Dienstag, 19. November 2019

Fast den nördlichsten Punkt Rügens...

... stellt das Kap Arkona dar. Die in die Ostsee ragende Steilküste ist dort bis zu 43 Meter hoch. Es gibt zwei Leuchttürme und einen ebenfalls der Navigation von Seeleuten dienenden Peilturm, zudem Bunker aus NS- und DDR-Zeiten, Überreste einer slawischen Kultstätte und natürlich ganz viel Meer.
Wir besuchten das Kap an einem Nachmittag Ende Oktober nach der Umstellung auf Winterzeit, so dass es relativ zeitig bereits dunkel wurde. Der Sonnenuntergang am Kap Arkona tauchte die Gegend in wunderschön warmes Licht, welches in Kontrast zu den gefühlt eisigen Temperaturen stand.
Der Peilturm bei Sonnenuntergang.
Blick vom Peilturm auf die zwei Leuchttürme am Kap Arkona.
Kühl war es, aber die Aussicht nach 111 Stufen war es wert.
Wie schon im Frühjahr 2017, reiste Redhead auch diesmal wieder zu den im Nationalpark Jasmund gelegenen bekanntesten Kreidefelsen Rügens und zum ehemaligen KdF-Bad Prora.
Königstuhl und Prora
Wanderweg durch den Buchenwald des Nationalparks Jasmund.
Blick von der Victoria-Sicht. Links zu sehen ist der Königsstuhl.
Pilze entlang des Weges.
Am Königsstuhl hatte sich nach meiner Erinnerung nicht wirklich etwas geändert. In Prora unterdessen war die Sanierung und der Ausbau der Blöcke weiter vorangeschritten. Noch immer sind jedoch nicht alle Teile des mehrere Kilometer langen Kolosses saniert. Diesmal schaute ich mir auch die am nördlichen Ende liegenden Ruinen von Prora an, welche aus Sicherheitsgründen eingezäunt sind. Die Sowjetarmee hatte dort nach dem 2. Weltkrieg Sprengungen vorgenommen. Da ganz Prora heute unter Denkmalschutz steht, werden die Ruinen jedoch nicht abgerissen.
Abschnitt eines fertig sanierten Blocks.
Noch unsanierter Block im Nordteil. Ganz links ist der nördlichste
erhaltene und bereits fertig sanierte Teil zu sehen, in dem die
Jugendherberge untergebracht ist.
Die Ruinen von Prora ganz im Norden sind abgesperrt.
Trotz der Tagesausflüge blieb auch noch genügend Zeit die Umgebung unserer Ferienwohnung in Juliusruh, Breege zu erkunden und entlang der Schaabe an der Wasserkante zu spazieren. Die Ostsee bietet zu jeder Jahreszeit Spaß und Erholung. Das Meer zieht mich in den Bann und brachte auch kleine große Kinderaugen zum Staunen.
Der Park von Juliusruh in herbstlicher Tracht.
Ab ans Wasser.
Die Nehrung Schaabe zieht sich und bietet somit viel Platz
für Besucher am Strand.
Das Meer fasziniert jund und mitteljung. ;)
Am letzten Abend.

Montag, 11. November 2019

Hiddensee...

... hieß unser Ziel an einem sehr sonnigen, windstillen und verhältnismäßig warmen Tag Ende Oktober. Die knapp 17 Kilometer lange, fast autofreie Insel bot verschiedenen SchriftstellerInnen, SchauspielerInnen, TänzerInnen und anderen KünstlerInnen im Laufe der Jahre zumindest zeitweise Heimat und Inspiration. Heute zählt die Insel in den Sommermonaten täglich über 2.500 Tagestouristen zusätzlich zu den auf der Insel übernachtenden Urlaubern. Der Tourismus bildet für die rund 1.000 Einwohner der Insel entsprechend den Hauptwirtschaftsfaktor. Fährverbindungen auf die Insel gibt es ganzjährig von Schaprode auf Rügen und Stralsund. Wir setzten mit einem der letzten Schiffe dieses Jahr von Breege aus über und starteten somit mit einer reichlich einstündigen Bootsfahrt durch die Rügener Boddenlandschaft in den Tag.
Kaiserwetter früh am Morgen im Hafen von Breege.
Auf dem Weg nach Hiddensee.
Bei bester Sicht zeichneten sich in der Ferne die Kirchen von
Stralsund deutlich über dem Wasser ab.
Wir erreichten Hiddensee am Hauptort Vitte, hielten uns dort allerdings nicht lange auf. Als Tagestouristen hatten wir nur vier Stunden Aufenthaltszeit auf der Insel und die wollten wir nutzen, um das Hochland von Hiddensee zu erkunden. Als ich das erste Mal vom Hiddenseeer "Hochland" hörte, musste ich noch schmunzeln, doch mit Erhebungen von bis zu 72 Meter ü.N.N. darf man den nördlichen Teil der Insel schon rechtmäßig als solches bezeichnen. Zunächst führte uns jedoch ein flacher Weg auf einem Deich in den nördlich von Vitte gelegenen Ortsteil Kloster, benannt nach dem im 13. Jh. dort gegründeten Zisterzienserkloster.
Von Vitte nach Kloster.
Ideales Ausflugswetter.
Ende Oktober kann man auf Hiddensee sicherlich mehr Ruhe
genießen, als im Hochsommer.
Weidewirtschaft.
Nach einer Mittagspause in Kloster stapften wir bergan bis zu einer Raststelle mit wunderschönem Blick über die Insel, die sich gen Süden vor uns erstreckte. Noch ein paar Meter weiter durch den Wald erreichten wir den Leuchtturm Dornbusch. Die Sicht war super und so konnten wir bis zur 55 Kilometer entfernten Steilküste von Dänemark schauen. 
Blick nach Süden über Hiddensee.
Ein perfekter Tag.
Der Leuchtturm Dornbusch.
Im Schatten des Leuchtturms.
Ein bisschen Spaß muss sein.
Bevor wir mit dem Boot von der kleinen Insel Hiddensee auf die große Insel Rügen fuhren, suchte ich noch ein paar Minuten Ruhe am Strand und fand diese auch.
Die alte Windmühle Vitte Hiddensee.
Am liebsten wäre ich ins Wasser gesprungen. Leider fuhr das Schiff
bereits viertel vier zurück, so dass nur Zeit für das Eintauchen
der Hand und der sehnsuchtsvolle Blick aufs Meer blieben.
Hiddensee bietet Wandermöglichkeiten, Tiere, Meer, weichen weißen Sandtstrand und ganz viel Ruhe. Bereits der eine Tag hat auf mich sehr entschleunigend gewirkt. Ich weiß nicht, wie es im Hochsommer auf der Insel zugeht, aber unser Besuch hat auf jeden Fall Lust auf einen weiteren Besuch gemacht um das ggf. herauszufinden.
Rückfahrt von Hiddensee nach Breege auf Rügen.