Montag, 24. Juni 2024

Friedliche Tage in CZ...

 ... verbrachten wir Anfang Juni am Stausee Nechranice in der Nähe von Komotau. In den 1960er Jahren wurde der an der Deichkrone über drei Kilometer lange Staudamm gebaut, der der längste Damm Mitteleuropas sein soll und die Eger aufstaut. Der Stausee dient der Energiegewinnung und ist auch ein tolles Naherholungsgebiet. 

Im See versuchen viele Angler ihr Glück.
Zwischen Campingplatz und Deichkrone spülte es
leider auch viel Müll an. Traurig, dass sich dieses
Bild mittlerweile an fast jedem Gewässer der
Welt wiederholt.

Wir verbrachten unsere Zeit in einer Ferienwohnung direkt am Nordrand des Sees fernab von Zivilisationslärm. Nachdem das Prasseln unseres Feuers erloschen war, hörten wir nachts nur das Rauschen des Windes in den Blättern der Bäume, Tiere und den Regen, der aufs Dach fiel. Auch wenn über die vier Tage unseres Aufenthaltes weniger Regen fiel als prognostiziert, so waren Gummistiefel und Regenjacken dennoch wichtige Begleiter. Auch stieg der Wasserpegel des Stausees innerhalb von drei Tagen um geschätzt einen halben Meter, wie wir direkt am Uferbereich sehen konnten. 

Testen der Regenstärke nach Ankunft.
Was kümmert mich der Regen? Beim
Baden werde ich ohnehin nass! :)
Eine friedliche Gegend.
Am ersten Abend stand die Hollywoodschaukel
kaum im Wasser. Dann stieg der Pegel des
Stausees durch den Regen.

Mit Regenkleidung ausgestattet wagten wir uns auf ein paar Ausflüge rund um die Ferienwohnung. Regenwetter hat seinen ganz eigenen Charme. Die Luft ist klar und sauber. Bunte Punkte einer Blumenwiese oder unsere farbigen Jacken fielen im Grau viel stärker auf als bei blauem Himmel. Es gibt andere Dinge zu entdecken als wenn die Sonne scheint. 

Wir kletterten die glitschigen Stufen
hinab zum Stausee Nechranice.
Dann bahnten wir uns unseren Weg entlang des Ufers.
Es ging uns gut! :)
Die grobe Richtung war stets klar.
Nur war es auf dem Rückweg
nicht so einfach einen
Weg zu finden.
 
Eine wunderbare Wildblumenwiese im Vordergrund,
unsere Ferienwohnung und dahinter der Stausee.

Wie erwähnt regnete es entgegen des Wetterberichts jedoch nicht die ganze Zeit durch und so folgten auf Regenpausen dann auch noch einige sonnige Stunden, die wir natürlich ebenso genossen. 

Unterwegs zur Inspektion des Zustandes
des Zufahrtweges.
Gut, dass die Gummistiefel dicht waren.
Früh lugte die Sonne hinterm Haus hervor.
Nachmittags genoss ich ein paar
wärmende Strahlen auf der Terasse.
Abends verschwand die Sonne hinter den Bäumen.

Freitag, 7. Juni 2024

Eine Bootsfahrt...

 ... die ist lustig, eine Bootsfahrt macht viel Spaß - besonders, wenn man selbst aktiv werden muss, um diese zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Bereits vor acht Jahren paddelte ich mit einer Gruppe Freunde in einem großen Schlauchboot die Elbe flussabwärts von Wehlen bis zum Blauen Wunder in Dresden. Wie damals waren auch jetzt für die Strecke sechs Stunden vom Bootsverleih angegeben. Entgegen zu damals schafften wir die Strecke jedoch nicht in unter vier Stunden, sondern benötigten knapp sieben Stunden. Das lag sicherlich daran, dass wir diesmal mit kleinen Kindern unterwegs waren und mehrere ausgedehnte Spiel- und Badepausen entlang der Elbe einlegten. Das Paddeln selbst stand nicht so sehr im Vordergrund als vielmehr die gemeinsame Zeit und ein entspanntes Miteinander. Gleichzeitig war es gut, dass wir nicht noch länger benötigten, denn ähnlich wie beim Paddelausflug auf der Zwickauer Mulde mit den Kollegen letztes Jahr erreichten wir mit den ersten Regentropfen eines Gewitters unser Ziel und flüchteten in ein Restaurant, bis das Unwetter weitergezogen war. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag draußen auf dem Wasser. 

In Wehlen warten die Paddelboote auf ihren Einsatz.
Los ging die Reise.
Unser erster Schaufelraddampfer des Tages: die Pirna.
Unser erster Halt. Schon schön im Elbtal.
Blumenpracht und Gänse am Flussufer.
Leicht bewölkter Himmel und angenehme Temperaturen -
für den Großteil der Strecke hatten wir ideales Paddelwetter.
Die alte Elbbrücke in Pirna.
Die Steuerfrau. :)
Ein Päuschen in Ehren kann keiner verwehren.
Die Mündung der Wesenitz. Das Wasser des Elb-
nebenflusses war deutlich klarer aber auch kälter
als das der Elbe.
Im Zweifel paddelt einer für zwei.
Während unseres vierten Haltes gegenüber von
Schloss Pillnitz fuhr die Dresden an uns vorüber.
Auf den letzten Metern. Das Blaue Wunder ist
schon in Sichtweite.
Direkt nach dem Gewitter spülte der Loschwitzbach
viel Schlamm in die Elbe.
Eine halbe Stunde später strahlte die Sonne am Himmel
als ob nie etwas anderes gewesen wäre.

Dienstag, 4. Juni 2024

Motorradstadt...

 ... darf sich Zschopau seit knapp drei Jahren ganz offiziell genehmigt durch das sächsische Innenministerium nennen. Inoffiziell war die rund 9.000 Einwohner zählende Stadt im Erzgebirge sicherlich schon länger so bekannt, denn der Motorradbau in Zschopau reicht schon über 100 Jahre zurück und eine Zeit lang gehörte das MZ-Werk zu den größten Motorradproduzenten der Welt. An all das wird im Motorradmuseum innerhalb der historischen Mauern von Schloss Wildeck erinnert. 

Die Ursprünge von Schloss Wildeck reichen mit dem Dicken Heinrich, damals noch etwas niedriger als heutzutage, knapp 900 Jahre zurück. Der Wehrturm wurde errichtet, um die Furt durch die Zschopau zu schützen, die den Nucleus der Stadtentwicklung darstellte. Wer mich kennt weiß, dass ich gern auf Türme, Berge und andere Aussichtspunkte klettere und so mussten wir natürlich auch den Bergfried in Zschopau besteigen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten muss man auch nicht mehr umständlich über eine Leiter zum Hocheingang hinaufkraxeln, sondern kann ganz bequem ebenerdig eintreten und anschließend eine (Wendel-)treppe rund dreißig Meter in die Höhe emporklimmen, um von dort über die Motorradstadt Zschopau zu blicken.

Ein Motorrad und der Dicke Heinrich -
die zwei Symbole von Zschopau.
Quak.
Blick in den Hof vom Jagdschloss Wildeck.
Die Aussicht vom Bergfried lohnt.
Die Zschopau fließt durchs Tal.
Ums Schloss Wildeck ist heute ein schöner,
öffentlich zugänglicher Garten angelegt.