Montag, 16. Juni 2025

Weltmeisterschaft in Chemnitz...

 ... hieß es die letzte Woche über. Vom 8. bis 15.6.2025 fanden in Chemnitz die Weltmeisterschaften der Aktiven im Kraftdreikampf statt. Das rief in mir natürlich Erinnerungen hervor an meine aktive Zeit in diesem wundervollen Sport und ganz besonders an die Europameisterschaft, die vor genau zehn Jahren ebenfalls in Chemnitz ausgetragen wurde und bei der ich damals Bronze im Bankdrücken gewann. 

"Nur" Zuschauerin und dennoch
voll dabei. 
Diesmal schaute ich lediglich an zwei Tagen als Zuschauerin vorbei. Es war super. Auch wenn ich von den aktiven AthletInnen niemanden persönlich kannt, so stellte sich doch direkt nach dem Betreten der Richard-Hartmann-Halle im Herzen der Stadt ein Gefühl von Vertrautheit ein - einerseits durch die Atmosphäre und andererseits durch einige altbekannte Gesichter auf Seiten der HelferInnen und Offiziellen. Am ersten Tag verbrachte ich die meiste Zeit mit Quatschen. Am zweiten Tag vor Ort fieberte ich in der Gewichtsklasse, in der ich früher gestartet wäre, beim Kampf um die Medaillen mit.  Die Weltmeisterschaft war super organisiert und ein tolles Aushängeschild für den Sport und die Kulturhauptstadt Europas 2025. 

Blick an einem ruhigen Nachmittag in den Aufwärm-
bereich, auf die Bühne und in den Zuschauerraum.
 
Es wurde mitgeschrien, mitgelitten und mitgefreut.
Blick in die Zuschauerränge. Findet Redhead. 

Sonntag, 8. Juni 2025

Die Männelmacher...

 ... wohnen bekannter Maßen im Erzgebirge und die inoffizielle Hauptstadt der Männelmacher ist Seiffen. 

"Männelmacher?" fragt ihr? Für LeserInnen, welche nicht aus dem (Rand-)erzgebirge oder zumindest Sachsen kommen sei erklärt, dass es sich dabei um die Menschen handelt, die aus Holz wunderschöne, klassische Weihnachtsdekoration herstellen, also Schwibbbogen, Räuchermännchen, Nussknacker, Pyramide, Bergmann und Engel - all die Dinge, die die Erzgebirgsregion in der Vorweihnachtszeit auf bezaubernde Weise strahlen lassen.  

Von der Talsperre Rauschenbach bis Seiffen sind es nur gut 15km, was mit dem Auto rund 20 Minuten Fahrzeit entspricht. Mein letzter Besuch in Seiffen war schon eine ganze Weile her und die Kinder waren noch nie da und ein paar andere aus unserer Reisegruppe wollten sich Seiffen auch (mal wieder) anschauen. Also statteten wir den Schauwerkstätten des Ortes einen Besuch ab. Drechseln, Feilen, Spanbaum stechen, anmalen, zusammenkleben - ich finde es immer wieder spannend den talentierten HandwerkerInnen zuzuschauen. Es gibt in den Schauwerkstätten auch die Möglichkeit selbst Hand anzulegen und vorgefertigte Teile selbst zusammen zu basteln und ggf. noch zu bemalen. Das taten wir natürlich und werden uns von nun an in der Weihnachtszeit an unseren Unikaten, self-made im Erzgebirge, erfreuen. 

In Seiffen ist das ganze Jahr über Weihnachten. 
Beeindruckend zu sehen, welche Holzkunst alles
zum Sortiment gehört. Von großen bis ...
... kleinen Figuren, für die Weihnachts- wie die 
Osterzeit oder einfach so als Dekoration.
Um die Figuren besser anmalen zu können,
werden sie auf solche Stäbe gesteckt. 
Eine klassische Holzkrippe im Vordergrund. Dahinter
sind die verschiedenen Stufen in der Herstellung 
eines Spanbaums zu sehen. 
Zum Spanbaumstechen eignet sich wohl nur 
Lindenholz.
Einige der Bausätze, um selbst kreativ zu werden.
Links und rechts fertige Nussknacker. In der
Mitte sind sie halb zusammengebaut.

Irgendwann wird es (Kindern) mit all den kleinen filigranen Holzfiguren dann verständlicher Weise doch langweilig. Seiffen hat vorgesorgt und bietet mit einer Erlebniswelt auch im Sommer Rodelvergnügen und einen rießigen Abenteuerspielplatz für alle Alterskategorien. Die im Norden des Ortes gelegene Erlebniswelt können wir vollumfänglich empfehlen. 

Die Sommerrodelbahn in Seiffen.
Auf dem Spielplatz kann getobt werden.
Ausruhen ist am Ende des Tages aber auch wichtig!
Der künstlerische Umgang mit dem Holz wird 
nicht nur in Seiffen gelebt. Die ganze Region ist 
dafür bekannt und stolz darauf. Hier eine Haus-
wand in Neuhausen.

Samstag, 7. Juni 2025

Die Talsperre Rauschenbach...

 ... liegt im Erzgebirge genau an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien, wobei der überwiegende Teil auf deutschem Staatsgebiet liegt. Wir verbrachten Ende Mai einige Nächte in einem Ferienhaus auf tschechischer Seite. Gestaut werden in der Talsperre die Flöha, die aus dem Tschechischen kommend Flájsý potok heißt, und der Wernsbach, welcher für gut drei Kilometer Grenzfluss zwischen den beiden Ländern bildet. 

Letztes Jahr waren wir am Stausee Nechranice, wo wir auch baden waren und einige Personen mit Ruderbooten auf dem Wasser gesehen haben.  Das funktionierte in Rauschenbach leider nicht, da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt, welche vor knapp 60 Jahren fertig gestellt wurde. Eine schöne Gegend zur Erholung ist es natürlich dennoch und Angler dürfen vom Ufer aus ebenfalls ihr Glück versuchen. Wir schauten diesen lediglich zu, streiften durch das Waldgebiet und entspannten in unserer Ferienwohnung. 

Talsperre Rauschenbach im Erzgebirge. Blick von
der tschechischen auf die deutsche Seite. 
 
Impressionen unseres gemütlichen Ferienhauses.
Viele Menschen haben viel Hunger.
Zähneputzen nicht vergessen! 
Frisch gestärkt auf Erkundungstour 
durch den Wald. 
Im Wald gibt es viele Tiere zu entdecken. 

Wieder Blick von CZ nach Dtl.
Noch mehr Tiere.
Schlangenwiesenknöterich am Stauseerand.