... 2025 habe ich dieses Jahr noch gar nicht gesondert erwähnt, wobei die Stadt durchaus eine Erwähnung wert ist. Wie jedes Jahr seit 2007 gibt es nicht nur eine Kulturhauptstadt in Europa, aber ich möchte mich in diesem Beitrag auf die deutsche Vertreterin konzentrieren: Chemnitz. Die drittgrößte Stadt Sachsens welche zu DDR-Zeiten als "Stadt mit den drei o" galt (Karl-Marx-Stadt sächsisch ausgesprochen Korl-Morx-Stodt) feierte, als sie im Oktober 2020 zusammen mit den Grenzstädten Nova Gorcia (Slowenien) und Gorizia (Italien) als Kulturhauptstadt Europas 2025 ausgerufen wurde.
Das "sächsische Manchester" hatte in den letzten Jahren nicht immer den besten Ruf. Als Arbeiterstadt wurde sie eher als dreckig und nicht sonderlich attraktiv angesehen und Ausschreitungen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes 2018, bei dem ein Mann tödlich verletzt wurde, sorgten über die Grenzen Deutschlands hinaus für Negativschlagzeilen. Seitdem ist viel passiert in und um Chemnitz. Den Titel "Kulturhauptstadt Europas" möchte Chemnitz nutzen, um bislang nicht beachtete Juwelen sichtbar zu machen. Unter dem Motto „C the Unseen“ stehen verborgene Orte, Geschichten und Perspektiven im Mittelpunkt. Das Kulturhauptstadtjahr wird in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung sowie mit über 30 Partnerkommunen in der Region gestaltet. Ziel ist es, ein nachhaltiges kulturelles Netzwerk aufzubauen, das über 2025 hinaus wirkt.
Chemnitz will zeigen, wie viel kreative Energie in der Region steckt – und lädt dazu ein, die Stadt neu zu entdecken.Einige Highlights sind der Purple Path, ein Skulpturenweg durch Chemnitz und 38 Partnerkommunen, sowie das Projekt #3000Garagen, das gewöhnliche Garagen in kreative Erlebnisräume verwandelt. Dazu kommen hunderte Veranstaltungen aus Kunst, Musik, Theater und Literatur.
Am vergangenen Sonntag fand in Chemnitz der 50. Sparkassen Marathon mit über 8.300 Teilnehmenden aus neun Nationen statt. Die Teilnehmenden mit der weitesten Anreise kamen aus Kanada. Das Treppchen war jedoch sehr regional besetzt: Der zweite Platz beim Marathon ging an einen Teilnehmer aus Dresden, der dritte Platz an einen Chemnitzer. Beide benötigten rund zwei Stunden fünfundreißig für die 42,195km. Der Marathon begann und endete auf dem Neumarkt im Herzen der Stadt. Die
Strecke führte durch das Stadtzentrum, den Stadtpark und den Küchwald,
vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Karl-Marx-Monument und dem
Theaterplatz. Entlang der Strecke sorgten viele Zuschauer für gute
Stimmung und es gab ein vielfältigen kulturellen Rahmenprogramm mit Musik und Kunst. Laut Presse verband die Veranstaltung Sport und Kultur auf einzigartige Weise und war ein voller Erfolg.
Neben dem Marathon gab es auch die Option diesen als Staffel aufgeteilt auf vier Personen zu laufen. Zusätzlich fanden ein Halbmarathon, ein Viertelmarathon und für die Kleinsten ein Bambini-Marathon über rund 500 Metern statt, bei dem der Spaß im Vordergrund stand. Ich hatte auf den verschiedensten Strecken Familie und Freunde dabei, die ich fleißig anfeuerte. Insgesamt hat Chemnitz sich am Sonntag als guter Sportgastgeber präsentiert und es hat Spaß gemacht dabei zu sein.
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| Das Sparkassenmaskottchen verbreitete gute Laune und rannte bei den Bambinis auch selbst mit. |
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| Zwanzig Minuten vor dem Marathonstart war es noch sehr ruhig im Startbereich. |
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| Um neun fiel der Startschuss für den Marathon und die Marathonstaffel. |
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| Halb zehn liefen die Bambinis eine Runde durch die Innenstadt. |
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| Der Streckenplan des 50. Sparkassenmarathons. |
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| Der Viertelmarathon zog viele Freizeitsportler an. |
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| Die Marathonstrecke hatte die Form einer Schleife, so dass man auf dem (Neu-)Markt mehrfach "seine" LäuferInnen anfeuern konnte. |
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| Am Ende warteten die Finisher Medaillen auf die Teilnehmenden. |
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