Dienstag, 25. März 2014

Ostern naht...

... wie ich heute Morgen beim Blick aus dem Fenster mitbekommen habe. Zunächst dachte ich, ich träume noch, aber nein, die dicken weißen Flocken waren echt und blieben sogar liegen. In fünf Tagen sind zwar schon wieder 20°C vorhergesagt, aber heute früh lag mehr Schnee in Chemnitz, als das ganze Jahr bisher. Zugegeben war dies auch nicht schwer...

Sonntag, 23. März 2014

Sieg und Niederlage...

Die energiesparende Anzeigetafel.
... liegen bekanntlich oft zusammen und auch ein Unentschieden kann sich wie eine Niederlage anfühlen. Zugegebener Maßen hat mich das Ausgleichstor zum eins zu eins in der zehnten Nachspiel-minute bei der Drittligapartie Chemnitzer FC : Hallescher FC heute schon ein bisschen geärgert und eben jenes Niederlagegefühl geweckt, aber viel interessanter als das eigentliche Spiel sind doch ohnehin die Verhaltensweisen der Zuschauer (und jetzt bitte keine Kommentare über Frauen und Fußball! Ich weiß, was Abseits ist. ;p ). Vielleicht ist es auch ein bisschen eine 'Berufskrankheit', doch das Beobachten der Menge und Einzelner in dieser Menge in der Situation des Fußballspiels bringt Erkenntnisse, Schmunzler und gute Unterhaltung. Von einem mäßigen Fußballspiel selbst kann man das nicht immer behaupten.
Die Nummer eins auf dem Platz.
Spannend ist nicht nur das Beobachten der Spieler und Zuschauer, sondern auch das ganze Drum-Herum. Seien es halb abgerissene Tribünen beim Stadion an der Gellertstraße; ein steuerzahler-finanziertes Großaufgebot von Polizei und Krankenwagen; Anzeigetafeln, die noch von Hand mit Schildern besteckt werden müssen; oder Turnschuhe tragende Katzen. Fußball wird nie zu meiner Lieblingssportart werden, aber ganz lustig ist der Zirkus schon von Zeit zu Zeit.

Mittwoch, 5. März 2014

Eine Stadt von Welt...

... will wohl jede Stadt gern sein und mit dem seit nun reichlich zwei Monate operierenden Verkehr im Citytunnel fühlt man sich in Leipzig auch ein bisschen wie in einer Weltstadt. Vergessen die explodierten Kosten, die Probleme beim Bau und ständigen Verzögerungen beim Fertigstellungstermin. Jetzt rollt die S-Bahn vom Leipziger Hauptbahnhof - 'tief' versteht sich - auch direkt bis Zwickau, wenn nicht gerade ein ICE durch die Röhre braust. Leipzig hat damit Ende letzten Jahres ein kleines Mammutprojekt fertig gestellt, dessen erste Ideen bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts entstanden. Unter diesem Gesichtspunkt könnte es mit Stuttgart 21 und dem Hauptstadtflughafen BER also noch eine Weile dauern, wenngleich die Kosten für diese Projekte schon jetzt um ein Vielfaches höher liegen, als die knappe Milliarde, die das Leipziger Tunnelprojekt am Ende gekostet hat. Fast schon preiswert mutet dagegen die Hamburger Elbphilharmonie mit nur knapp 800 Millionen Euro an - würde man außer Acht lassen, dass es sich dabei nur um ein einzelnes Gebäude handelt und dass der Bau noch nicht abgeschlossen ist.
Leipziger City-Tunnel, Haltepunkt Markt.
Aber so wie einige Künstler zu ihren Lebzeiten verkannt worden und erst post-mortem zu großem Ruhm kamen, so werden im Laufe der Zeit wohl auch die lauten Kritiker an den Großbauprojekten verstummen. In sechzig Jahren werden kaum noch welche leben, die die Bauwirren mitbekommen haben. Die Infrastruktur steht im Idealfall jedoch noch und markante Gebäude mögen es ins Welterbe der UNESCO schaffen. Wer beschwert sich heute noch über Baukosten und -zeit der Oper von Sydney? Die Kosten vervierzehn-fachten sich und die Bauzeit verlängerte sich um acht Jahre.
Eine Stadt von Welt muss soetwas eben abkönnen, um sich einen bleibenden Platz im Bewusstsein der Leute  zu sichern.