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Flåkoia, der
statistisch gesehen beliebtesten Hütte von NTNUi. Wie ihr mittlerweile eventuell mitbekommen habt, mag ich Herausforderungen - die schwierigste Hütte, die Nördlichste, die Einzige in einem Nationalpark etc. Die Herausforderung diesmal bestand darin, die gewünschte Hütte zu bekommen. Im Blogeintrag vom 17.10. hatte ich schon einmal angedeutet, dass eine Nacht vor Akademika in der Uni nicht allzu ungewöhnlich ist. Diese Woche wollten wir es wissen. Am Dienstagvormittag bezog das erste Gruppenmitglied Position. Gewappnet mit Laptop und Büchern zum Lernen, geschmierten Broten für den kleinen Hunger zwischendurch, einer Thermoskanne mit heißem Tee und natürlich einem Schild mit dem Grund unserer Anwesenheit saßen wir vor Akademika. Ich schaute um die Mittagszeit für eine gute Stunde vorbei und amüsierte mich köstlich beim Studium der Gesichter der vorbeiziehenden Menschen. Manche schauten wissend, andere irritiert, wieder andere lächelten oder schüttelten den Kopf. Nach einem Abstecher ins Pflegeheim kehrte ich am Abend mit Schlafsack und Isomatte zurück. Was ich durch diese Nacht in der Uni gelernt habe ist, dass fleißig arbeitende Menschen durchaus bis nach Mitternacht in der Uni sind. Nach viertel eins kehrte dann jedoch Ruhe ein. Es waren nur noch drei Gruppen mit dem selben Anliegen übrig - und wir waren die Ersten! Unserem Ausflug nach Flåkoia stand also nichts mehr im Weg.
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| Wir waren die Ersten! :) |
Am Samstag brachen wir auf. 8:20 Uhr sollte der Bus fahren. Zwischen acht und acht Uhr zehn waren wir alle an der Bushaltestelle und warteten und warteten und warteten. Es wurde 8:20 Uhr, 8:30 Uhr, 8:40 Uhr. Der Bus kam nicht. Ein unschöner Start, aber da das Warten in der Gruppe nicht ganz so dramatisch ist und der Weg zur Hütte nur um die zwei Stunden in Anspruch nehmen würde, verloren wir unsere gute Laune nicht, bis wir 10:20 Uhr in den nächsten, planmäßig fahrenden Bus einsteigen konnten.
Flåkoia hat zurecht eine leichte Schwierigkeitsbewertung. Der Waldweg führt bis fast zur Hütte und die letzten Meter sind durch einen deutlich ausgetretenen Trampelpfad ebenfalls gut zu finden. Das tut dem Charme der Hütte jedoch keinen Abbruch. Mitten im Wald an einem See gelegen, inklusive Sauna, einem Boot und während unseres Aufenthalts super Wetter.
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| Beim Aufbruch. |
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| Wasser hier und da und überall. |
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| Gruppenfoto im Sonnenlicht vor der Hütte. |
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| Sauna und Boot am See. |
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| So lässt es sich leben. |
An den Bäumen vor der Hütte findet man auch diverse Wegweiser zu allen erdenklichen Orten auf der Erde und zu Sphären außerhalb unserer Welt. Natürlich ließ ich es mir in den zwei Tagen nicht nehmen, eine noch nicht vorhandene Stadt zu dem Schilderwald hinzu zu fügen. :)
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| Himmel und Hölle. |
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| Wegweiser in alle Himmelsrichtungen. |
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| Sachsen ist gut vertreten! |
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| Frisch an den Baum geschlagen. |
Durch unsere kleine Busverzögerung konnten wir Samstagnachmittag nur noch eine kleine Wanderung gen Norden machen. Flåkoia findet man ohne Probleme auch im Dunkeln wieder aber es hat einfach nicht so viel Reiz im Dunkeln durch den Wald zu stapfen. Zwar waren das Wasser im Boden großteils gefroren, aber trockene Füße bedeuten noch lange nicht, dass man nicht trotzdem böse umknicken kann. Außerdem gab es zurück bei der Hütte noch ausreichend zu tun: Holz sägen und hacken, das Boot ausprobieren und die Sauna hochheizen.
Zum Holz: Da das Sägeblatt der alten Säge gebrochen und die Axt alt war, hatten wir neues Equipment bekommen, welches wir mit zur Hütte hatten schleppen müssen. Dafür ging das Feuerholz machen wie von selbst. Es war gar nicht so einfach die Axt zu bekommen, um ein bisschen Spaß zu haben. ^^
Zum Boot: Eine Bootsfahrt ist immer super, aber die Stimmung wurde ein wenig dadurch ruiniert, dass wir ständig Wasser aus dem Boot schöpfen mussten, da durch vier kleine Löcher beständig Wasser ins Boot drang.
Zur Sauna: Unseren ursprünglichen Plan von Schneeengeln konnten wir aufgrund des fehlenden Schnees (wer hätte das Ende November erwartet??) leider nicht verwirklichen, aber der an manchen Stellen zugefrorene und das Mondlicht reflektierende See bot definitiv genügend Abkühlung. Nach drei Saunagängen und einer anstrengenden Uniwoche ging bei uns allen am Abend nicht mehr viel, so dass wir zeitig ins Bett gingen und auch nur zwei von uns die im Hüttenbuch von anderen Hüttenbesuchern häufig verfluchte Maus während der Nacht hörten.
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| 11 Uhr. |
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| 14:30 Uhr. |
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| 16 Uhr. |
Sonntag genossen wir nach einem ausführlichen Frühstück eine rucksackfreie Wanderung, was einige Kraxeleien erlaubte, die mit Rucksack nicht so einfach gewesen wären. Am Nachmittag teilte sich unsere Gruppe. Drei blieben eine weitere Nacht in der Hütte, drei mussten sich aus verschiedensten Gründen auf den Rückweg nach Trondheim machen. Es war seltsam anzuschauen, wie sich die Gruppe teilte. Wir Verbliebenen genossen noch eine angenehme Nacht in der gemütlichen Atmosphäre der behaglichen Hütte - Lernen für die anstehenden Prüfungen eingeschlossen. Wenn man allein in einer Hütte ist, könnte das Lernen fern ab von Computern, Internet und meist auch Handyempfang sicherlich recht effektiv sein. In der Gruppe finden sich jedoch immer wieder andere Aktivitäten. Außerdem wäre es doch wirklich ein Frevel gewesen nicht von den Vorzügen des Hüttenlebens (z. B. ein super Blick auf den unendlichen Sternenhimmel vom Hüttendach aus) zu profitieren. Ein wenig melancholisch waren wir auch. Wahrscheinlich war es der letzte Hüttenausflug für dieses Semester. :(
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| Wanderausflug am Sonntag. |
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| Details entlang des Weges. |
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| An dem See zwischen den Bäumen steht Flåkoia. |
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| Coucou. |
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| Sonne sollte genossen werden, solange sie sich zeigt. |
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| The Blue Man Group ;) |
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| Zurück am See. |
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| Leichte Melancholie. |
Am Montag hieß es dann auch für uns Abschied nehmen. Der Rückweg war noch einfacher, als der Hinweg, da es zu neunzig Prozent bis zur Bushaltestelle nur bergab ging. Das Highlight am Montag war für mich ein Erlebnis im Bus: Der Busfahrer sprach kein Englisch. Ein nicht englisch-sprechender Norweger bildete für mich ein Novum. Ich fand es toll, denn so war ich zum ersten mal wirklich gezwungen Norwegisch zu sprechen.
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| Guten Morgen! |
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| Das Hüttenbuch. |
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| Auf dem Rückweg. Die Sonne ist immer nah am Horizont. |
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| Zurück zur Zivilisation. |