Freitag, 29. Dezember 2017

Es weihnachtete sehr...

... in den letzten Wochen. Auch wenn der Schnee wieder einmal rar war, so zeugten doch Weihnachtsmärkte, Plätzchenduft und Weihnachtsdekoration in den Wohnungen davon, dass das Jahresende nicht mehr weit ist. Sehr besinnlich und ruhig war der Dezember zwar nicht, aber trotzdem sehr schön.
Impressionen vom Chemnitzer Weihnachtsmarkt.
Weihnachtsengel und Bergmann.
Zuschauen bei der Herstellung von Zuckerstangen auf dem
Weihnachtsmarkt. Eine kleine Verkostung gab es auch.
Zu Hause bastelten wir selbst süße Zuckerhäuser.
Die Weihnachtstage selbst verbrachten wir klassisch im Kreis der Familie - gutes Essen und fleißigen Weihnachtsmann inklusive.
Typische Weihnachtsbilder.
Wir danken unseren treuen Bloglesern und Blogleserinnen und wünschen ein tolles Jahr 2018. Wir versprechen, dass es hier wieder viele interessante Bilder und Geschichten geben wird.
Frohe Weihnachten und guten Rutsch!

Mittwoch, 22. November 2017

Caspar David Friedrichs Geburtsstadt...

... war Anfang November das Reiseziel vom Rotschopf. Eigentlich wollte ich in Greifswald mein erfolgreiches Bankdrückjahr fortsetzen. Am Ende konnte ich an der Ostsee jedoch nur meine Vereinsgefährten anfeuern, während ich selbst verletzungsbedingt leider nicht ins Wettkampfgeschehen eingreifen konnte. So blieb außerdem ein bisschen mehr Zeit für den Bummel durch die Universitätsstadt und das obligatorische Fischbrötchen an der Ostsee.
Übernachtet haben wir in der Nähe des Ursprungs der Stadt: Eldena. Der Stadtteil bezieht seinen Namen vom im 12. Jh. dort gegründeten Kloster, von dem heute zwar nur noch einige wenige Mauerruinen erhalten sind, doch bereits diese Überbleibsel lassen erahnen, wie groß das Kloster einst war. Schon heute fand ich die Größe imposant. Vor 800 Jahren war es bestimmt noch beeindruckender.
Klosterruine Eldena.
Der Caspar und ich.
Die Langenbacher Bankdrückermannschaft in Greifswald.
Die Altstadt von Greifswald hingegen beeindruckte mich nicht. Der Besuch in Stralsund von März war mir noch recht präsent und so erwartete ich eine knuffige alte Hansestadt mit vielen Backsteingebäuden und engen Gassen die ihren Charm versprühen. Dieses Gefühl kam in Greifswald bei mir jedoch nie auf. Es gibt einfach zu viele verschieden Baustile - von wenigen hübschen, teils jedoch dringend sanierungsbedürftigen Backsteinhäusern über DDR Plattenbau bis hin zu hässlich mit unpassenden Farben überstrichenen Fachwerkäusern - so dass sich nie ein rundes Gesamtbild bei mir einstellte. Man kann die Altstadt von Greifswald besuchen, hat aber auch nicht viel verpasst, wenn man sie sich nicht anschaut.

Blick vom Rathaus über den Markt gen Osten.
Blick aufs Rathaus vom Marktplatz aus.
Rechteckig ist an einigen der alten Häuser kaum etwas,
aber zumindest wurde hier das Fachwerk erhalten.
Das repräsentative Hauptgebäude der Universität. Im Hinter-
grund die St. Jakobi Kirche.
Ein weiteres, altes Backsteingebäude der Universität.
Gefallen wiederum hat mir das Gebiet entlang des Flusses Ryck. Wir schlenderten tagsüber auf Höhe der Altstadt den Fluss entlang und am Abend unweit seiner Mündung in die dänsiche Wieck (Bucht im Süden des Greifswalder Boddens). Überall sind Schiffe vertäut. Entweder wurden sie gerade noch für die Überwinterung hergerichtet oder waren schon mit Planen gegen Wind und Wetter geschützt. Besonders nahe der Altstadt lagen viele Segelboote, die bei mir Seefahrerromantik aufkommen und mich an Caspar David Friedrichs Bilder denken ließen. Kurz vor der Mündung in den Bodden überquert die erste Brücke seit der etwa fünf Kilometer flussaufwärts liegenden Altstadt den Fluss: Die historische Wiecker Holzklappbrücke. In Aktion haben wir die im 19. Jh. errichtete Brücke leider nicht gesehen. Auch das Sperrwerk direkt an der Mündung betrachteten wir aus Zeitgründen nur im Dunkeln am Abend.
Ryck mit Booten auf Höhe der Altstadt.
Blick auf den Ryck von einer historischen Werft aus.
Nach nur zwei Tagen im Norden verließen wir Greifswald und die Ostsee auch schon wieder, um Sonntag Abend wieder in der Stadt anzukommen, in der Caspar David Friedrich gestorben ist: Dresden.
Blick auf den Greifswalder Bodden.
An der See muss Frau natürlich Fischbrötchen essen.

Donnerstag, 2. November 2017

Goldene Herbsttage...

... hatten wir diesen Oktober vielleicht nicht so viele wie in manch anderen Jahren, aber ein paar Schöne waren dabei und die haben wir genutzt, um durch das raschelnde Laub im Großen Garten in Dresden zu spazieren und uns an der bunten Herbstpracht zu erfreuen.
Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Bäume gen Boden.
Herbstlaub bedeckt die Wasserflächen.
Baumbewohner.
Nach und nach verfärben sich die Blätter.
Die Natur bietet zu jeder Jahreszeit so viele schöne Anblicke - sowohl an menschenleeren Orten als auch mitten in einer Großstadt, wenn man weiß, wo man schauen muss.
Weg abseits der großen Alleen.
Fontaine im Palaisteich.
Laubregen.
Sonnenstrahlen genießen.
Besonders knuffig waren die kleinen Bewohner des Parks, die vielfach ihre natürliche Angst vor den Menschen verloren haben und sich zum Teil sehr interessiert bis ganz nah an die Kameralinse herantrauten, wenn man sich still verhielt.
Enten am Neuen Teich.
Die Umgebung wird aufmerksam beobachtet.
Ein ganz besonders neugieriger kleiner Kerl.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Vizeeuropameisterin im Bankdrücken...

... bin ich vor zwei Wochen bei der Europameisterschaft im Bankdrücken in Portman, Spanien geworden. Nach drei Bronzemedaillien bei Europameisterschaften im Bankdrücken seit 2013 hat es diesmal noch eine Stufe weiter gereicht und am Ende fehlten sogar nur 2,5 kg bis zu Gold. So nah war ich einem internationalen Titel noch nie und direkt nach dem Wettkampf hat es mich schon geärgert nicht die deutsche Hymne gehört zu haben, aber Frau braucht ja auch noch Ziele für die kommenden Jahre.
Eingang zur Wettkampfhalle in Portman.
In Aktion beim ersten Versuch: 142,5 kg.
Nur 2,5 kg trennten mich vom Titel.
Ein Teil der sächsischen Delegation in Spanien.
Nach dem erfolgreichen Wettkampf blieb dann zumindest noch ein halber Tag Zeit zum Schwimmen und Sonne genießen. Es war das erste Mal, dass ich auf dem spanischen Festland zu Gast war. Portman liegt etwa eineinhalb Autostunden südlich von Alicante und unweit des "Kleinen Meeres" Mar Menor - des größten salzhaltigen Binnengewässers Europas. Durch eine knapp 25 Kilometer lange Nehrung existiert dort eine durchschnittlich nur zwei Meter tiefe Lagune, die bei Urlaubern aus nah und fern sehr beliebt ist. Wir sind an der Lagune auf unserem Weg zum Flughafen von Alicante zwar vorbeigefahren, aber baden waren wir direkt in Portman.
Eigentlich war Angeln verboten, aber es schien sich zu lohnen.
Erst schwitzen, dann baden. Das Mittelmeer
hatte eine super Wassertemperatur.
Schwarzer Strand, warmes Wasser und Sonnenschein.
Der Strand in Portman ist schwarz. Das hat mit der Bergbaugeschichte der Region zu tun. Was genau alles gefördert wurde haben wir leider nicht rausbekommen, aber die Dame an der Rezeption sprach von Kohle und verschiedenen Erzen. Das abgetragene taube Gestein wurde zu Teilen wohl einfach ins Meer gekippt. Umweltbedenken gab es damals natürlich wenige. Heute sieht man Bemühungen der Renaturierung der Gegend. Gleichzeitig zeugen viele Schornsteine und verlassene Fabriken noch von der Bergbauzeit und lassen erahnen, dass noch viel Arbeit vor den Spaniern liegt.
Ein hübsches kleines, manche mögen sagen "verschlafenes"
Nest am Mittelmeer in Südspanien.
Blick auf Portman vom Meer aus. Die alte Fabrik ist gut erkennbar.
Frühere Abbaugebiete prägen noch heute das Landschaftsbild.
Rings um Portman stehen viele alte Bergbauruinen.
Abschließend möchte ich noch einmal allen Danken, die mich zur EM in Spanien und auch über die letzten Jahre beim Sport allgemein unterstützt haben - zunächst natürlich den mitgereisten Fans und Trainer und dann natürlich auch allen, die zu Hause die Daumen gedrückt und mir danach gratuliert haben.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

42,195 km lang...

... war die zu bewältigende Strecke für die rund 44.000 Läufer, 5.500 Inlineskater und 250 Rollstuhlfahrer und Handbiker aus 137 Nationen, die beim Berlin Marathon 2017 vor knapp drei Wochen an den Start gingen. Als bekennende Kraftsportlerin, die Ausdauersportarten persönlich nicht ganz so gerne macht, bin ich natürlich nur zum Zuschauen in die Bundeshauptstadt gefahren.
Die blauen Linien markieren den optimalen
Streckenverlauf - für Weltrekordversuche durch-
aus eine relevante Information.
Auf der Kartenseite einer großen Internetsuch-
maschine war der Streckenverlauf eingezeichnet.
Vor Ort hingen überall an der Straße Plakate.
Der erste Berliner Marathon fand 1974 mit nur 286 Teilnehmern statt - damals natürlich noch in Westberlin. 1990 wurde beim Rennen drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung das damalige Teilnehmerlimit von 25.000 Startern erreicht und führte zum ersten Mal durch das Brandenburger Tor. Mittlerweile ist der Berlin Marathon eine Veranstaltung, die immer am letzten Septemberwochenende über zwei Tage nicht nur klassisch Marathonläufern, sondern auch Inlineskatern, Rollstuhlfahrern, Handbikern und Teilnehmern vom Mini-Marathon (4,2195 km) und Bambinilauf die Option bietet, sich mit anderen zu messen.
Schilder am Rande des Geschehens.
Den Inlinemarathon in Verbindung mit dem "normalen" Berlinmarathon gibt es seit 1997. Aufgrund der stark gestiegenen Teilnehmerzahlen (nur etwa 440 beim ersten Lauf) wird dieser seit nunmer fast 15 Jahren immer am Samstag und nicht mehr direkt in Verbindung mit dem Marathon der Läufer am Sonntag durchgeführt. In diesem Jahr war das wettertechnisch auch Glück für die Teilnehmer. Am Samstag sind zumindest alle, die mindestens eine halbe Stunde schneller waren, als das Zeitlimit von zweieinhalb Stunden, noch trocken ins Ziel gekommen. Besonders beim Inlineskaten ist der Unterschied zwischen einer trockenen Strecke zu einer regennassen, deutlich glatteren Strecke unangenehm zu spüren. Die Läufer am Sonntag hatten bei kühlem Dauerniesel nicht so viel Glück. Das mag einer der Gründe gewesen sein, warum der Weltrekordversuch bei den Läufern am Sonntag scheiterte. Allgemein ist die Berliner Marathonstrecke aber die schnellste Strecke der World Marathon Majors Veranstaltungen (neben Berlin noch London, Boston, NYC, Chicago und Tokio).
Wenige Minuten vor dem Start des Inlinemarathons.
Bei Kilometer 7 ist das Feld noch recht gut beisammen.
Am Potsdamer Platz standen viele Zuschauer.
Durchs Brandenburger Tor durch und dann hieß es: Zielsprint.
Dadurch, dass ich nicht nur im Start- und Zielbereich zuschauen und anfeuern wollte, legte ich während der reichlich eineinhalb Stunden bis zum Zieleinlauf des Sportlers, dessen Rennen ich besonders verfolgte, auch einige Kilometer zurück. Nach dem Start ging es auf Schusters Rappen schnell zum 7km-Punkt und von dort mit der S-Bahn weiter zum Halbmarathonmarker. Nach einem Stopp am Potsdamer Platz, an dem sehr viele Menschen zuschauten, eilten wir zum Zielbereich. Auf diese Art und Weise wurde uns zum einen nicht kalt und zum anderen konnten wir im Vorbeilaufen noch ein bisschen sightseeing betreiben. Insgesamt war es ein recht kurzweiliger Wochenendausflug nach Berlin, der einen sportlichen Fokus hatte.
Einen Tag vor der Bundestagswahl vor dem Reichstagsgebäude.
Das Bundeskanzleramt.
Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten.
Normale Touristen und Zuschauer vom Marathon vermischen
sich vor dem Brandenburger Tor.