie in der Uni war es schön, überall wohlbekannte Gesichter um einen herum zu sehen. Reisen und Wettkämpfe in den entlegensten Ecken dieser Erde möchte ich nicht missen, aber Heimwettkämpfe haben auch ein besonderes Flair.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Herbstbild...

...Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt
(Friedrich Hebbel)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die letzte Etappe...

... der Frankreich-Reise war Paris. Um diese Stadt kommt man einfach nicht herum. Es ist fast unmöglich mit dem Zug aus dem Westen Frankreichs kommend nicht durch die Hauptstadt geschleußt zu werden, wenn man nach Deutschland will. Frankreich ist und bleibt zentralistisch und das Zentrum ist Paris. Alle Wege führen nach Rom? Mitnichten. Alle Wege führen immer wieder nach Paris und es ist wirklich eine sehenswerte Stadt, wenngleich ein Großstadtaufenthalt nicht das ist, was ich unter Urlaub verstehe - zumindest nicht die Art Urlaub, nach der man entspannt zurück nach Hause kommt. Es ist eher die Art Urlaub, nach der man erschöpfter ist, als zuvor. Zusammen mit ein paar Freunden aus Norwegen oder auch allein begab ich mich vier Tage lang auf Entdeckungstour. Theoretisch könnte ich über jeden einzelnen Tag endlos viel schreiben, aber dafür fehlt mir die Zeit zum Schreiben und euch dann sicherlich auch zum Lesen. Deshalb möchte ich mich vor allem auf Bilder beschränken, in deren Beschriftung noch einige Informationen enthalten sind.

Jardin du Luxembourg - eine der grünen Oasen Mitten in der
trubeligen Metropole.
Viele der heute bekannten Gebäude (hier das Pantheon) sind nur entstanden,
weil Größenwahn eine Chance bekommen hat sich zu manifestieren. In
der Krypta des Pantheon's ruht, wer in Frankreich Rang und Namen hat(te):
Voltaire, Marie & Pierre Curie, E. Zola, V. Hugo, Braille, Rousseau und viele andere.
Das reich verzierte Hôtel de Ville.
Nahe der Börse.
Drei der Kirchen von Paris: die etwas unbekannte aber sehr
beeindruckende St Eustache, der Klassiker Notre Dame und
die weißen Kuppeln von Sacre Coeur.
Zwei der vier recht hässlichen Bürotürme der französischen
Nationalbibliothek (BNF), Standort F. Mitterand direkt an der Seine.
Nahe der BNF.
Die Seine mit Blick auf Notre Dame.
Das Centre Pompidou und seine Umgebung.
Wenn man in die großen Museen will, sollte man Zeit mitbringen -
im Museum und auch schon in der Schlange davor, um überhaupt
eingelassen zu werden.
Blick aus einem Fenster des Louvre. Im Dunst zu sehen von links
nach rechts sind der Eiffelturm, Place de la Concorde mit dem
Obelisken, Triumpfbogen und dahinter die Hochhäuser von La Defense.
Blick von einer Seine Brücke auf den Louvre links und das
Musée d'Orsay am rechten Ufer.
An der zentralen Halle des Musée d'Orsay ist leicht zu erkennen,
dass dieses Museum früher ein Bahnhof gewesen ist.
Blick vom Vorplatz der Sacre Coeur über Paris.
Kunst wird groß geschrieben in Paris. Vielleicht kann man die Anzahl der offiziellen Museen noch benennen, doch schon bei der Anzahl privater Galerien und Ateliers dürfte es schwierig werden und dann sind da ja auch noch unzählige Straßenkünstler, deren Arbeiten oftmals nicht weniger faszinierend sind. Moderne, Klassik, Surrealismus. Skulpturen, Installationen, Gemälde, Grafiken, Fotografien. Unter Glas im Museum oder als Grafitti an eine Mauer gesprüht. In Paris wird wohl jeder fündig und dabei habe ich bisher nur die bildenden Künste genannt!
Ich habe die drei großen Museen Louvre, Musee d'Orsay und Centre Pompidou ganz oben auf meiner Liste gehabt - gehört wohl irgendwie zur Bildung dazu, wenn man ein bisschen Zeit in Paris hat und außerdem kommen EU BürgerInnen bis einschließlich 25 Jahre kostenfrei rein. Das wollte ich schnell noch einmal ausnutzen. So bestaunte ich beeindruckende und bekannte Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten  (bspw. Rodin, van Gogh, Cézanne, Monet, da Vinci, antike Skulpturen etc. pp.) und zumindest für Kunstlaien wir mich augenscheinliche Banalitäten (bspw. Brecht's Anordnung von Regal, Kleiderständer und Tisch). Der Espace Dalí war nicht schlecht, aber ich hätte es viel größer und umfangreicher erwartet. Besonders in Montmartre lohnt es sich auch einfach durch die Straßen zu schlendern und den Künstlern direkt bei der Arbeit zu zuschauen.
Der Louvre ist wohl das bekannteste Kunstmuseum der Welt.
Der Gebäudekomplex selbst wäre auch ohne all die Kunstwerke
darin schon sehenswert.
Einige Skulpturen im Louvre.
In Centre Pompidou findet sich die Kunst der Moderne.
Musée d'Orsay: es tat gut, sich mal ein paar Minuten setzen zu können.
"Le surréalisme c'est moi" - Salvador Dalí.
Interessant ist vieles - egal ob van Gogh's Selbstporträt oder der
  Eiffelturm ein wenigmodifiziert wurden, ganze Beine bildlich
verspeist werden oder man dem Künstler bei der Arbeit zuschaut.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich mir in Paris meine Kulturdosis für die nächsten Monate abgeholt habe. Aber natürlich hat Paris mehr zu bieten, als nur Kultur. Nur mit Platz (z. B. fürs Parken von Autos) sieht es im wahrsten Sinne des Wortes eng aus.
Ich werde in Paris lieber nie parallel parken.
Weil es so schön war mit dem französischen Savoir Vivre auch
noch eine Version aus Paris, wobei hier natürlich alle Küchen
der Welt vertreten sind. Mit einer Notre Dame aus Schokolade
und Macarons liegt die Vermutung nach Paris jedoch nah.
Natürlich kann ich den Blog nicht ohne ein Bild vom wohl
bekanntesten Wahrzeichen Paris enden lassen.
Für den Parc de la Villette mit dem Wissenschafts- und Industrie-
park hatte ich am letzten Abend leider nur noch eine halbe Stunde.
Vom Ostbahnhof ging es dann zurück nach Deutschland.

Freitag, 4. Oktober 2013

Der Kopf der Welt...

... oder auch das Ende der Erde. Die Sichtweise auf den nordwestlichsten Zipfel Frankreichs wird durch die Sprache bestimmt: 'Penn-ar-Bed' auf Bretonisch oder eben 'Finistère' auf Französisch. Für mich ist es einfach nur eine wunderschöne Region zum Leben, Arbeiten oder eben auch Urlaub machen. Man hat das Meer, den Wind, steile Küstenabschnitte gefolgt von breiten Sandstränden, kleinen Dörfern mit mindestens einer Crêperie, freundliche Menschen und zumindest in der Nebensaison nur eine geringe Anzahl von Touristen. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann regnet es noch nicht einmal. :)
Ich hatte bei meinem zweiten Reiseabschnitt in Frankreich großteils Glück. Das klassisch bretonische Wetter von früh dickem Nebel, später Sonnenschein gefolgt von Regen wiederum gefolgt von Sonnenschein und eventuell erneutem Regen hatte ich nur an einem der vier Tage. Ansonsten schien die Sonne so kraftvoll auf diesen Kopf der Welt hinab, dass die Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius schwankten und ich mir Ende September tatsächlich noch mal einen leichten Sonnenbrand zuzog.
In der Bretagne besuchte ich meine alte AuPair Familie. Während des Tages, als die zwei Kinder in der Schule waren,  hatte ich jedoch immer genug Zeit für mich, um per Fahrrad oder auf Schusters Rappen altbekannte sowie neue Wege an der bretonischen Küste zu entdecken.
Vom Urlaub profitieren heißt zeitig aufstehen, statt nur im
Bett zu liegen.
Häuser am Plage de Kervel - 'meinem' Strand nur 30-45
Fahrradminuten von Plogonnec entfernt.
Breiter Sandstrand, wenige Menschen. Rechts im Hintergrund
kann Douarnenez erahnt werden - eine hässliche Hafenstadt.
Küstenimpressionen.
Während Ebbe kann man beispielsweise Muscheln (zum Essen) sammeln.
Die meiste Zeit verbrachte ich so nah am Meer, wie es nur ging, doch auch die bretonischen Dörfer und (kleineren) Städte haben ihren Reiz. So gilt das noch aus dem 16. Jahrhundert baulich authentisch erhaltene Locronan schon seit jeher als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und wurde durch eine Umfrage im Anschluss an eine TV Dokumentationsreihe mit mehreren Dörfern in Frankreich letztes Jahr offiziell auf den zweiten Platz gewählt. Doch auch in Plogonnec und fast allen anderen Orten der (westlichen) Bretagne finden sich die typischen Natursteinhäuser.
Bilder aus Locronan, Plogonnec und Quimper.
Bretonen sind stolz darauf, Bretonen zu sein. So verwundert es nicht, an Autos häufig entsprechende Sympathibekundungen zu lesen. Auch die schwarz-weiße Flagge der Bretagne ist ein gern gezeigtes Zeichen von Regionalstolz. Eine der vielen Redewendungen in der Bretagne lautet: Frankreich ist ein kleines Land zwischen der Bretagne und Belgien.
Aufkleber am Autoheck zeigen häufig Figuren
in bretonischer Tracht.
Einen Tag (den mit Sonne- und Regenwechsel) nahm ich den Bus nach Camaret-sûr-Mer, einem meiner Lieblingsflecke in Finistère. Kleine Trampelpfade führen durch Wald und Wiesen sowie auf und ab entlang der Küste. Traumhafte Ausblicke beim Wandern.
Ein Moment mit ein paar mehr Wolken am Himmel.
Urlaub - es geht mir gut.
Hoch auf den Klippen thront ein Denkmal für die
nie vom Meer zurück Gekehrten.
Die See ist hier ein wenig ruhiger, aber trotzdem
erinnert mich das Bild stark an Caspar David
Friedrichs 'Wanderer über dem Nebelmeer'.
Trauriger Weise ist an diesem tollen Strand das Baden verboten.
Im Treibsand lauert die Gefahr.
Die Bretagne ist auch Schauplatz vieler Legenden um Arthur
und seine Ritter. Menhire wie in Camaret finden sich oft entlang
der Küste und entfalten ihren vollen Charme und Mystik am
besten, wenn dicke Nebelschwaden um sie herum wabern.
Ohne Worte.
Wunderschöne bretonische Küste.
Das ständige Wandern und Radfahren macht natürlich auch hungrig. Die Bretagne bietet eine große Auswahl an kulinarischen Spezialitäten. Das wohl bekannteste bretonische Essen sind die Crêpes. Kennen wir in Deutschland Crêpes vor allem als süße Speise, die es auf Jahrmärkten oftmals auf die Hand gibt, reiht sich in bretonischen Orten nicht selten eine Crêperie an die andere. Eine Crêperie ist ein Restaurant, in dem es Crêpes gibt. Buchweizencrêpes (im den östlichen Departments der Bretagne meist Galett genannt) werden herzhaft (Käse, Wurst, Gemüse, Meeresfrüchte...) gefüllt, die aus normalem Weizen bilden das süße Dessert. Sehr lecker! Daneben werden in der Bretagne natürlich viele Meeresfrüchte gegessen und ganz, ganz viel (mit Meersalz gesalzene) Butter. Wer Gebäck oder andere Konditorreiprodukte verkaufen will, schreibt am besten gleich großbuchstabig auf die Verpackung 'pur beurre'. Wer bretonisch bäckt, braucht viel Butter. So kommen beim Kouign Amann auf 250g Mehl 200g Butter. Der Quatre Quart besteht, wie der Name schon andeutet, zu vier gleichen Teilen aus Mehl, Butter, Zucker und Eiern. Fett ist ein Gechmacksträger.
Das Savoir Vivre in der Bretagne. Dazu gehören natürlich der
Buchweizencrêpe (im Foto mit Jakobsmuschelfleisch gefüllt),
der Far Breton, Kouign Amann und verschiedenstes Gebäck mit
viel Butter. Ebenso Brombeeren, Waldpilze, Baguette und Flan.
 Nach vier tollen Tagen mit super Wetter in der Bretagne hieß es Abschied nehmen. Nach der Provinz wartete die trubelige Metropole Paris auf mich. 
Eine weitere bretonische Weisheit: Wenn du
in der Bretagne ankommst, regnet es. Wenn du
sie wieder verlässt, weinst du.