| Ein Teil der Langenbacher Mannschaft. |
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an. Kurt Tucholsky
Sonntag, 20. Oktober 2013
Ohne große Aufregung...
... verging die erste Vorlesungswoche des Wintersemesters an der TU Chemnitz. Ein paar Veranstaltungen an der Uni, altbekannte Gesichter wiedersehen und mit den Kommilitonen ausführlich über die Sommermonate quatschen. Im Grunde sind die ersten beiden Vorlesungswochen im Semester immer die Entspanntesten.
Am Samstag stand im schönen Langenbach im Erzgebirge ein Wettkampf an: die Sachsenmeisterschaft im Kreuzheben. Ähnlich wie in der Uni war es schön, überall wohlbekannte Gesichter um einen herum zu sehen. Reisen und Wettkämpfe in den entlegensten Ecken dieser Erde möchte ich nicht missen, aber Heimwettkämpfe haben auch ein besonderes Flair.
Sonntag, 13. Oktober 2013
Herbstbild...
...Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt
(Friedrich Hebbel)
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Die letzte Etappe...
... der Frankreich-Reise war Paris. Um diese Stadt kommt man einfach nicht herum. Es ist fast unmöglich mit dem Zug aus dem Westen Frankreichs kommend nicht durch die Hauptstadt geschleußt zu werden, wenn man nach Deutschland will. Frankreich ist und bleibt zentralistisch und das Zentrum ist Paris. Alle Wege führen nach Rom? Mitnichten. Alle Wege führen immer wieder nach Paris und es ist wirklich eine sehenswerte Stadt, wenngleich ein Großstadtaufenthalt nicht das ist, was ich unter Urlaub verstehe - zumindest nicht die Art Urlaub, nach der man entspannt zurück nach Hause kommt. Es ist eher die Art Urlaub, nach der man erschöpfter ist, als zuvor. Zusammen mit ein paar Freunden aus Norwegen oder auch allein begab ich mich vier Tage lang auf Entdeckungstour. Theoretisch könnte ich über jeden einzelnen Tag endlos viel schreiben, aber dafür fehlt mir die Zeit zum Schreiben und euch dann sicherlich auch zum Lesen. Deshalb möchte ich mich vor allem auf Bilder beschränken, in deren Beschriftung noch einige Informationen enthalten sind.
Kunst wird groß geschrieben in Paris. Vielleicht kann man die Anzahl der offiziellen Museen noch benennen, doch schon bei der Anzahl privater Galerien und Ateliers dürfte es schwierig werden und dann sind da ja auch noch unzählige Straßenkünstler, deren Arbeiten oftmals nicht weniger faszinierend sind. Moderne, Klassik, Surrealismus. Skulpturen, Installationen, Gemälde, Grafiken, Fotografien. Unter Glas im Museum oder als Grafitti an eine Mauer gesprüht. In Paris wird wohl jeder fündig und dabei habe ich bisher nur die bildenden Künste genannt!
Ich habe die drei großen Museen Louvre, Musee d'Orsay und Centre Pompidou ganz oben auf meiner Liste gehabt - gehört wohl irgendwie zur Bildung dazu, wenn man ein bisschen Zeit in Paris hat und außerdem kommen EU BürgerInnen bis einschließlich 25 Jahre kostenfrei rein. Das wollte ich schnell noch einmal ausnutzen. So bestaunte ich beeindruckende und bekannte Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten (bspw. Rodin, van Gogh, Cézanne, Monet, da Vinci, antike Skulpturen etc. pp.) und zumindest für Kunstlaien wir mich augenscheinliche Banalitäten (bspw. Brecht's Anordnung von Regal, Kleiderständer und Tisch). Der Espace Dalí war nicht schlecht, aber ich hätte es viel größer und umfangreicher erwartet. Besonders in Montmartre lohnt es sich auch einfach durch die Straßen zu schlendern und den Künstlern direkt bei der Arbeit zu zuschauen.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich mir in Paris meine Kulturdosis für die nächsten Monate abgeholt habe. Aber natürlich hat Paris mehr zu bieten, als nur Kultur. Nur mit Platz (z. B. fürs Parken von Autos) sieht es im wahrsten Sinne des Wortes eng aus.
| Jardin du Luxembourg - eine der grünen Oasen Mitten in der trubeligen Metropole. |
| Das reich verzierte Hôtel de Ville. |
| Nahe der Börse. |
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| Drei der Kirchen von Paris: die etwas unbekannte aber sehr beeindruckende St Eustache, der Klassiker Notre Dame und die weißen Kuppeln von Sacre Coeur. |
| Zwei der vier recht hässlichen Bürotürme der französischen Nationalbibliothek (BNF), Standort F. Mitterand direkt an der Seine. |
| Nahe der BNF. |
| Die Seine mit Blick auf Notre Dame. |
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| Das Centre Pompidou und seine Umgebung. |
| Wenn man in die großen Museen will, sollte man Zeit mitbringen - im Museum und auch schon in der Schlange davor, um überhaupt eingelassen zu werden. |
| Blick aus einem Fenster des Louvre. Im Dunst zu sehen von links nach rechts sind der Eiffelturm, Place de la Concorde mit dem Obelisken, Triumpfbogen und dahinter die Hochhäuser von La Defense. |
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| Blick von einer Seine Brücke auf den Louvre links und das Musée d'Orsay am rechten Ufer. |
| An der zentralen Halle des Musée d'Orsay ist leicht zu erkennen, dass dieses Museum früher ein Bahnhof gewesen ist. |
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| Blick vom Vorplatz der Sacre Coeur über Paris. |
Ich habe die drei großen Museen Louvre, Musee d'Orsay und Centre Pompidou ganz oben auf meiner Liste gehabt - gehört wohl irgendwie zur Bildung dazu, wenn man ein bisschen Zeit in Paris hat und außerdem kommen EU BürgerInnen bis einschließlich 25 Jahre kostenfrei rein. Das wollte ich schnell noch einmal ausnutzen. So bestaunte ich beeindruckende und bekannte Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten (bspw. Rodin, van Gogh, Cézanne, Monet, da Vinci, antike Skulpturen etc. pp.) und zumindest für Kunstlaien wir mich augenscheinliche Banalitäten (bspw. Brecht's Anordnung von Regal, Kleiderständer und Tisch). Der Espace Dalí war nicht schlecht, aber ich hätte es viel größer und umfangreicher erwartet. Besonders in Montmartre lohnt es sich auch einfach durch die Straßen zu schlendern und den Künstlern direkt bei der Arbeit zu zuschauen.
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| Der Louvre ist wohl das bekannteste Kunstmuseum der Welt. Der Gebäudekomplex selbst wäre auch ohne all die Kunstwerke darin schon sehenswert. |
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| Einige Skulpturen im Louvre. |
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| In Centre Pompidou findet sich die Kunst der Moderne. |
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| Musée d'Orsay: es tat gut, sich mal ein paar Minuten setzen zu können. |
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| "Le surréalisme c'est moi" - Salvador Dalí. |
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| Interessant ist vieles - egal ob van Gogh's Selbstporträt oder der Eiffelturm ein wenigmodifiziert wurden, ganze Beine bildlich verspeist werden oder man dem Künstler bei der Arbeit zuschaut. |
| Ich werde in Paris lieber nie parallel parken. |
| Natürlich kann ich den Blog nicht ohne ein Bild vom wohl bekanntesten Wahrzeichen Paris enden lassen. |
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| Für den Parc de la Villette mit dem Wissenschafts- und Industrie- park hatte ich am letzten Abend leider nur noch eine halbe Stunde. |
| Vom Ostbahnhof ging es dann zurück nach Deutschland. |
Freitag, 4. Oktober 2013
Der Kopf der Welt...
... oder auch das Ende der Erde. Die Sichtweise auf den nordwestlichsten Zipfel Frankreichs wird durch die Sprache bestimmt: 'Penn-ar-Bed' auf Bretonisch oder eben 'Finistère' auf Französisch. Für mich ist es einfach nur eine wunderschöne Region zum Leben, Arbeiten oder eben auch Urlaub machen. Man hat das Meer, den Wind, steile Küstenabschnitte gefolgt von breiten Sandstränden, kleinen Dörfern mit mindestens einer Crêperie, freundliche Menschen und zumindest in der Nebensaison nur eine geringe Anzahl von Touristen. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann regnet es noch nicht einmal. :)
Ich hatte bei meinem zweiten Reiseabschnitt in Frankreich großteils Glück. Das klassisch bretonische Wetter von früh dickem Nebel, später Sonnenschein gefolgt von Regen wiederum gefolgt von Sonnenschein und eventuell erneutem Regen hatte ich nur an einem der vier Tage. Ansonsten schien die Sonne so kraftvoll auf diesen Kopf der Welt hinab, dass die Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius schwankten und ich mir Ende September tatsächlich noch mal einen leichten Sonnenbrand zuzog.
In der Bretagne besuchte ich meine alte AuPair Familie. Während des Tages, als die zwei Kinder in der Schule waren, hatte ich jedoch immer genug Zeit für mich, um per Fahrrad oder auf Schusters Rappen altbekannte sowie neue Wege an der bretonischen Küste zu entdecken.
Die meiste Zeit verbrachte ich so nah am Meer, wie es nur ging, doch auch die bretonischen Dörfer und (kleineren) Städte haben ihren Reiz. So gilt das noch aus dem 16. Jahrhundert baulich authentisch erhaltene Locronan schon seit jeher als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und wurde durch eine Umfrage im Anschluss an eine TV Dokumentationsreihe mit mehreren Dörfern in Frankreich letztes Jahr offiziell auf den zweiten Platz gewählt. Doch auch in Plogonnec und fast allen anderen Orten der (westlichen) Bretagne finden sich die typischen Natursteinhäuser.
Bretonen sind stolz darauf, Bretonen zu sein. So verwundert es nicht, an Autos häufig entsprechende Sympathibekundungen zu lesen. Auch die schwarz-weiße Flagge der Bretagne ist ein gern gezeigtes Zeichen von Regionalstolz. Eine der vielen Redewendungen in der Bretagne lautet: Frankreich ist ein kleines Land zwischen der Bretagne und Belgien.
Einen Tag (den mit Sonne- und Regenwechsel) nahm ich den Bus nach Camaret-sûr-Mer, einem meiner Lieblingsflecke in Finistère. Kleine Trampelpfade führen durch Wald und Wiesen sowie auf und ab entlang der Küste. Traumhafte Ausblicke beim Wandern.
Das ständige Wandern und Radfahren macht natürlich auch hungrig. Die Bretagne bietet eine große Auswahl an kulinarischen Spezialitäten. Das wohl bekannteste bretonische Essen sind die Crêpes. Kennen wir in Deutschland Crêpes vor allem als süße Speise, die es auf Jahrmärkten oftmals auf die Hand gibt, reiht sich in bretonischen Orten nicht selten eine Crêperie an die andere. Eine Crêperie ist ein Restaurant, in dem es Crêpes gibt. Buchweizencrêpes (im den östlichen Departments der Bretagne meist Galett genannt) werden herzhaft (Käse, Wurst, Gemüse, Meeresfrüchte...) gefüllt, die aus normalem Weizen bilden das süße Dessert. Sehr lecker! Daneben werden in der Bretagne natürlich viele Meeresfrüchte gegessen und ganz, ganz viel (mit Meersalz gesalzene) Butter. Wer Gebäck oder andere Konditorreiprodukte verkaufen will, schreibt am besten gleich großbuchstabig auf die Verpackung 'pur beurre'. Wer bretonisch bäckt, braucht viel Butter. So kommen beim Kouign Amann auf 250g Mehl 200g Butter. Der Quatre Quart besteht, wie der Name schon andeutet, zu vier gleichen Teilen aus Mehl, Butter, Zucker und Eiern. Fett ist ein Gechmacksträger.
Ich hatte bei meinem zweiten Reiseabschnitt in Frankreich großteils Glück. Das klassisch bretonische Wetter von früh dickem Nebel, später Sonnenschein gefolgt von Regen wiederum gefolgt von Sonnenschein und eventuell erneutem Regen hatte ich nur an einem der vier Tage. Ansonsten schien die Sonne so kraftvoll auf diesen Kopf der Welt hinab, dass die Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius schwankten und ich mir Ende September tatsächlich noch mal einen leichten Sonnenbrand zuzog.
In der Bretagne besuchte ich meine alte AuPair Familie. Während des Tages, als die zwei Kinder in der Schule waren, hatte ich jedoch immer genug Zeit für mich, um per Fahrrad oder auf Schusters Rappen altbekannte sowie neue Wege an der bretonischen Küste zu entdecken.
| Vom Urlaub profitieren heißt zeitig aufstehen, statt nur im Bett zu liegen. |
| Häuser am Plage de Kervel - 'meinem' Strand nur 30-45 Fahrradminuten von Plogonnec entfernt. |
| Breiter Sandstrand, wenige Menschen. Rechts im Hintergrund kann Douarnenez erahnt werden - eine hässliche Hafenstadt. |
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| Küstenimpressionen. |
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| Während Ebbe kann man beispielsweise Muscheln (zum Essen) sammeln. |
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| Bilder aus Locronan, Plogonnec und Quimper. |
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| Aufkleber am Autoheck zeigen häufig Figuren in bretonischer Tracht. |
| Ein Moment mit ein paar mehr Wolken am Himmel. |
| Urlaub - es geht mir gut. |
| Hoch auf den Klippen thront ein Denkmal für die nie vom Meer zurück Gekehrten. |
| Die See ist hier ein wenig ruhiger, aber trotzdem erinnert mich das Bild stark an Caspar David Friedrichs 'Wanderer über dem Nebelmeer'. |
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| Trauriger Weise ist an diesem tollen Strand das Baden verboten. Im Treibsand lauert die Gefahr. |
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| Ohne Worte. |
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| Wunderschöne bretonische Küste. |
| Eine weitere bretonische Weisheit: Wenn du in der Bretagne ankommst, regnet es. Wenn du sie wieder verlässt, weinst du. |
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Jetzt ist Schluss...
... mit dem T-Shirt Wetter. In Deutschland heißt es Winterjacke rauskramen. Habe ich mir in der Bretagne am Strand noch einen Sonnenbrand geholt und abends um elf draußen in einem Pariser Straßencafė gesessen, begrüßte mich Chemnitz heute Morgen mit Bodenfrost.
Bilder und ausführlichere Berichte gibt es demnächst.
Bilder und ausführlichere Berichte gibt es demnächst.
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