Sonntag, 27. November 2016

Erster Advent im Bikini am Strand...

... ist für mich auch ein neues Erlebnis. Bei 30°C mit Meeresrauschen im Ohr im Schatten zu entspannen ist sehr angenehm, lässt aber keine Weihnachtsgefühle aufkommen. Deshalb beginnt die Weihnachtszeit für uns dieses Jahr erst mit den zweiten Advent nächste Woche, wenn wir zurück in Deutschland sind. Noch ist der Gedanke aber sehr weit weg. Die letzte Woche war voller Erlebnisse und unzähliger Eindrücke. Erst waren wir drei Tage im Dschungel im Landesinneren und dann drei Tage auf einer kleinen Insel in der Andamanensee.
Im Khao Sok Nationalpark liegt der Cheow Lan See - ein durch den Bau des Ratchaprapha-Damms 1982 entstandener Stausee. Dort haben wir in schwimmenden Bambushütten übernachtet, sind bei 90% Luftfeuchte durch den Dschungel gewandert, haben unter anderem Makaken, Gibbons, Nashornvögel, Spinnen, Schlangen, Fledermäuse, unzählige bunte Schmetterlinge, Geckos und diverse Spuren von Wildschweinen und Maleibären gesehen. Wir sind früh um sieben mit einen Longtailboot durch die tiefhängenden Wolken auf den Stausee gefahren, vorbei an den bis zu 800 Metern steil aufragenden Felsen. Nachmittags bin ich dann mit dem Kajak ein bisschen durch die Gegend gepaddelt, ehe wir uns vor dem tropischen Regenschauer in der kleinen Hütte verkrochen haben. Zumindest brachte der Regen aber ein bisschen Abkühlung nach der drückenden Nachmittagssonne. Außerdem war es spannend den verschiedenen Geräuschen des Dschungels zu lauschen. Besonders beeindruckend und für manchen sehr nervig war das laute Zirpen, manchmal dem Gekreische einer Kreissäge ähnelnde, Geräusch der Zirkaden, die einen früh pünktlich 6:10 Uhr weckten und dann am Nachmittag zwischen drei und fünf erneut von sich hören machten.
Auf dem See..

So viel Grün im Dschungel.
Leicht verschwitzt im Dschungel.
Wackelige Stege verbinden die Hütten.


Früh hängt noch der Nebel überm See.
Die nächsten drei Tage verbrachten wir auf den Surin Inseln. Auch dort sahen wir viele verschiedene Tiere. Auf dem Land waren die Highlights Affen und fliegende Lemuren neben den unzähligen Krabben und Einsiedlerkrebsen. Unter Wasser gab es leider viele abgestorbene Korallen. Die drei Hauptgründe sind wohl direkte Einwirkungen durch Menschen (unvorsichtige Schnorchler, Fischernetz...), die Erwärmung der Meere und noch die Auswirkungen des Tsunamis 2004. Allerdings haben wir auch viele neu wachsende Korallen gesehen. Wir fanden Nemo und wir fanden Dori. Wir sahen einen Löwenfisch, Seesterne, bunte und weniger bunte Fischschwärme, Seegurken und eine Seeschlange, bunte Muscheln und viele, viele andere Unterwasserlebewesen. Am zweiten Tag entdeckten wir einen Oktopus, der langsam über den Meeresboden glitt und dabei seine Farbe wechselte. Unser absolutes Highlight beim Schnorcheln hatten wir jedoch am dritten Tag kurz vor dem Mittagessen. Ich schwamm an der Riffkante entlang, blickte nach links gen offenes Meer und sah unscharf etwas sehr großes, schwarz und weiß. Vorsichtig schwamm ich in diese Richtung. Die Konturen wurden schärfer und ich dachte nur noch "wow!" Ein Manta Rochen schwebte nur wenige Meter entfernt von mir durchs Wasser. Die Eleganz mit der das Tier anmutig durchs Wasser glitt war wunderschön. Ein paar Minuten ließ er sich beobachten, dann glitt er tiefer in Richtung offenes Meer. 
Tolle Erlebnisse gab es jedoch nicht nur unter Wasser. Auch auf den Inseln hab es viel zu entdecken. Teilweise leider auch extrem viel Müll. Bei jedem Schnorchelausflug sammelten wir ein paar Plastetüten ein. Am schlimmsten sah es an einem Strand aus, an dem sich die einheimischen Seenomaden ein paar Pfahlhäuser errichtet hatten. Es war eines der ersten Dinge, die wir von den Surin Inseln sahen und ich hätte heulen können. Dieser Scheiß-Plastemüll muss abnehmen!!!
Gleichzeitig gab es auch verlassenere und saubere Strände, die mit weißem Sandstrand, türkisblauem Wasser, sattgrünen Bäumen und blauem Himmel wie aus einem Werbekatalog entnommen wirkten und auch die Sonnenuntergänge am Abend werden beide immer bei mir im Gedächtnis bleiben.
Keine Nachbearbeitung, sondern ein pobliges Handybild.
Blick beim Aufwachen aus dem Zelt.
Das Leben ist schön!
Es war wunderschön an Abend.

Samstag, 19. November 2016

Schilder in Thailand...

... sehen manchmal ähnlich aus, wir bei uns, häufig jedoch irgendwie ganz anders. Zum Teil ist die Bedeutung zwar klar, aber es hält sich niemand daran. Bei anderen schmunzeln die Betrachter ob der abgebildeten Dinge. Wieder andere veranlassen zu lautem Lachen. Doch schaut euch die kleine Auswahl einfach selbst an.
Da stehen doch einige Zweiräder in der
entsprechenden Verbotszone.
Zu diesem Thai-Schild gibt es recht klare
Entsprechungen in Deutschland.
In dieser Unterkunft ist es
verboten bestimmte Früchte
mitzubringen. Durian wird
manchmal auch als Stinkfrucht
bezeichnet. Noch haben wir sie
nicht probiert. Noch nicht.
Interessant finde ich hier die Darstellung der
Kopfbedeckung der rechten Figur.
Andere Airlines haben eine Lounge für
ihre guten Kunden. Bei Thai scheint es
Rotlichtbereiche mit Kuchen zu geben. ^^
In den Wat (Tempel) sieht man häufig
einen für Frauen verbotenen Bereich. Der
Hintergrund ist, dass Frauen menstruieten.
Mag man von diesem religiösen/ traditionellen
Grund halten, was man mag: wenn es um das
"unreine" Blut geht, sollte man die Sache wenigstens
richtig durchdenken. Dann dürfen Männer mit offenen
Wunden ebenfalls nicht eintreten, Mädchen und Frauen
nach der Menopause und Frauen zwischen ihrer Regel
schon. So durchdacht ist das aber natürlich nicht.
Mein (bisheriger) Favorit ist dieses
Hinweisschild zur Toilette.

Freitag, 18. November 2016

Baden und lokale Speisen essen...

... sind zwei Dinge, dir für mich zu einem erholsamen und interessanten Urlaub dazu gehören. Also haben wir genau diese zwei Aktivitäten zentral in unsere letzten beiden Tage in Nordthailand eingeplant.
Gestern waren wir an Grand Canyon von Thailand. Ich war bereits am echten Grand Canyon. Es ist südlich von Chiang Mai in vielerlei Hinsicht gänzlich anders, aber schön war es an beiden. Der "Grand Canyon" hier entspricht am ehesten einem gefluteten Tagebau mit hohen Steilwänden. man kann bspw. im Wasser entspannen oder von einer der Wände ins angenehm warme Nass springen. Wir erholten uns dort von der stressig lauten Stadt. Hin fuhren wir übrigens mit einem TukTuk. Rückzu fuhren wir in einem Songthaew (zu einem Sammeltaxi umgebauter Pickup) mit.
Der Grand Canyon von Thailand.
Urlaubsstimmung.
Ein Tritt hilft beim Einsteigen ins Songthaew.
Man nimmt auf einer von zwei Längsbänken Platz und
schon fährt das Sammeltaxi los.

Heute kamen zu Flugzeug, Songthaew, Minivan und TukTuk noch zwei weitere Verkehrsmittel hinzu, die wir in Thailand bereits benutzt haben: Zug und Fahrrad. Beide waren in einen Ausflug nach Lamphun eingebettet, wo wir einen Thai-Kochkurs besuchten und damit den ganzen Tag beschäftigt waren. Früh schlenderten wir zunächst (zum wiederholten Mal) über einen der unzähligen Straßenmärkte hier und bekamen einige grundlegenden Zutaten der thailändischen Küche erklärt, mit denen wir später kochen sollten. Meine ersten zwei Gänge bestanden aus einer lokalen scharfen Hühnersuppe und Gemüse, Hühnchen, Cashews und Reis. Später stellte ich selbst eine gelbe Currypaste her, die danach die Basis für ein entsprechendes Curry wurde. Zum Nachtisch gab es bei mir Bananen-Frühlingsrollen und Kürbis in Kokosmilch. Da jeder von uns sein eigenes Menü zusammenstellen konnte, probierte ich am Ende aber auch andere lokale Spezialitäten wie Papaya-Salat und Klebreis mit Mango. Kurzum: es war alles sehr lecker. Unsere Kochlehrer waren super und es ist einfach toll, wenn man nach dem Kochen nicht selbst sauber machen muss.
Blick auf einen lokalen Food-Markt...
... in meinen Wok...
... und auf uns.

Natürlich haben wir die ganze vergangene Woche schon lokale Speisen probiert. Frisches Obst (die gelbe Mango hier ist spitze) gehörte genauso dazu wie Reis in Bananenblättern, Fruchtsmoothies, alle möglichen Thai-Gerichte entweder mit Reis oder verschiedensten asiatischen Nudeln und auch frische Kokosnuss. Letzteres schmeckte uns beiden leider gar nicht. Die Kokosnuss ist randvoll mit Kokoswasser, das jedoch unserer Meinung nach leicht nach Chlor schmeckte. Wir haben es insgesamt zwei Mal probiert. Ich werde mich die nächsten zwei Wochen wohl eher wieder an frische Fruchtsäfte halten. Was wir auch noch probieren wollen sind andere Obstsorten von hier wie bspw. Durian - die sogenannte Stinkfrucht. Bisher haben unsere Mägen alles gut vertragen.
Mit frischer Kokosnuss im Restaurant.
Trotz dem Lächeln auf dem Foto nicht
unser Geschmack.

Mittwoch, 16. November 2016

Tempel, Elefanten und Himmelslaternen...

... prägten unsere letzten vier Tage in Chiang Mai. Ich hatte schon zweimal einen Text dazu für euch verfasst, aber zweimal würde dieser leider nicht gespeichert. Etwas frustriert werde ich euch deshalb jetzt nur ein paar erste fotografische Eindrücke zukommen lassen. Mehr Text (und eine bessere Fotoqualität als die der Handkamera) gibt es dann, wenn ich wieder in Deutschland bin.
Weißer Stein und goldener Chedi im Wat Suan Dok.
Hier ein nicht so gut gepflegter Ched.
Die meisten Pagoden sind reichlich verziert.


Von Montag zu Dienstag waren wir im Elephant Nature Park. Elefanten in Privatbesitz in Thailand haben keine wirklichen Rechte. Sie meisten leiden unter dem Einsatz in der Holzgewinnung, Zirkus, Touristenreiten, betteln auf der Straße oder ähnlichem. Das Training ist meist brutal und mit Schmerzen und Angst für die Tiere verbunden. Der Elephant Nature Park kauft private Tiere auf (ein alter Elefant über 60 kostet immer noch gern 40.000$) und lässt sie in einem wunderschönen grünen Tal ihren Lebensabend verbringen. Auch dort können Touristen (die Tiere Kosten eben auch) Elefanten anschauen und ihnen beim Füttern oder Nassspritzen im Fluss sehr nahe kommen, doch wenn ein Elefant gerade woanders hin läuft, dann läuft der Elefant eben woanders hin und wird nicht mit spitzen Haken zurückgehalten. Zu dem Projekt und der ganzen Thematik gibt es noch viel mehr zu schreiben, aber auch dazu später mehr.
Liebenswürdige Riesen.

Frühmorgens gegen acht.
Die Elefanten baden im Fluss Ping.
Schlamm schützt vor Sonne und Insekten.
Als wir Dienstag Abend nach Chiang Mai zurückkehrten, stand der Höhepunkt des Loy Krathong Festes an. Dieses Fest des Lichtes wird immer um den Vollmond im November gefeiert. Dazu gehört es hübsch dekorierte Schiffchen aus Bananenblättern, Blumen, einer brennenden Kerze und Räucherstäbchen auf den Fluss zu setzen und Himmelslaternen in die Nacht steigen zu lassen. Auch zu diesem Fest ließe sich noch viel schreiben, aber bei Interesse könnt ihr für Hintergrundinformationen ja auch eine große Internetsuchmaschine bemühen.
Unsere Himmelslaterne kurz vor dem Abheben.
Auf dem Wasser treibende Krathongs
und Himmelslaternen in der Nacht.
Es war wunderschön.

Samstag, 12. November 2016

Sehr entspannend...

... waren die zehneinhalb Stunden in der Economy Klasse des A380 von Frankfurt nach Bangkok nicht unbedingt und auch die zweieinhalb Stunden Verspätung mit der unser Anschlussflug nach Chiang Mai abgehoben ist, waren für mein seelisches Wohlergehen nicht hilfreich aber nach knapp zwei Tagen hier bin ich jetzt sehr entspannt. Dazu trugen unter anderem knapp 13 Stunden Nachtschlaf und eine einstündige Thaimassage auf dem Rückweg zur Unterkunft bei.
Gestern hat es zum Teil noch sehr stark geregnet. Das hielt und von ersten Erkundungen natürlich trotzdem nicht ab und heute erkundeten wir bei 30°C fleißig weiter. Wir fuhren Songthaew (Sammeltaxi, Pickup mit umgebauter Ladefläche - sehr praktisch, Preis vorab aushandeln), kauften frischen Guavensaft, Mango, Rosa Apfel, ready to eat Kokosnuss und in Bananenblätter gewickelten süßen Klebreis. Wir besuchten den Wat Doi Suthep, den bekanntesten Tempel von Chiang Mai mit goldenem Chedi hoch über der Stadt im Nationalpark, liefen noch eine Weile durch den Nationalpark, besuchten bereits zwei kleinere Nachtmärkte und überlebten auch unbeschadet klassisches Thai-Essen, welches der Kellner uns mit "spicy" und einem fragenden Blick, ob wir westlichen Touristen das wirklich essen wöllten ankündigte. Lassen wir uns überraschen, was wir noch alles erleben werden. Bisher ist es sowohl aufregend als auch entspannend.
Goldener Chedi im Wat Doi Suthep.
Die Farbmusterung des Stammes war toll.
Guavensaft mit Blume von einem Baum
entlang der Straße.

Donnerstag, 3. November 2016

Nur noch eine Woche...

... und dann geht es auf ins nächste Reiseabenteuer. In genau sieben Tagen werden wir in einem Flugzeug sitzen, welches uns nach Thailand bringt. Zunächst werden wir den Norden um Chiang Mai, der Rose des Nordens, erkunden. Nach  etwa einer Woche fliegen wir dann in den Süden nach Surat Thani, von wo aus wir das Landesinnere durchqueren, am Cheo Lan See ein paar Tage auf schwimmenden Bambus-Häusern verbringen, ehe es weiter zur Adamanensee im Westen geht. Fische gucken auf den Surin und Similan Inseln und dann einfach noch ein bisschen die Seele in Khao Lak baumeln lassen. Redhead hält euch auf dem Laufenden, was am anderen Ende der Welt so passiert.