Sonntag, 28. August 2022

Die Eifel...

 ... ist ein Mittelgebirge im Westen Deutschlands, und die Vulkaneifel ist ein kleiner Teil davon, der besonders viele durch vulkanische Aktivitäten entstandene Landschaftsmerkmale aufweist. Auch für Laien recht einfach zu identifizierende Landschaften vulkanischen Ursprungs sind Maare. Das sind Senken, die durch Wasserdampfexplosionen entstanden, als Magma und Grundwasser aufeinandertrafen. Sofern sich die durch die Explosion entstandene Mulde anschließend mit Wasser gefüllt hat, findet man an dieser Stelle heute einen Maarsee vor. 

Das Ulmener Maar ist mit ca. 9.500 Jahren das
jüngste Eifelmaar.

Spaziergang einmal um die Maar herum. Das
Gewässer ist nicht groß, aber fast 40 Meter tief.

Blick auf die Burgruine und Kirche von Ulmen.

Die letzten Julitage verbrachten wir in Ulmen, einem staatlich anerkannten Erholungsort der östlichen Vulkaneifel, welcher von der A48 durchschnitten wird, durch das Naturschutzgebiet um den Jungfernweiher und die Ulmener Maar sowie die Maar überragende Burgruine mit seinen nur knapp 3.400 Einwohnern aber dennoch viel Ruhe ausstrahlt. Der knapp 1.000 Jahre alte Ort war dieses Jahr der Ort der Wahl für unsere Norwegian Reunion. Zehn Jahre ist es nun her, dass ich ins Auslandsemester nach Norwegen flog und diesen Blog startete. Seither haben sich einige Franzosen, Deutsche und eine Iranerin, die wir uns alle aus Trondheim kennen, jährlich (zwei Coronajahre ausgenommen) an unterschiedlichen Orten Europas wiedergetroffen. Dieses Jahr trafen wir uns nun zum Teil mit Partner(in) und Kind(ern) in der Eifel, da es am Besten die Mitte von unseren verschiedenen aktuellen Wohnorten wiederspiegelte. 

Entspannen auf einem Spielplatz.
Abends, als die Kinder schliefen, wurde dann
doch noch etwas Sport gemacht.

Auch wenn die Eifel viele Wandermöglichkeiten bietet und wir in Norwegen damals oft mehrtägige Wanderausflüge zu urigen Hütten in der Natur gemacht haben, so beließen wir es bei diesem Treffen doch eher bei Spaziergängen um das Ulmener Maar oder den Jungfernweiher. Es liegt weniger daran, dass wir alle älter geworden sind, sondern mehr daran, dass einige von uns Eltern geworden sind und die meisten (Klein-)Kinder sind wenig wanderfreudig. Entsprechend ließen wir die Null- bis Dreijährigen mehr über den Spielplatz toben und im Wasser planschen, während wir miteinander quatschten. Im Grunde kommt es bei unseren Norwegian Reunions ja nicht so sehr darauf an, wo wir sind oder was wir tun, als dass wir wieder einmal Zeit miteinander verbringen. Im Grunde geht es bei den meisten Treffen mit Menschen, die uns wichtig sind, darum einfach Zeit miteinander zu verbringen.

Einmal um den Jungfernweiher ringsum spazierten
wir am Samstag.
Handtellergroße Muscheln am - selten zugänglichen -
Ufer des Jungfernweihers.
Im Naturschutzgebiet des Jungfernweihers.
Ein bisschen Planschen muss immer sein.
Natürlich ist es toll, wenn die Orte, an denen man sich trifft, auch ein wenig zur Vergnügung beitragen.

Mittwoch, 17. August 2022

Erfurt...


 ... ist bekanntermaßen die Landeshauptstadt von Thüringen. Mit knapp 214.000 Einwohnern ist es auch Thüringens größte Stadt, hat aber eben doch eine überschaubare Größe verglichen mit anderen Großstädten. Die Altstadt stellt sicherlich das Schmuckstück der Stadt dar und war auch das Zentrum unserer Aufmerksamkeit bei bisherigen Besuchen - und nicht nur, weil es dort die größte Eisdielendichte und die leckeren Brückentrüffel gibt.

Abgesehen von der schicken Fachwerkarchitektur und dem entspannten Flair entlang der sanft plätschernden Gera, zogen uns bei unserem letzten Besuch vor allem die Sandmannfiguren an, die sich übers Stadtzentrum verteilen. Vor dreieinhalb Jahren ließ ich mich bereits mit der Kika-Figur Bernd, dem Brot ablichten. Diesmal suchten und fanden wir im Altstadtbereich die ikonischen Figuren von Sandmann, Schnatterinchen, Moppi und natürlich Pittiplatsch. Für unsere nächsten Besuche stehen noch Fuchs und Elster, Maus und Elefant sowie Käpt’n Blaubär und Hein Blöd auf dem Plan. Es gibt auch noch Tabaluga, die Tigerente und neuere Figuren wie Fidi und Kikaninchen. 

Besonders, wenn man mit Kindern unterwegs ist, stellen die Figuren natürlich ein Highlight dar und dienen zur Motivation, doch noch ein paar Meter selbst weiter zu laufen. Bei den Sandmannfiguren selbst, spielte das Alter der Besucher jedoch keine Rolle. Ob einjähriges Kind oder Menschen über 70 - jeder wollte gern mal Pittiplatsch anfassen und ein Foto mit dem Sandmann machen. Süße Kindheitserinnerungen an die längste Fernsehserie der Welt (seit 1959) riefen in allen Altersgruppen Entzücken hervor. 

Sandmann.
Moppi und Schnatterinchen.
Pittiplatsch, unser Lielingskobold.

Dienstag, 16. August 2022

Das Landschaftsschutzgebiet Zschonergrund...

 ... erstreckt sich im Dresdner Westen und wurde von uns zum ersten Mal in Teilen bei unserem Osterspaziergang letztes Frühjahr erkundet. Da es recht nah zu unserem Wohnort liegt, sind wir seither noch öfters dort gewesen. Markante Punkte entlang des Weges sind dabei das Zschonergrundbad, die Zschoner Mühle und natürlich die liebevoll gestaltete Ameisenbank. 

Die Ameisenbank entlang des Zschonergrundweges.

Die Ursprünge der Zschonergrundmühle reichen wohl um die 600 Jahre in die Vergangenheit. Bereits seit über 100 Jahren wird trotz noch vorhandener Technik in der Mühle aber bereits nicht mehr gemahlen. Seit Ende des 19. Jhds. kannten die Menschen der Gegend die Zschonergrundmühle als Ausflugslokal, wobei nach dem zweiten Weltkrieg damit auch für ein paar Jahrzehnte Schluss war. Alte Preistafeln, auf denen man ein Butterbrot mit Wurst und eine Limonade für zusammen 65 Pfennige bekam, erinnern noch an längst vergangene Zeiten. 

Früheres Angebot und Preise in der Gastwirtschaft
der Zschonergrundmühle.

Die denkmalgerecht sanierte Zschonergrundmühle beherbergt neben der Gaststätte heute u.a. auch ein Puppentheater und ein Museum. Beim Schlendern über das Gelände entdeckt man zwangsläufig zwei oberschlächtige Wasserräder, auf die das Wasser des Mühlbachs plätschert. 

Das gut 30 jährige Wasserrad mit 6m Durchmesser.
Nebenan ist noch ein etwas kleineres Rad verbaut.
Ein Teil der denkmalgerecht sanierten Gebäude.
Im Hof gibt es viel Platz zum Sitzen.
Das erste Zschonergrundbad wurde vor knapp einhundert Jahren eröffnet. Ende der 1980er wurde das Bad jedoch aufgrund baulicher Mängel geschlossen. Nach der Wiedervereinigung gab es vonseiten verschiedener Investoren unterschiedlichste Pläne für das Areal. Durch viel Bürgerengagement wurde die Anlage schließlich jedoch unter Denkmalschutz gestellt und durch einen Verein über fast 20 Jahre zu einem schmucken Naturbad umgebaut. Seit 2015 können nun bis zu 500 Gäste gleichzeitig auf den Liegewiesen oder im Biergarten entspannen, den Spielplatz unsicher machen, durch den Kräutergarten streifen oder eben im kühlen Nass planschen. Durch die Tallage bleibt es auch an heißen Tagen angenehm kühl.
Kräutergarten im Zschonergrundbad.
Naturbad.
Nach dem sehr regionalen Fokus dieses Blogposts, geht es die nächsten beiden Male wieder um Ausflüge, welche wir über die Landesgrenzen hinaus unternommen haben. Bis dahin: sucht euch Abkühlung während der letzten heißen Sommertag.