... bestimmten unsere letzten Tage am anderen Ende der Welt. Für die letzten vier Nächte reisten wir noch ein Stück weiter nach Norden bis Waipu. Wir schliefen in einem der weitläufig über die grünen Hügel verstreuten Häuser ein bisschen abseits vom Strand aber mit Blick aufs Meer in der Ferne und wunderbarer Ruhe. Unsere Gastgeberin begrüßte uns mit frischen Feigen aus dem eigenen Garten und am dritten Abend bekamen wir noch warme, selbstgebackene Zimtschnecken. Diese waren sehr lecker, hatten aber auch einen verregneten Beigeschmack. Kurz vor unserer Abreise zog nämlich der nächste Zyklon diesmal unweit der neuseeländischen Nordküste vorbei. Zwar wurde die Insel nicht direkt erwischt, aber für reichlich Wind und Dauerregen reichte es trotzdem. Des weiteren wurde bereits am Tag vor dem Regen meine bereits gebuchte Surfstunde in Tutukaka abgesagt, weil der Anbieter es mit der nicht ganz klaren Wetterentwicklung als zu gefährlich einstufte. Ich war angefressenen. Diese blöden Zyklone versauten mir dem Anschein nach fast alle Wasseraktivitäten auf die ich mich in Neuseeland gefreut hatte!
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| Die grünen Hügel des Northlands. Im Hintergrund das Meer. |
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| Langs Beach. |
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| Abendstimmung an Langs Beach. |
Wir hatten am Vorabend bei unserem Besuch von Langs Beach aber schon festgestellt, dass es in Waipu Cove auch einen Surfanbieter gibt. Wir wollten ohnehin noch einmal an den Strand (Waipu Cove war deutlich näher gelegen als Tutukaka) und beschlossen vor Ort nach möglichen Optionen zu schauen. Ich hatte Glück. Für 13 Uhr war eine 90 minütige Surfeinführungsstunde angesetzt. Ich buchte. Die Stunde Wartezeit verbrachten wir auf dem Wochenmarkt in Waipu, auf dem wir mit einem freundlichen Paar aus Vancouver, Kanada ins Gespräch kamen - Dinge die passieren, wenn man ein T-Shirt des entsprechenden Eishockey Teams trägt. ^^
Zurück in Waipu Cove eröffnete der Surflehrer mir, dass ich die Einzige Teilnehmerin bin. Statt abzusagen erhielt ich folglich 90 Minuten Privatstunde für den bezahlten Gruppentarif. Sehr genial! Gray war ein guter Lehrer. Durch den auflandigen Wind gab es viele weiße Kräuselwellen, was das Aufstehen für Anfänger einfach gestaltet, da diese nicht mehr so viel Kraft haben wie höhere Wellen, die gerade erst brechen wollen. Nach einer halben Stunde Theorie und Trockenübungen ging es also ins Wasser. Es machte Spaß! Mit Privatlehrer und einem 2,70 Meter langen und sehr breiten Board war es relativ einfach aufzustehen und das Leben zu genießen.
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| Mit Surflehrer im Wasser. |
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| Wasseraktivitäten machen Spaß. |
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| Sich vom Wasser tragen lassen. |
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| Stürmisches Vor-Zyklon-Wetter am Uretiti Beach. |
Mit den ganzen Glückshormonen im Körper ließ sich der verregnete, stürmische Folgetag in der Ferienwohnung halbwegs ertragen. Wir mussten ohnehin noch den Großteil unserer Postkarten für die Daheimgebliebenen schreiben und nutzten die Gelegenheit auch, um mit Packen für die Heimreise zu beginnen. Am Abend klarte es dann doch noch ein bisschen auf und wir wurden mit bunten Farbenspielen am Himmel verwöhnt.
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| Ein Regenbogen. |
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| Sonnenuntergang. |
An unserem letzten vollen Tag in Neuseeland beschloss ich noch mal in einer Höhle nach neuseeländischen "Glühwürmchen" zu schauen. Eigentlich sind es keine Glühwürmchen, sondern leuchtende Larven der Arachnocampa luminosa. Dem lateinischen Namen nach also leuchtende SpinnenWürmer, biologisch gesehen jedoch eine spezielle Mückenart. Die Referenz zu den Spinnen kommt durch klebende, von der Decke hängende Fäden, in denen sich Beute verfangen soll. Die Referenz zu den Glühwürmchen kommt recht offensichtlich durch das blaue Biolumiszieren besonders der Larven. Es gibt die Tiere an verschiedenen Stellen in Neuseeland. In den Clifden Caves in unserer ersten Woche auf der Südinsel habe ich nur einige wenige gesehen, da ich mich in der doch sehr engen Höhle nicht ganz so weit vorgetraut habe. In Waitomo gibt es die bekannteste Höhle mit den Glühwürmchen - und damit natürlich auch die Teuerste. Die Waipu Cave ist kostenfrei und bietet neben den Glühwürmchen noch einige interessante Stalagmiten und Stalagtiten. Bereits nach fünf Minuten (in denen man auch durch knietiefes Wasser waten muss) kommt man in einen großen Höhlenraum. Sobald man dort seine mitgebrachte Taschenlampe ausmacht und sich von der Dunkelheit einhüllen lässt, tauchen an der Decke unzählige leuchtende blaue Punkte auf. Es ist, als würde man in einer mondlosen Nacht direkt unter der Milchstraße stehen. Es war ziemlich beeindruckend, so dass ich insgesamt eine Stunde in der Höhle verbrachte und "in die Sterne" schaute. Auf den Fotos lässt sich das leider nicht annähernd festhalten.
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| Blick zurück zum Höhleneingang. |
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| Bild in der Höhle mit Blitzlicht. |
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| Die Waipu Cave von innen. |
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| Von der Decke hängende, angeleuchtete Glowworms. |
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Meine beste, aber nicht annähnern gute Aufnahme der
Glowworms in der Dunkelheit der Waipu Cave. |
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Nach einer Stunde in der Höhle wirkte das Grün am Ausgang
besonders satt. |
Den Nachmittag genossen wir bei tollem Sommerwetter mit reichlich Sonne, leichter Bewölkung und einer leichten Brise noch einmal im Wasser und am Strand von Waipu Cove.
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| Am Strand von Waipu Cove. |
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| Entspannung. |
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| Stets gefräsige Möwen. |
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| Urlaubsflair. |
Unsere Heimreise traten wir wie im vorletzten Blogeintrag erwähnt vom Flughafen in Auckland an. Dort verabschiedete uns eine riesige Styroporfigur aus einem der Hobbit Filme - Leihgabe aus Mittelerde war am Schild zu lesen. Da wir erst nach 21 Uhr abhoben, konnten wir durch die Flughafenfenster noch einen letzten Sonnenuntergang in Neuseeland beobachten, eher der reichlich 17 stündige Nachtflug (im Dunkeln losgeflogen und im Dämmern in Dubai angekommen) begann. Als wir in Dubai wieder abhoben, hatten wir das Glück einen guten Blick auf die bekannte Skyline mit dem höchsten Gebäude der Welt zu erhaschen.
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Eine der Zwerge-Statuen aus dem Hobbit: eine
Leihgabe aus Mittelerde am Flughafen von Auckland. |
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| Unser letzter Sonnenuntergang in Neuseeland. |
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| Dubai aus der Luft. |
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Deutlich zu erkennen waren das höchste Gebäude
der Welt und der verschwenderische blaue Pool. |