Freitag, 29. März 2013

Reisen ist toll...

... doch nicht immer ist der Weg das Ziel und wenn man nur unterwegs ist, um von A nach B zu kommen, nervt es irgendwann, wenn sämtliche Verkehrsmittel Verspätung haben. Zunächst habe ich auf den Flieger am Mittwoch in Köln doppelt so lange warten müssen, wie ich am Ende geflogen bin.
Fast geschafft - Leipzig Hbf.
Die Hin- und Rückfahrt  zum Büro in Hamburg hat sich am Folgetag durch Bauarbeiten im S- und U-Bahn-Netz ebenfalls verdoppelt und die deutsche Bahn genießt schließlich ohnehin in einen zweifelhaften Unpünktlichkeitsruf. Der ICE von Hamburg nach Leipzig startete am Gründonnerstag bereits mit 15 Minuten Verspätung. Als ich die Schaffnerin im Zug fragte, ob die Chance bestünde, dass wir auf der Fahrt wieder ein bisschen Zeit aufholen, schaute sie nur auf mein Ticket und meinte: "Ja, sie haben ja eine ziemlich knappe Umsteigezeit." Persönlich sehe ich 21 Minuten Umsteigezeit nicht als knapp an! Am Ende war es aber zu wenig - ca. fünf Minuten. Die konnte der RE nach Chemnitz nicht warten. Schön, dass der nächste RE nach Chemnitz, in dem ich dann nach 55 Minuten auf die Abfahrt wartete zehn Minuten auf irgendeinen anderen Zug wartete... Die letzte Etappe der Osterheimreise erfolgte ohne weitere Verspätungen. Die Mama war pünktlich da, um die Tochter vom Bahnhof abzuholen. :) Dem Ostereiersuchen im Schnee steht also nichts mehr entgegen. Frohe Ostern an alle!
Frohe Ostern!
Bitte vergleicht dieses Bild (aufgenommen am 28.03.13) mit
einem Bild vom Blogeintrag vom 27.12.12. Die Temperatur-
differenz beträgt 15-20°C.

Mittwoch, 20. März 2013

Glück...

... ist ein abstraktes Konstrukt und bedeutet wohl für jeden Menschen ein bisschen was anderes. Für viele beinhaltet ein glückliches Leben sicherlich dieses mit geliebten Menschen zu teilen. Von diesen bekam ich auch den Hinweis, dass heute der erste Welttag des Glücks ist/ war. Googelt man dies, finden sich schnell Zitate wie von Jean-Jacques Rousseau, der sagte: "Glück besteht aus einem schönen Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung" oder von Epikur: "Wenn Du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." Mir persönlich gefällt auch die Aussage von  Charles-Louis de Montesquieu: "Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten als sie sind."  Aber am Ende ist es doch egal, was andere gesagt oder gedacht haben, denn Glück ist etwas sehr persönliches und sollte eben nicht mit anderen Ansichten verglichen werden. Woher soll ich wissen, was für mich das Beste ist, wenn ich nach außen schaue und mich an anderen orientiere? Am Ende kommt es immer wieder auf das altbekannte Sprichwort zurück: "Jeder ist seines Glückes Schmied"Karl Georg Zinn sagte: "Die Worte "Glück" und "glücklich" gehören nicht zum wirtschaftswissenschaftlichen Fachvokabular." Viel Spaß beim Schmieden. - Und nicht verzweifeln, wenn der erste Versuch nicht ganz so erfolgreich ist. Übung macht bekanntlich den Meister. :)

Montag, 18. März 2013

Schnee und Streiks...

... tragen nicht zu verkürzten Reisezeiten bei. Die Erkenntnis ist wohl nicht neu, fällt einem aber besonders dann auf, wenn es einen selbst betrifft. Fand ich den Neuschnee am Sonntag vor einer Woche noch ganz lustig, war es Montag Morgen kurz vor sieben am Flughafen nicht mehr ganz so amüsant. Zur reinen Flugzeit von 40 Minuten kam etwa eine 30 minütige Wartezeit bis die Enteisung durch war. Aus heutiger Sicht ging das recht flott. Von gestern zu heute hat es in Hamburg nämlich erneut über zehn Zentimeter geschneit und der Flieger brauchte eine ganze Stunde länger. Eine Stunde Halbschlaf im mäßig bequemen Flugzeugsitz. Dafür wärmte die Sonne Düsseldorf heute frühlingshaft auf.
Montag Morgen auf dem
Hamburger Flughafen.
Montag Morgen über dem
Ruhrgebiet.
Letzte Woche lag auch im äußersten Westen Deutschlands noch
Schnee. Mittlerweile recken Krokusse und Narzissen ihre Köpfe
in die Höhe.

Auf der Heimreise nach Hamburg am Freitag gab es keinerlei Probleme am Flughafen. Ich war auch gar nicht erst dort. Da in Köln/Bonn und Düsseldorf mal wieder das Sicherheitspersonal streikte, hieß es auf die Bahn umzusteigen, die zu dem Zeitpunkt glücklicher Weise noch keine Warnstreiks durchführte, so dass ich es immerhin noch rechtzeitig nach Hamburg schaffte, um meinen Wochenendbesuch zu empfangen.
Mal wieder Köln - Dom...

... und Hauptbahnhof.

In Hamburg mischten wir am Wochenende Alt-Bewährtes - ein Spaziergang entlang der Elbe oder der sonntägliche Besuch des Fischmarktes  gehen immer - mit Neuem. Das Neue bestand für mich unter anderem darin, dass ich  zum ersten mal in meiner Freizeit die Speicherstadt erkundete und wir es nicht nur bis zur Binnen-, sondern sogar bis zur Außenalster schafften. ^^
Ein Brunnen vorm Altonaer Theater, in dem derzeit noch
Mephisto läuft. Empfehlenswert.
Täuscht das, oder gibt es von mir recht viele
Bilder mit Essen? ;)


Hamburg - (hübsche) alte Häuser und (dreckiges) Wasser.
Die Markthalle auf dem Fischmarkt Sonntag Morgen.
Um die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu
erlangen, reden Marktschreier nicht nur viel und
laut, sondern schmeißen schon mal Schokolade in
die Menge. Mit einem eleganten Hechtsprung, Ab-
rollen über die rechte Schulter und sofortiges Auf-
springen - oder vielleicht auch einfach mit einer gewissen
Portion Glück ^^ - konnte ich die Schachtel fangen.
Wilkommen in der Hafen-City.
Die Speicherstadt und eine Person im Bild.
Ein Blick über die Außenalster.
Wilde Tiere im Großstadtdschungel.

Sonntag, 10. März 2013

Südkorea, Norwegen, Hamburg...

... das Wochenende war international und vor allem erholsam, wenngleich die Nächte kurz waren. Samstag Morgen irgendwann zwischen normalen Bettgeh- und normalen Aufsteh-Zeiten kamen zwei Freunde aus dem schönen Sachsenland ins ebenfalls schöne Hamburg. Während das Thermometer in der Woche hier wohl schon einmal frühlingshafte zehn Grad angezeigt haben soll, blieb es das Wochenende jedoch um die Null und das bei typischem Hamburg-Wetter. Will heißen: Es war grau in grau und aus den Wolken fielt etwas heraus. Bei plus minus zwei Grad ist das im Normalfall Schneematsch und so war es auch. Zum Sonntag fielen die Temperaturen konstant unter die Frostschwelle, so dass wir heute früh ungläubig auf 15 cm Neuschnee blicken konnten. Ja sind wir denn in Norwegen? Ein wenig schien es so. Den Samstag Abend hingegen waren wir nach Südkorea gereist - oder zumindest nach einer kleinen fußläufigen Tourirunde durchgefroren in einem südkoreanischen Restaurant angekommen. Nachdem mein Koreaaufenthalt nun schon eineinhalb Jahre her ist, war es super toll endlich mal wieder Kimchi zu essen und zum Hauptgang gab es Bulgogi. Hach, da fühlte man sich gleich wie im Urlaub.
Samstag Nachmittag direkt vor meiner Haustür im Schnee-
regen: Polizeigroßeinsatz.
Annyeonghaseyo und gamsahamnida (Schriftweise nicht unbedingt
verbürgt) konnte ich unserer Bedienung noch sagen. Das Essen
wurde koreatypisch am Tisch bereitet und Beilagen gab es in kleinen
Schalen, aus denen sich jeder nehmen konnte - natürlich mit Stäbchen. :)
Um es am Montag nicht so schwer zu haben aus dem Bett zu kommen, beschlossen wir den Wecker heute mal auf sechs Uhr zu stellen. - Ok, zugegeben ist in dem Satz ein Fehler, aber der liegt nicht (!) bei der Uhrzeit. Wir ließen den Wecker so zeitig klingeln, um auf den Hamburger Fischmarkt an der Elbe zu gehen. Es gibt zwei Varianten, um disen am Sonntag Morgen zu besuchen: Variante eins bedeutet nach einer durchfeierten Nacht direkt hin zu gehen/ zu schwanken und sich gegen den zu erwartenden Kater schnell noch ein Fischbrötchen einzuwerfen. Variante zwei, die wir wählten, bedeutet kleine verschlafene Äugelein, weil der Wecker einen unsanft einen Tag eher als gewohnt zu fießen Zeiten aus dem Bett haut. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! In der Fischhalle gibt es Live-Musik, um die noch oder schon wieder Partywilligen zu bedienen und draußen taucht man schnell in ein buntes Markttreiben ein in dessen Mitte verschiedenster frischer Fisch feilgeboten wird. An den Rändern des Marktes finden sich diverse andere Dinge, die das Herz noch begehren könnte: Bäcker, einen Fleischer, Hamburger Souvenirs, Schokolade, Kleidung und sehr häufig Obst- und Gemüsestände mit geflochtenen Körben, die vor Bananen, Fenchel, Orangen, Äpfeln, Zwiebeln, Weintrauben und vielem mehr überquellen, z.T. den Schriftzug Hamburg tragen und von den Marktschreiern lauthals angepriesen werden. Am Ende stapften wir mit einem schweren Obstkorb und einer großen Tüte geräuchertem Fisch durch den Schnee zurück zur Wohnung und gönnten uns nach dem Fischbrötchen auf dem Markt ein zweites Frühstück. Es war neun Uhr.
Man konnte wirklich meinen wieder auf dem Campus der
NTNU zu sein.

Die Kleinen mussten natürlich im Schnee spielen. ^^
Das letzte Woche der Frühling an die Tür geklopft hatte, ließ
sich nicht leugnen.
Das ist der FISCH-Markt. Ist wohl grad ein Schiff aus Übersee
und vielen exotischen Früchten eingelaufen...
Hier gibt es zwar keinen ganz, ganz, ganz frischen Fisch, aber der
Herr auf dem Bild hatte einfach die fotofreundlichste Kleidung an. :)
Auch René schaut ungläubig auf diese Schneemenge, die für
Hamburg wirklich nicht sonderlich üblich ist.

Freitag, 8. März 2013

Mein liebes Reisetagebuch...

... heute habe ich innerhalb Deutschlands wieder ein paar Kilometer des Weges zurückgelegt. Den Weg von der nächtlichen Ruhestätte zum Auto nicht zählend begann die Reise gegen acht Uhr auf dem Weg zur Arbeit (neutral). Im Radio hörte ich auf einem halben Ohr etwas von Tarifverhandlungen und erneuten Streiks und weitere Meldungen... - erneute Streiks? Bitte nicht am Flughafen. Die Überprüfung im Internet ergab: Doch am Flughafen. Soweit die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Es betraf 'nur' den Flughafen Köln/Bonn. Also war Umbuchen auf Düsseldorf eine Option. Dadurch sollte ich zwar erst später nach Hamburg kommen als ursprünglich geplant (schlechte Nachricht), aber immerhin würde noch recht zeitnah nach Hamburg ins Wochenende kommen (gute Nachricht). Da von den Kollegen auch noch jemand ab Düsseldorf flog, konnten wir gemeinsam zum Flughafen fahren (gute Nachricht) und dort war der Kollege so freundlich mich mit in die Lufthansa Senator Lounge zu nehmen, in der sich die Wartezeit in bequemen Sesseln bei einem Süppchen und etwas zu trinken ganz gut aushalten ließ (gute Nachricht) und leider musste ich diese Annehmlichkeiten länger in Anspruch nehmen, als mir lieb war, da der Flieger Verspätung hatte (schlechte Nachricht).

Die letzte Reiseetappe zur
Max-Brauer-Allee
Durch die kurzfristige Umbuchung saß ich in der drittletzten Reihe des ausgebuchten Fliegers (suboptimal). Am Zielort würde es wohl ein paar Minuten dauern, bis ich meinen Mittelsitz zwischen zwei recht korpulenten Mitreisenden (suboptimal) verlassen würde können. Spontan beschloss ich auf dem Flug endlich einmal das Mysterium des Tomatensafts im Flugzeug aus zu probieren. Doch, der rote Saft schmeckte wirklich ganz gut (positiv). In Hamburg ging es dann die letzten Kilometer nach Altona ziemlich schnell (gute Nachricht), so dass ich jetzt in meinem Zimmer sitze und auf den sächsischen Besuch fürs Wochenende warte.

Montag, 4. März 2013

Herdentrieb im magischen Dreieck...

... ist doch mal ein etwas außergewöhnlicher Titel und trifft die Erlebnisse der letzten Tage gleichzeitig recht gut. Innerhalb des 'magischen' Dreiecks findet derzeit mein Leben statt. Im Norden Deutschlands wohne ich, im Westen arbeite ich und im Osten, wo die Sonne aufgeht, war ich die letzten fünf Tage auf Heimaturlaub. Zunächst hieß es noch fleißig lernen und nachdem die Prüfung dann (sehr erfolgreich *g*) bestanden war, konnte ich ausspannen und das Wochenende genießen.
Der Kölner Dom von der Seite.
Sonntag Abend ging es dann auch schon wieder gen Köln, wo ich heute Morgen per Straßenbahn zum Hauptbahnhof wollte. Als ich kurz nach sieben Uhr in der Bahn noch leicht vor mich hin döste, hieß es plötzlich  "Bitte alle aussteigen." Es gab eine Störung. Die Bahn würde nicht weiter nach Köln, sondern wieder zurück nach Bonn fahren. Super. Zumindest konnte mir der Bahnfahrer auf Nachfrage sagen, dass man einfach nur zur nächsten Haltestelle laufen müsse und von dort der ÖPNV weiter gen Stadtzentrum verkehre. Dem Herdentrieb folgend (meine Kölner Ortskenntnisse sind überschaubar) schloss ich mich den pilgernden Massen zur nächsten Haltestelle an. Ein bisschen Frühsport hat bekanntlich noch keinem geschadet. Am Hauptbahnhof hatte ich sogar noch kurz Zeit einen Blick auf den Kölner Dom zu werfen, bevor es mit dem Zug noch ein knappes Stündchen weiter gen belgisch-holländische Grenze ging. Zum Glück fuhr der Regionalexpress durch und ließ die Fahrgäste nicht bis zur nächsten Haltestelle laufen. ^^