Freitag, 30. September 2016

Die östlichste Stadt Deutschlands...

... ist das beschauliche, 55.000 Einwohner zählende, in Sachsen gelegene Görlitz. Selbst aus Sachsen kommend, wusste ich natürlich ein paar Dinge über die dank der hübschen Altstadt gern als Filmkulisse genutzte Kleinstadt. Bis vor gut zwei Wochen war ich jedoch noch nie selbst vor Ort gewesen. Dabei lohnt es sich. Der großteils renovierte Stadtkern verströmt mittelalterliches Flair, Fußgänger beleben den Ort ohne, dass er überlaufen ist, und individuelle kleine Läden in den Erdgeschossen der historischen Häuser laden zum Bummeln abseits großer Ketten ein, die überall auf der Welt die selben Namen tragen und das gleiche Sortiment führen.
Blick vom Rathausturm gen Obermarkt.
Ich besuchte eine Freundin in Görlitz, die dort groß geworden ist und eine hervorragende Stadtführerin gab. Da wir ungeplant genau am Tag des Denkmals durch die Gassen zogen, konnten wir in einige der sanierten oder auch eins der wenigen noch unsanierten Häuser hineinschauen. Seit 1995 durfte Görlitz sich jährlich über die stattliche Summe von 1 Million DM (seit 2002 umgerechnet in Euro) freuen, die eine unbekannte Spenderin oder ein unbekannter Spender der Stadt überweisen ließ und die als sogenannte "Altstadtmillion" sicherlich einen großen Teil dazu beitrug, dass die alten Häuser wieder so schön erstrahlen, wie sie es jetzt tun.
Untermarkt.
Blick aus polnischer Richtung von der Altstadtbrücke auf die
St. Peter und Paul Kirche auf deutscher Seite.
Nach einer fußläufigen Runde über die schmalen Straßen und verwinkelten Innenhöfe bis zur Altstadtbrücke über die Neiße nach Polen gingen wir zurück zum Rathaus, denn wir wollten noch hoch auf den Turm, um bei dem spätsommerlichen Wetter einmal von oben über die roten Dächer der Stadt zu blicken. Auf dem Weg nach oben und nach unten konnten wir auch jeweils den Löwen brüllen lassen - eine vergoldete Steinfigur, deren Brüllen durch tiefe Orgeltöne hervorgerufen wird. Nach dem Abstieg probierten wir uns abschließend noch am Flüsterbogen, einer Kielbogenarchivolte an einem spätgotischen Portal am Untermarkt, welches Schallwellen sehr gut weiterleitet und so das leise Austauschen von geflüsterten Nachrichten zwischen zwei Menschen gut ermöglicht. 
Nur 250 Meter Luftlinie sind es vom Rathaus
bis zur Neiße - dem Grenzfluss zu Polen.
Insgesamt war mein Besuch in der Görlitzer Altstadt mit zweieinhalb Stunden gerade so ausreichend, um einen ersten Eindruck zu bekommen, aber das Gefühl sagt mir, dass die Stadt noch viel mehr zu bieten hat. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.

Donnerstag, 29. September 2016

Immer sicher ankommen...

Die richtige Kopfbedeckung.
... will sicherlich jeder. In Dresden weisen einen moderne Litfasssäulen direkt am Hauptbahnhof darauf hin, welche Kopfbedeckung beim Radfahren dafür am geeignetsten ist. Während man seinen Fahrradhelm dann schnürt, kann man achtsam den Blick gen Sonnenuntergang richten und sich ein wenig verzaubern lassen, ehe der Heimweg in Angriff genommen wird.
Farbexplosion am Himmel.
Ein kleiner Tipp für Leute, die Samstag Morgen in Dresden ein bisschen Bummeln wollen aber mit großen Kaufhäusern nicht viel anfangen können und zudem frische Luft schätzen: jeden Samstag findet an der Albertbrücke der Elbeflohmarkt statt. Zwar sind leider viele kommerzielle Händler vor Ort, aber auch kleine Perlen lassen sich finden und je nach Jahreszeit gibt es auch frisches Gemüse und Obst. Wenn das Grünzeug dort gleich gekauft wurde und man demzufolge anschließend nicht noch einmal in den Supermarkt muss, bleibt mehr Zeit zum Streicheln der Hauskatze.
Der Elbeflohmarkt - jeden Samstag bei Wind und Wetter.
Unsere zugelaufene Schmusemietz.

Donnerstag, 15. September 2016

Den Spätsommer genießen...

... fällt derzeit nicht schwer. Bereits der August zeigte sich großteils von seiner sonnigen Seite und auch der September hat bisher mit heißen Tagen und lauen Abenden häufig zu Aktivitäten im Freien eingeladen. Einzig dann sind die warmen Temperaturen nicht ganz so willkommen, wenn der Kühlschrank mitten im Sommer auf einmal nicht mehr arbeiten möchte. Durch nette Nachbarn, drei Tage (ehemals Tiefkühl-)Pizza auf dem Speiseplan und einem kleinen Interimskühlgerät war aber auch diese Zeit zu überstehen. Als wir zu einer Woche Deutschlandurlaub aufbrachen, wurde wieder alles so gekühlt, wie es sollte.
Bayrisches Landidyll.
Um ein paar unserer mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreuten Freunde zu besuchen, fuhren wir Mitte August zunächst nach Bayern, dann zum Rhein und auf dem Rückweg nach Hause stoppten wir in Leipzig und ganz gleich, wo wir waren: der Rotschopf fand immer eine Möglichkeit zum baden - egal ob Fluss, Strandbad oder renaturierter und gefluteter Braunkohletagebau. Im Norden von München an Freising angrenzend beobachteten wir zudem startende Flugzeuge ganz aus der Nähe am Ende der Rollbahn. Glücklicherweise hoben alle Flieger rechtzeitig ab, so dass wir sie zwar über uns hinweg donnern hörten aber nicht überrollt wurden.
Blick gen Osten über die südliche Start- und Landebahn von MUC.
Glitzernd lag das Wasser der Isar in Freising vor
uns und spendete willkommene Kühlung.
Viele große schattenspendende Bäume und reichlich grüne
Liegefläche empfingen uns freundlich am Waidsee in Weinheim.
Der Cospudener See vom Nordufer aus betrachtet. In ca. 12km
Luftlinie gut zu erkennen: das Kraftwerk Lippendorf.
Baden und Tauchen am Südufer des klaren Kulkwitzer Sees.
Von einer Anhöhe am Markkleeberger See lassen sich neben dem
Kraftwerk gut alte Bagger Richtung Süden erkennen.
Wenn einem das Schwimmen an sich zu langweilig ist, kann
man am Markkleeberger See seit 10 Jahren auch wildwasserraften.
Hat man tagsüber noch nicht genug an der freien Luft erlebt, kann man auch die Abende zur Zeit noch entspannt draußen verbringen. Möglichkeiten gibt es viele. Ein sehr schönes Angebot, welches ich dieses Jahr zum ersten Mal wahrnahm, war das Freiluftkonzert zur Spielzeiteröffnung der Theater Chemnitz auf dem wunderschönen Chemniter Opernplatz. Für super preiswerte 5€ gab es einen musikalischen Streifzug durch die Aufführungen der kommenden Spielzeit. Durch eine Mischung aus klassischer Oper mit und ohne Gesang bis hin zu modernen Musicals war auch für jeden Geschmack etwas dabei. Nach reichlich zwei Stunden krönte ein zur Musik vom Fluch der Karibik choreografiertes Feuerwerk den Abend. Eine sehr zu empfehlende Veranstaltung.
Kurz nach 19 Uhr war es noch hell, doch bald schon...
... war der Chemnitzer Opernplatz in Dunkelheit getaucht.
Dadurch kam das fulminante Feuerwerk über Oper und...
... Petrikirche aber natürlich besonders zur Geltung.
Sollte gerade kein Freiluftkonzert stattfinden und es einem am Abend draußen dann doch ein bisschen frisch werden, entzündet man einfach ein kleines Lagerfeuer, erzählt von vergangenen Erlebnissen und geplanten Reisen und genießt ganz einfach den Spätsommer.
Ein Lagerfeuer wärmt Gliedmaßen und Gemüt.

Sonntag, 11. September 2016

Kürbisse und Katzen...

... waren in den vergangenen Tagen sicher recht unterschiedlich erfreut über die noch immer hochsommerlichen Temperaturen. Während die Katze unter dickem Fell faul im Schatten schlummert und nur dann mal aufsteht, wenn das Fleisch vom Grill wie von Geisterhand fast vors Maul auf den Rasen fällt, freuen sich Zucchini und Kürbis über die Hitze Mitte September und wachsen munter weiter.
Warm = Faul.
Warum habt ihr mich geweckt?
Ach es gibt Futter. Her damit!











 
Mit bereits 50 Zucchinis und 20 Kürbissen hatten wir dieses Jahr die wahrscheinlich bisher größte Kürbisgewächsausbeute bei uns im Garten. Der eigene Kompost ist eben immer noch der beste Dünger. Je nachdem, wann der Bodenfrost dieses Jahr zum ersten Mal zuschlagen wird, werden wir noch weiter fleißig ernten, denn kleine Früchte hängen noch einige an den Pflanzen. Das ernten entspricht bei Gewichten von 5 bis 22 kg bei den Kürbissen dann auch immer einer Kraft-Ausdauer-Übung.
Da wir selbst bei Kürbiskuchen zum Frühstück, Zucchinisuppe zum Mittagessen und Kürbis-Linsen-Tomaten-Salat zum Abendbrot nicht alles selbst verarbeitet bekommen, können sich auch Freunde, Kollegen und Nachbarn über die Bio-Produkte freuen.
Der wuchernde Urwald und...
... die Erntedame.
Der Transport vom 'Feld'...
...bis zum Zwischenlagerplatz.