Dienstag, 29. September 2015

Burgen, Schlösser, Festungen, Denkmäler und Ruinen...

... wohin das Auge blickt gibt es auf 67 Kilometern links und rechts des Rheins von Rüdesheim/ Bingen bis Koblenz. Entlang des oberen Mittelrheintals finden sich 65 Burgen oder zumindest deren Überreste. Ein bekanntes Internetnachschlagewerk beschreibt diese Gegend mit der größten Burgendichte der Welt folgendermaßen: "Im Herzen Europas gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt das Tal die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wider. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, den rebenbesetzten Hängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen gilt es als Inbegriff der Rheinromantik."
Burg Rheinfels ins St. Goar - die größte
Festungsanlage der Gegend.
So ziemlich genau in der Mitte bei Rheinkilometer 555 ragt der sagenumwobene Loreleyfelsen ins  Wasser. Beidseitig des Rheins finden sich dort die Orte St. Goarshausen und St. Goar. In letzterem hatten wir für die Dauer unseres Urlaubes unsere Basis, von der aus wir häufig zu Fuß, manchmal per Auto und auch per Boot die Welterbegegend erkundeten.
Heute möchte ich zunächst von der Bootstour berichten, die wir von St. Goar bis hinauf (Das liegt in diesem Falle südlich. "Hinauf" bezieht sich auf die Fließrichtung des Flusses und nicht auf die Himmelsrichtungen.) nach Rüdesheim unternahmen und in deren Verlauf wir viele alte Gemäuer bestauen konnten. Mein "Berichten" soll sich in dem Sinne auch großteils auf die Bebilderung des aktuellen Eintrags beschränken:
Burg Maus im Norden von St.
Goarshausen beherbergt eine
etwa 80 jährige Dame.
Burg Katz überthront St. Goarshausen
und ist im Besitz eines Japaners.

Mit dem Wetter hatten wir im Urlaub nicht immer Glück. Fast immer regnete es am Morgen bis in den frühen Nachmittag hinein oder war zumindest recht neblig, so dass wir regelrecht zum Ausschlafen gezwungen wurden - wäre nicht das Problem mit dem Bäcker gewesen, der nur zwischen 6:30 Uhr und 9:30 Uhr geöffnet hatte... An dem Tag unseres Bootsausflugs jedoch hatten wir Glück und wunderbar blauen Himmel mit Schäfchenwolken für die Aufhübschung der Fotos.
Auf dem Berg die Schönburg in Oberwesel.
Links die Burg Gutenfels über Kaub und
aus dem Wasser ragt Pfalzgrafenstein empor.
Burg Stahleck in Bacharach.
Noch ein Stück stromaufwärts die
Ruine Fürstenberg.
Auf dem Schiff kam zu jeder der Burgen, die wir passierten, eine kurze Durchsage - auf Deutsch, Englisch, Chinesisch und Japanisch. Die Touristenzielgruppe ist folglich klar.
Die Heimburg in Rheindiebach ist die am
niedrigsten gelegene Burg im oberen
Mittelrheintal.
Burg Sooneck - eine wahre Raubritterburg.
In Trechtingshausen derzeit mit Baugerüst
die Burg Reichenstein, auch Falkenburg genannnt.
Und wenn man denkt, das wars
doch langsam, kommt die Burg
Rheinstein.
Für die Fahrt von St. Goar bis Rüdesheim stromaufwärts brauchten wir insgesamt drei Stunden. Den Rückweg bewältigte das Schiff in weniger als Zwei.
Zwischen Assmannshausen und Rüdesheim liegt die Ruine Ehrenfels.
Am Rande von Bingen: der Mäuseturm.
In Bingen die Burg Klopp.
Kurz vor der Bootslandestelle kommen wir
noch an der Brömser Burg vorbei.
Nachdem wir also drei Stunden auf dem Boot gesessen und uns ausgeruht hatten, beschlossen wir in Rüdesheim nicht faul mit der Seilbahn den Weinberg hinauf zu fahren, sondern nutzten die drei Stunden Aufenthalt, die uns vergönnt waren, für eine kleine Wanderung.
Inmitten der Weinberge über Rüdesheim thront das
Niederwalddenkmal.
Das Niederwalddenkmal wurde in Andenken an den Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 errichtet und ist 37 Meter hoch. Auf der Spitze thront die Germania und wacht am Rhein, dass die Franzosen nicht wieder versuchen diesen zu überqueren.
Neben dem Niederwalddenkmal gibt es in Rüdesheim selbst auch noch eine Burg (Wie sollte es auch anders sein. Foto siehe oben - eher unspektakulär im Vergleich mit all den anderen.), eine total berühmte Gasse von der ich zuvor noch nie gehört hatte und die auch nur aus Läden und Restaurants besteht (Drosselgasse) und es ist der Sitz von Asbach Uralt, des ältesten deutschen Weinbrands. Wie ich lernte, stammt der Begriff Weinbrand von Hugo Asbach selbst, der damit ein deutsches Pendant für den französischen Cognac erschuf.
Blick vom Niederwalddenkmal gen Rüdesheim und weiter fluss-
aufwärts. In nur gut 20km kommen schon Wiesbaden und Mainz.

Dienstag, 15. September 2015

Wenn man mal wieder wandern will...

... schnappe man sich ein paar Freunde aus Norwegen, nehme eine Landschaft mit vielen Bergen, ein bisschen Wasser und eine Portion Freude und schon endet man das Wochenende in der Sächsischen Schweiz. Das erste Septemberwochenende haben wir zu fünft das unweit von Dresden gelegene Wander- und Erholungsgebiet erkundet. Zugegebener Maßen natürlich nicht das gesamte Elbsandsteingebirge, sondern vor allem seinen bekanntesten Teil um Bastei, Lilienstein und Königstein herum.
Beginnen wir mit dem Klassikerbild der sächsischen Schweiz:
die Basteibrücke oberhalb von Rathen.
Gut beschuht trugen unsere Füße uns alle Wege hinauf.
Wir begannen unsere Wanderung am Samstag in Wehlen nördlich der Elbe. Schon nach ein paar Metern kam der erste Anstieg des Tages hinauf bis auf die Bastei. Von dort ging es wieder hinunter nach Rathen, ein paar Meter entlang der Elbe, über ein Feld und dann den Lilienstein hoch. Die vordere sächsische Schweiz lässt einen durch die vielen Tafelberge die man erst hinauf- und dann wieder hinabsteigt trotz einer überschaubaren absoluten Höhe (immer unter 500m N.N.) durch das ständige Auf und Ab reichlich Höhenmeter erlaufen.

Zusammenfassung unseres Samstags: Start auf Elbniveau in
Wehlen - hoch hinauf zur Bastei - Abstieg auf Elbniveau in
Rathen - hoch hinauf auf den Lilienstein - Abstieg vom
Lilienstein - Ende auf Elbniveau in Königstein.
Die Wandergruppe auf der Basteibrücke.
Ausblick von der Bastei über die Elbe. Sehr gut zu sehen
sind der später von uns noch erklommene Lilienstein und die
Festung Königstein, welche unser Ziel für Sonntag darstellte.
In Rathen ging es ein Stück entlang der Elbe.
Die Aussichten von den Bergen sind natürlich immer toll, besonders, wenn das Wetter mitspielt. Am Samstag tat es das. Der Sonntag, als die Festung Königstein und der Rückweg zum Auto in Wehlen auf dem Plan standen, war dann leider verregnet. Samstag Abend verwöhnte uns die Sonne vor unserer Unterkunft sitzend dafür regelrecht noch ein bisschen.
Liliensteiner Fotos von einem Felsen zum anderen.
Unsere direkt an der Elbe gelegene Übernachtung.
Kaputter Wanderstrupp entspannt in der Abendsonne.

Donnerstag, 3. September 2015

Schweben wie im Weltall...

... kann man annähernd beim Tauchen im Wasser. Deutschland ist nicht so populär zum Tauchen wie beispielsweise das Rote Meer oder das Great Barrier Reef, aber auch in Deutschland gibt es schöne Tauchreviere. Letztens waren wir im Kulkwitzer See bei Leipzig und verbrachten dort einen ruhigen und entspannten Tag am, im und unter Wasser.
Suchbild: Wieviele Fische kannst du entdecken?
Wimmelbild: Zähle die Fische.
Einmal Hecht vor Grün auf ca. 6 m ohne Filter oder Bearbeitung.
Selber Hecht auf 6 m nach leichter Bildbearbeitung.
Da ich heute nicht ganz so kreativ bin, lasse ich einfach die Bilder für sich sprechen. Die unterschiedlichen Lichtverhältnisse kommen auf diesen recht gut zur Geltung.
Taucher im See. ^^
Zum Farbvergleich: Taucher nur knapp unter der Oberfläche.
Das Leipziger Neuseenland bietet defintiv diverse Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal am "Kulki".
Entspannen am Strand nach dem Tauchgang.