Sonntag, 8. Mai 2016

Ostküste impliziert...

... Strand und Meer und da wir an der US Ostküste im Urlaub waren, soll es abschließend noch um unsere Erlebnisse am Meer und in Boston, dass für seine Meeresspeisen bekannt ist, gehen. Einen sehr windig und dadurch auch recht kühlen Tag Anfang März verbrachten wir zu dritt in Newport, Rhode Island. Der pittoreske kleine Ort ist vor allem durch seine Villen aus dem 18. und 19. Jh., eine Festung ebenfalls aus dem 19. Jh. und auch einige naturbelassenen Strände bekannt und bei Besuchern vor allem im Sommer sehr beliebt. Ende August 2009 hatte ich den Ort zum ersten Mal besucht und Gefallen an ihm gefunden, so dass ich mich über die Möglichkeit freute, noch einmal dorthin zurück zu kehren. Anfang März konnten wir die Gegend großteils ohne andere Touristen, aber dafür mit reichlich Wind genießen. Zunächst schlenderten wir an der recht verlassenen Hafenmeile entlang und stärkten uns mit ein paar Heißgetränken, bevor wir um das Fort Adams herumwanderten. Richtig gekleidet war es nicht so wirklich kalt sondern einfach toll, sich die steife Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen. Ich bin und bleibe ein Meer-Mensch.
Zu Beginn des Tages hatten wir noch überschüssige Energie.
Spaziergang entlang Fort Adams. Im Hintergrund die Newport-
Brücke nach Jamestown.
Eine Möwe zerlegt ihr selbstgefangenes Mittagessen.
Im Südosten von Newport gibt es einen reichlich fünf Kilometer langen Cliff-Walk, also ein Wanderweg direkt am Meer auf dessen einer Seite das Wasser beständig gegen die Felsen brandet und auf der anderen Seite des Weges hinter meist hohen Zäunen ragen einige der Villen aus vergangenen Tagen empor, die heutzutage teilweise als Museen für um die 30$ Eintritt für Touristen zugänglich sind. Es sind definitiv imposante Bauten dabei. Wir genossen aber hauptsächlich das Natürliche statt das vom Menschen errichtete.
Das größte Herrenhaus in Newport.
Bei der Benamung der drei Hauptstände von Newport schienen die Bewohner nicht sonderlich einfallsreich gewesen zu sein. Zugegebener Maßen hat zumindest der First Beach noch einen anderen Namen, aber prinzipiell zählen die Newporter ihre Strände einfach durch: first, second und third. Allerdings tun die Namen am Ende nichts zur Sache, denn schön sind sie alle und bei unserem Besuch waren wir weit und breit allein, so dass es kaum Zeugen gab, als ich ohne Bademeister im Dienst bis zu den Knöcheln in den Atlantik watete.
Dünendurchgang zum Second Beach.

Präparation für die Fußwaschung...
... im gar nicht sooooo kalten Atlantik.









Den tollen Tag am Meer ließen wir in der 50 km nördlich gelegenen Kleinstadt Bristol, RI in einem irischen Pub mit ein paar Neuengland-Spezialitäten aus dem Meer ausklingen. Als Appetizer bestellten wir Clam Cakes und English Stuffings. Bei den Muschel-Kuchen handelt es sich um eine Art herzhafte Krapfen, bei denen man geschmacklich jedoch nichts mehr von den Meerestieren schmeckte, dafür aber das Hungergefühl sehr schnell los wurde. Stopften taten auch die English Stuffings, die aus zwei großen gefüllten Muschelhälften bestanden und bei denen der Name auch Programm war, die aber zudem gut schmeckten.  Als krönendes Hauptgericht bestellte ich mir eine Schüssel Clam Chowder: eine sämig, sahnige Muschelsuppe die wirklich gut schmeckt, aber auch nicht ganz kalorienfrei war. Ein kleiner Verdauungsspaziergang nach dem Essen tat also noch Not um den Tag abzurunden.
Seafood von der Ostküste: Clam Chowder & English Stuffings.
Boston schauten wir uns ganz entspannt in zwei Tagen an. Den ersten Tag verließen wir die S-Bahn am Porter Square in Cambridge. Die 100-tausend Einwohnerstadt grenzt direkt im Norden an Boston. Die Stadtgrenzen gehen ineinander über, so dass man beim groben Blick auf die Karte von Europa aus gesehen alles vereinfachend als Boston-Gegend bezeichnen kann. Allerdings ist Cambridge doch auch als eigener Ort recht bekannt, was vor allem wohl daran liegt, dass es gleich zwei Elite Hochschulen beheimatet: Harvard und das MIT. Auf unserem Weg die Massechusets Avenue entlang kamen wir an beiden vorbei. Im Großraum Boston wirkte auf uns alles recht klein und nah beieinander. Von Harvard zum MIT sind es keine drei Kilometer und der Freedom Trail, der 17 berühmte Sehenswürdigkeiten der Stadt verbindet, ist auch nur vier Kilometer lang.
Cambridge: Harvard, Rathaus und MIT.
Der Freedom Trail eröffnet wirklich eine schöne Möglichkeit einen Großteil des historischen Bostons als Tourist zu erkunden und bietet den Reiz, dass man trotz Ortsunkenntnis nicht ständig auf die Karte schauen muss, da die Route durch einen roten Strich auf dem Boden gekennzeichnet ist. Was zunächst vielleicht ein wenig seltsam klingt, ist sehr praktisch. Teilweise war der Weg mittels einem mit Farbe aufgebrachten Strich gekennzeichnet, teilweise waren zwei Reihen der Pflastersteine rot, während die Umliegenden grau waren und zeigten auf diese Weise den Weg. Ein bisschen fühlten wir uns wie bei Hänsel und Gretel. Der Freiheitspfad beginnt in den Boston Commons, dem ältesten Stadtpark der USA, der auch einen alten Friedhof und vor allem sehr viele kleine Eichhörnchen beherbergt. Wenn man Zeit hat, kann man einfach nur da sitzen und das Treiben der kleinen Tierchen beobachten. Das erste bekannte Gebäude entlang des Weges steht direkt an der nordöstlichen Seite des Parks. Es ist das neue Massachusetts State House, unter dessen vergoldeter Kuppel die Regierung des Bundesstaates sitzt. Es löste Ende des 18. Jahrhunderts das Old State House ab, welches 1713 erbaut worden war und als wichtiger Treffpunkt für einige Vordenker und Organisatoren der amerikanischen Unabhängigkeitskriege fungierte. In den USA also ein sehr historisch bedeutsames Gebäude. Heute steht das Old State House inmitten von Wolkenkratzern.
Meine kleinen amerikanischen Eichhörnchenfreunde.
Massachusetts State House mit der weithin sichtbaren goldenen Kuppel.
Das historische, 1713 erbaute Old State House.
Der Freedom Trail führt auch an der Faneuil Hall entlang, die im 18. Jahrhundert als Markthalle erbaut wurde. Trotz einem deutlich größeren Neubau zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wurde auch dieses Gebäude bald zu klein für den Bedarf der Stadt und so  entstand der dahinterliegende Quincy Market und seine zwei Nebengebäude: North and South Market. heute finden sich verschiedenste Läden in den Gebäuden. Das mittlere 163 Meter lange Granitgebäude beherbergt fast ausschließlich (Fastfood) Restaurants aller Arten: von Burger über Smoothies, von Nudeln über Hummer, von indischem Essen über Frozen Yoghurt, von Truthahn über Süßgebäck, von Pommes über Pizza, von Gyros über Bagles, von Salat über Kaffee bis hin zu Muschelsuppe in einer Brotschüssel bekommt man im Quincy Market eigentlich alles. Quincy Market gehört zu den Plätzen, die ich definitiv immer besuche, wenn ich in Boston bin und so war es auch dort, wo ich mich entschied Hummer zu probieren. Es schmeckte nicht schlecht, aber auch nicht so, dass ich es als außergewöhnliches Geschmackserlebnis bezeichnen würde. So eine schöne Muschelsuppe schmeckt mir persönlich besser. Zum Nachtisch probierten wir ein Nationalgebäck von Massachusetts: den Boston Cream Pie. Naja, es handelt sich um zwei Lagen Biscuitkuchenteig mit einer Art Puddingschicht in der Mitte und Schokoglasur obenauf. Das Gebäck war typisch amerikanisch viel zu süß und sonst, ähnlich wie der Hummer, ganz gut, aber kein atemberaubendes Geschmackserlebnis.
North Market, Quincy Market und South Market.
Eine kleine Essensauswahl von Quincy Market. Mittig rechts
ist der Boston Creme.
Noch lebender Hummer links und dann farblich intensiv
leuchtend nach dem Kochen fertig zum Essen.
Der Freedom Trail verläuft später noch weiter durch das Northend, wo traditionell die italienischen Einwanderer in Boston zu Hause sind und entsprechend viele italienische Restaurants anzutreffen sind. Zeitlich reichte es bei uns nicht, um uns in ein Restaurant zu setzten, aber für ein Eis auf die Hand reichte es allemal.
Das obligatorische Urlaubs-Eis-Ess-Bild.
Auf der anderen Seite des Charles Rivers führt der Freedom Trail zur 1797 erbauten USS Constitution, welches das älteste noch seetüchtige Kriegsschiff der Welt ist. Zum Granit-Obelisken in Charlestown (dem Bunker Hill Monument) liefen wir am Ende nicht mehr. Man muss sich ja noch Aktivitäten für mögliche spätere Besuche offenhalten.
USS Consitution mit zugehörigem Museum.
Unseren letzten Tag in den USA verbrachten wir noch einmal in Massachusetts Hauptstadt. Nach dem Einchecken im Hotel liefen wir durch den Finanzdistrikt in Richtung der South Station und von dort zu einem historischen Punkt, der nicht entlang des Freedom Trails liegt: dem Ort der Boston Tea Party. Heute liegen noch zwei Schiffe vor Anker am Steg mit dem Tea Party Museum. Bei einer gebuchten Tour kann man dann auch Revolutionär spielen und eine Kiste vom Schiff ins Wasser werfen, die dann sogleich vom Tourführer an einem Seil wieder nach oben gezogen wird. Spielerische Geschichte.
Wir übernachteten im Finanzviertel.
Museum und Boston Tea Party Schiff vor Wolkenkratzern.
Bei traumhaft blauem Himmel und Frühlingssonne schlenderten wir später weiter die Waterfront entlang, schauten den Seehunden vorm Neuengland Aquarium zu und betrachteten die Flugzeuge beim Landeanflug auf den Logan International vor dem sich orange verfärbenden Himmel.
Waterfront Boston.
Kleine und große Privatboote an den Anlegeplätzen.
Ein irischer Kobold kurz vor
dem St. Patrick's Tag.
Auf dem Rückweg zum Hotel hatten wir noch unseren Spaß in einem Laden, der wie fast alle Geschäfte Anfang März in der Neuenglandregion diverse Artikel im Zusammenhang mit dem irischen St. Patricks Day anbot. Unverhofft stießen wir auf dem Rückweg zum Hotel zudem noch auf einen Straßenmarkt, auf dem hauptsächlich Obst und Gemüse angeboten wurde und das zu sehr günstigen Preisen. Da Vitamine nie schaden, kauften wir uns dort noch einen kleinen Abendsnack, den wir uns gemütlich im Hotel sitzend schmecken ließen.
Markt mit frischem Obst und Gemüse zu guten Preisen.
Urlaubsausklang mit frischem
Obst im Hotelzimmer.
Am nächsten Tag folgte der unvermeidliche Heimflug zurück nach Deutschland, doch die Flugroute von Newark aus verlief so entlang der Ostküste, dass wir Boston noch einmal wunderschön bei Nacht zu sehen bekamen.
Boston und Umgebung aus dem Flieger gen Europa.
Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos.

Sonntag, 1. Mai 2016

Endlich Ruhe...

... war ein Gefühl, das bei uns in der letzten Woche in den USA aufkam. Per Bus waren wir am 5. März (ja, ich bin ein bisschen in Schreibverzug) nach Worcester, MA gefahren, wo uns eine Freundin von mir abholte, die auf einer Farm westlich von Boston arbeitet und wo wir die zweite Woche großteils verbringen wollten. Jemanden vor Ort zu kennen ist unbezahlbar. Man ist gleich viel weniger Tourist und erlebt vieles deutlich authentischer. Unser Urlaubshighlight war deshalb auch das Sammeln von Ahornsaft und dessen Einkochen zu Ahornsirup. Wir kaufen heutzutage so viele Lebensmittel, ohne zu wissen, wie sie eigentlich hergestellt werden. Bei ökologisch hergestelltem, 100%igem Ahornsirup kenne ich den Herstellungsprozess jetzt aus erster Hand.
Mit einem Pickup auf dessen Ladefläche diverse Eimer, zwei große  Plastikfässer und verschiedenes Werkzeug gelagert waren, fuhren wir zu verschiedenen Grundstücken, auf denen große Ahornbäume standen. In die Bäume waren meist zwei Metallzapfhähne eingeschlagen, die auch über einen Metallhaken verfügten, an dem ein silberner Metalleimer hing, in den der Ahornsaft tropfen konnte. Allgemein sollten Bäume erst ab einen Alter von etwa 40 Jahren und einem bestimmten Stammumfang zur Ahornsirupgewinnung genutzt werden. Das Wetter spielt bei der Ahornsaftgewinnung auch eine entscheidende Rolle und damit meine ich nicht Regen, Sonnenschein oder Wind, sondern die Temperaturen. Im Idealfall hatten die Bäume über den Winter eine mehrwöchige Ruheperiode, in denen die Temperaturen durchgängig im Minusgradbereich waren. Die Ahornsirupsaison beginnt dann im meist im späten Januar wenn Nachts Frost ist, aber tagsüber die Sonne das Thermometer auf über null Grad Celsius steigen lässt. Dann nämlich beginnen die Bäume die in den Wurzeln gespeicherte Stärke hinauf zu den Ästen zu transportieren und das ist der Zeitpunkt, in der der Mensch den Saft abzapfen will. Ist es auch tagsüber frostig, fließt kein Saft. Ist es zu warm, wird der Saft gelblich und muss weggeschüttet werden, will man die gute Qualität erhalten. Im Idealfall ist der Ahornsaft direkt aus dem Baum kommend nämlich kristallklar.
Diese Temperaturrestriktionen erklären auch, weshalb die sogenannte "Sugaring-season" je nach Jahr nur vier bis acht Wochen anhält. Ein Baum kann innerhalb eines Tages einen der auf den Fotos abgebildeten Metalleimer zum Überlaufen bringen, was einer Saftmenge von ca. 4 Litern entspricht, oder aber leer bleiben. Interessant fanden wir auch, dass der Inhalt der beiden Eimer vom selben Baum sehr unterschiedlich ausfallen kann: einer kann fast voll, der andere fast leer sein oder in dem einen findet sich eine kristallklare, in dem anderen eine dunkelgelbe Flüssigkeit. Das Ahornsaftsammeln ist natürliche Landwirtschaft mit all seinen Unwägbarkeiten, die die Pflanzen und das Wetter und möglicher Weise Schädlingsbefall mit sich bringen.
Ahornbäume mit je 2 Eimern zum Auffangen des Ahornsafts.
Ein Deckel hält groben Schmutz von oben fern.
Da wir in der zweiten Märzwoche teilweise tagsüber Temperaturen bis zu 20°C hatten, war es auch die letzte Woche, in der noch Ahornsaft gesammelt wurde und wir mussten häufig den Inhalt der Eimer wegschütten, da es farblich oft Urin glich. Der Sammelprozess sah nun so aus, dass wir mit dem Pickup zu einem Gelände mit mehreren angezapften Bäumen fuhren, uns große weiße Eimer von der Pickup Ladefläche griffen und dann von Baum zu Baum gingen und den Inhalt der Metalleimer in die weißen Eimer umschütteten, mit denen wir zurück zum Pickup gingen und dort den Inhalt der weißen Eimer in zwei große blaue Fässer schütteten, die so gesichert waren, damit sie beim Fahren nicht umfielen und den kostbaren Saft verschütten. Am Ende fuhren wir zurück zur Farm, wo die Weiterverarbeitung begann.
Ein halbvoller Eimer mit
klarem Ahornsaft.
So ist die traditionelle Sammelweise des Saftes und vor allem auch dann sinnvoll, wenn man nicht 50 Bäume auf einem Haufen stehen hat. Die großen, industriellen Produzenten verbinden die Bäume direkt mit Plastikschläuchen (statt Eimer an die Zapfhähne zu hängen), so dass der Saft von vielen Bäumen an einer zentralen Stelle gesammelt wird. Das spart Laufarbeit, ist natürlich aber auch ungünstig, wenn bspw. ein Baum dunkelgelben Saft absondert, was dann nicht gleich auffällt und ggf. eine größere Menge Ahornsaft verunreinigt.
Glasklarer Saft ist ideal. Je gelber die Flüssigkeit wird, umso
eher muss man sie wegkippen.
Zurück auf der Farm kippten wir den Inhalt aus den blauen Fässern wieder in die weißen Eimer (die Farben sind übrigens für den Prozess irrelevant ^^) und trugen den Ahornsaft zum sogenannten Verdampfer (evaporator). In einem großen Metallbecken, welches über einer Kammer ist, in der ein Holzfeuer lodert, findet die erste Einkochstufe statt. Bereits dort erhält der spätere Ahornsirup seine charakteristisch braune Farbe, die durch Karamelisierung des Zuckers entsteht. Da eins der Ziele der Farm auf der wir waren die Bildung der Bevölkerung bezüglich natürlicher landwirtschaftlicher Prozesse ist, stand der Verdampfer gut zugänglich auf einer überdachten Terrasse im Freien, so dass Besucher beim Eindampfprozess zuschauen konnten und den Ort zu finden war nicht schwer, denn sobald der Ahornsaft einmal in seinem Becken brodelte und daraus Nebelschwaden emporstiegen, roch es in der gesamten Umgebung des Verdampfers zuckersüß nach Ahornsirup.
Die Flüssigkeit, die dort am Ende in große Kochtöpfe abgefüllt wurde, war noch deutlich dünnflüssiger als klassischer Ahornsirup. Die endgültige Einkochstufe erfolgte dann in einer klassischen Großküche auf der Farm, weil dort die Temperatur deutlich besser kontrolliert werden kann, als im holzbefeuerten Ofen und die Temperatur ist durchaus wichtig, denn ist sie zu niedrig, bleibt der Sirup zu flüssig und ist nicht so lange haltbar. Ist es jedoch zu heiß, bilden sich zu viele Zuckerkristalle und die Konsistenz verändert sich erneut, was nur gewünscht ist, will man bspw. Ahornzuckerbonbons oder -butter herstellen. Es war interessant, nacheinander den klaren Saft, dann die erste Einkochstufe und am Ende den fertigen Sirup zu probieren. Für einen Liter Sirup benötigt man übrigens etwa 40 Liter Saft - in manchen Jahren auch mehr. Den fertigen Sirup genossen wir natürlich am nächsten Morgen stilecht bei einem Blaubeer-Pancake-Frühstück.
Die Ausbeute aus den Eimern von den Bäumen wird in 2 großen
Fässern auf dem Pickup gesammelt.
Die erste Einkochstufe erfolgt im Verdampfer auf
der Farm im Freien, so dass jeder zuschauen kann.
Der Arbeit Lohn genossen wir am nächsten Morgen stilecht
mit Blaubeer-Pancakes. Der Sirup ist in der Tasse links.
Neben dem erholsamen Arbeitseinsatz genossen wir die Zeit auf der Farm und in deren Umgebung bei Wanderungen durch Wälder und entlang von Seen; ließen das "klassisch amerikanische" Flair der weiten Wege mit einzelnen Holzhäusern ohne Zäune an der Grundstücksgrenze entlang der breiten Straßen auf uns wirken; schnitten für das Abendessen auf der Farm biologisch angebaute Möhren, Kartoffeln, Rüben, rote Beete und Kohlrabi, die wir zuvor aus dem Gemüsekeller nebenan geholt hatten und bestaunten die ersten zwei Lämmer, die in dem Jahr geboren worden waren. Dabei lernten wir, dass die natürlich Farbe von frisch geborenen Lämmern (wir sahen sie nach nur einem Tag) schwarz ist. Alles in allem bot der Farmaufenthalt ein erholsames Kontrastprogramm zum Großstadtstress.
Findling auf einer Anhöhe auf dem Farmgelände.
Mit Brownies in der Hand auf dem Heimweg vom Einkaufen
im Zentrum von Lincoln, MA.
Wandern durch das Assabet River National Wildlife Refuge.
See im Wald des Wildlife Refuge.
Entspannen nach einem langen Wandertag.
Der Walden Pond war kalt, sehr kalt. Kurz
bebadet musste er trotzdem werden. ^^
Graue Wolken und leichter Regen - nicht immer schien die Sonne.
In der Scheune drängten sich zahlreiche hoch-
schwangere Schafe.
Zwei Lämmer, keine zwei Tage jung.
Während wir abends entspannt beieinander saßen, schoben wir dann noch einen getrockneten Maiskolben in die Mikrowelle und schmatzten warmes Popkorn, während wir uns gegenseitig von vergangenen Reisen, den Abenteuern des Tages oder geplanten Ausflügen erzählten.
Popkorn frisch aus der Mikrowelle mit ein paar Maiskörnern
noch ungepoppt am Kolben.