Donnerstag, 26. Februar 2026

Mit voller Wucht...

 ... hat diese Woche der Frühling Einzug gehalten. Von minus sieben Grad Celcius letzten Freitag auf prognostizierte plus siebzehn Grad Celcius morgen. Der Schnee ist mittlerweile bereits geschmolzen und die Eisschicht, die viele Gewässer bedeckte, hat sich wieder in Wasser zurück verwandelt. Schneeglöckchen und Winterlinge blühen, diverse andere Frühblüher treiben fleißig ihr Grün ans Licht. Zumindest die nächsten zwei Wochen soll das frühlingshafte Wetter bestehen bleiben. Am Wochenende heißt es also: rein in die Arbeitssachen und den Garten auf Vordermann bringen!

Winterlinge und Schneeglöckchen kämpften
sich bereits durch den Schnee.
Wahrscheinlich die letzte für längere Zeit ge-
schlossene Schneedecke in Sachsen diesen Winter.


Mittwoch, 25. Februar 2026

Ein frostiges Zwenkau...

 ... erlebte ich Ende letzter Woche, als ich dienstlich in der ehemaligen Braunkohlestadt südlich von Leipzig zu tun hatte und die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang entlang des Zwenkauer Sees nutzte. Es war sehr ruhig. Bis auf eine ältere Frau, die mit ihrem kleinen Hund Gassi ging und einer jungen Mutter mit Kinderwagen sah ich in der Gegend am Hafen lediglich noch wie ein Restaurant mit frischen Waren beliefert wurde. Die Touristen-Information ist bis Mai geschlossen. Nur sehr wenige Boote lagen im teilweise gefrorenen Hafenbecken und das beständigste Geräusch war das leichte Hintergrundrauschen, das von der A38 herüber drang. 

Anfang Mai werden wir mit der Familie ein langes Wochenende am Zwenkauer See verbringen. Vermutlich wird es dann weniger ruhig sein - dafür aber wärmer bei hoffentlich genauso viel Sonnenschein.

An solchen Orten erholte ich mich gern
 in der Mittagspause.

Nicht viel los im Hafen von Zwenkau. 
Noch fehlt überall das Grün. 
Das Eis auf dem Wasser taut rings um die von der
Sonne aufgewärmten Steine bereits. 
Wenn man das SUP auf dem Eis von unten
betrachtet, will man im Sommer vielleicht
nicht zu lange im Wasser bleiben. 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Von Hohnstein zur Hocksteinaussicht...

 ... ging es für uns am letzten Tag in der sächsischen Schweiz; doch auch bei diesem Ausflug kürzten wir die Wanderung ab, da uns das Weiterschlittern auf vereisten Wegen besonders mit Gefälle zu gefährlich wurde. So liefen wir in Hohnstein vom Marktplatz nur vorbei an der Burg und den Bärengarten entlang bis kurz hinter die alte Burgmauer, bevor wir umkehrten. An der Burgmauer erkundeten wir zuvor noch die in den Fels gehauene Treppe mit ihren sehr ungleich hohen Stufen. Abenteuerfeeling für kleine Entdeckerinnen. 

Die Burg Hohnstein hatte Ende Januar noch geschlossen.

Blick von der alten Burgmauer gen Burg.
Die in den Stein geschlagenen Stufen
luden zum Entdecken ein. 
Für Kinder gibt es in Hohnstein den Kasperpfad. 
Wir folgten diesem zwar nicht bewusst, kreuzten aber
zufällig Kaspars Bücherbude wo man sich aus dem
Bücherschrank ein Buch nehmen und neben der 
Großmutter sitzend schmökern kann. 

Das Polenztal durchquerten wir anschließend mit dem Auto bis zu zum Wanderparkplatz Hockstein, von dem es gerade mal einen Kilometer bis zur Hocksteinaussicht durch den Wald geht. Auch dieser Weg war an einigen Stellen auf voller Breite vereist, allerdings konnte man großteils am Rand vorbeilaufen und da der Weg kaum Gefälle hat, minimierte das ebenfalls die Sturzgefahr. Die Aussicht auf die Burg Hohnstein und das Polenztal von der Hocksteinaussicht lohnt sich auf jeden Fall. Vielleicht schaffen wir beim nächsten Mal Auf- oder Abstieg durch die Wolfsschlucht. Dieses Wochenende ließen wir entspannt im Blockhaus der Hocksteinschänke bei einem vorzüglichen späten Mittagessen ausklingen. 
Der Weg bot mehrere Aussichtspunkte.
Blick auf Burg Hohnstein und das
Polenztal mit gleichnamiger Gaststätte.
Redhead an der Hocksteinaussicht.
Über diese Stufen käme man hinunter
ins Tal. 
Wir hielten uns diesmal nur im oberen Abschnitt auf. 
Der Tag endete für uns in der Hocksteinschänke. 
Eine leckere Knoblauchsuppe zur Stärkung. 

Balkon der sächsischen Schweiz...

 ... wird die Brandaussicht bei Hohnstein in Sachsen manchmal genannt, da sich einem von dort ein beeindruckendes Panorama bietet - in der Theorie, wenn es nicht diesig und bewölkt ist, wie bei unserem Besuch vor ein paar Wochen. Wir verbrachten Ende Januar nämlich ein schönes Wochenende mit der erweiterten Familie in der sächsichen Schweiz und übernachteten in der Brand-Baude. Bei meinem letzten Besuch in der seit bereits rund 170 Jahre bestehenden Bergwirtschaft in Oktober 2019 kamen wir nur als Tagesgäste, aßen aber schon damals gut in der Gaststube. Neben der Lage ist die Küche wirklich zu empfehlen. Auch das Frühstück, welches wir neben dem historischen Kachelofen mit gemütlichem Feuer genossen, stärkte uns hervorragend für einen langen Wandertag in der sächsischen Schweiz. 

Zerklüftetes Gelände aus Sandsteinfelsen - das 
Markenzeichen der sächsischen Schweiz.
Blick vom Balkon des Steinhauses in welchem
wir übernachteten - direkt neben der Brand-Baude. 
Ein stärkendes Frühstück am Morgen 
vertreibt Kummer und Sorgen. 
Die Kinder vertrieben sich die Zeit, bis die
Großen endlich fertig waren mit Essen.

Ganz so lang gewandert sind wir am Ende jedoch an keinem der Tage. Zum einen waren zwei Paar kurze Beine dabei, die zwar vor Energie sprühen, wenn sie mal Stillhalten sollen, aber auf mysteriöse Art immer bleiern schwer werden, wenn das Wort "wandern" zu hören ist und zum anderen hatten wir zwar leider keine verschneite Winterwunderlandschaft während unseres Aufenthaltes, aber die Temperaturen lagen dauerhaft im Frostbereich, was das Eis vom vorangegangenen Wintereinbruch auf den Wanderwegen hielt. Damit waren einige Wanderwege nicht sicher passierbar. Den Abstieg ins Polenztal brachen wir ab, nachdem die Ersten aus unserer Gruppe trotz vorsichtigem Voranschreiten ausrutschten und hinfielen. 

Planmäßig wollten wir ins Polenztal
hinab steigen. 
Für eine Weile konnten wir abseits der vereisten
Wege gehen. 
Irgendwann wurde es aber so rutschig, dass wir
beschlossen umzukehren. 
Fiel man auf den Hosenboden und ließ dann seinen
Blick nach oben wandern, konnte man sich sogleich
an der tollen Szenerie der Baumkronen erfreuen.
Danach hielten wir uns mehr an die Hauptwege ohne starkes Gefälle. Gut zu erreichen war bspw. der Aussichtspunkt zu den Hafersäcken und die kleine Steinbrücke direkt hinter der Brand-Baude. Richtung Hohnstein erreichten wir über ein paar Seitenwegen einen zugefrorenen Naturteich und den ebenfalls gefrorenen Wasserfall am Räumigtweg. Letzterer gefiel mir sehr. Ich konnte eine verwunschene Magie und Stille dort spüren, die sehr gut tat. 

Direkt hinter der Brandbaude überquert man eine 
kleine Sandsteinbrücke. 
Kletterfelsen sind super, um nach dem erfolgreichen
Erklimmen derselben die Aussicht zu genießen. 
Sandsteinbrücke von der Seite. 
Nur ein kurzer Spaziergang enfernt von der Baude
befindet sich der Aussichtspunkt auf die ... 
... Hafersäcke. 

Abseits des Hauptweges auf flachem Gelände 
ließ es sich schließlich gut laufen. 
Viel Spaß hatten wir auch mit dieser Naturwippe. 
Der Abstieg zum Wasserfall war erstaunlich eisfrei. 
Angekommen am Wasserfall am Räumigtweg.
Kleine und große Kristalle hingen wir Orgelpfeifen
nebeneinander und wuchsen stetig weiter. 

Besonders an der Brand-Baude fand ich neben dem - bei blauem Himmel sicherlich beeindruckenden Ausblick und der deftig leckeren Küche - dass man dort eben fernab vom üblichen Hintergrundrauschen und Lichtverschmutzung der Großstadt Nachts wirklich Ruhe finden konnte. 

Ein Bauernfrühstück zum Abendessen. 
Ende Januar verströmten Weihnachtsbaum und
-stern noch ihren Lichterglanz.
Ganz dunkel war es natürlich nie. Die Lichter der 
Menschen waren in der Ferne zu erkennen. Doch 
davor gab es einen großen schwarzen Bereich - 
Kerngebiet des Nationalparks.