Freitag, 17. Januar 2014

Phänomenal...

... und tief beeindruckend können Life-Performances sein. Musicals sind für mich so ein dafür prädestiniertes Genre. Die "großen" Stücke werden auf den Bühnen in New York, London und Hamburg gespielt - so sagt man. Aber auch Häuser, an denen nicht das Kommerzielle im Vordergrund steht (oder vielleicht gerade deswegen?) stellen hervorragende Produktionen auf die Bühne. Für Musicals (und nicht nur dafür) ist die Oper Chemnitz immer wieder eine Größe, auf die man sich verlassen kann. Les Misérables in der Chemnitzer Oper war einmal mein erstes Muscial und Aida heute wird sicherlich nicht mein Letztes gewesen sein.
Szenenbild (von D. Wuschanski, Theater Chemnitz)

Ob die Chemnitzer Oper (noch) ein Geheimtipp ist, kann ich nicht sagen, aber empfehlenswert allemal und immer wieder.

Montag, 13. Januar 2014

Zeitig aufstehen...

... ist nicht immer schön, kann aber durchaus lohnenswert sein.
Sonnenaufgang am Rande von Chemnitz.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Zu Fuß von Deutschland nach Frankreich...

Früh, viel zu zeitig, in Offenburg.
... habe ich meinen Strasbourg Aufenthalt letzten Freitag begonnen. Durch den Nachtzug ab Leipzig war ich schon sechs Uhr zwanzig in Offenburg. Dort beschloss ich die S-Bahn lediglich bis Kehl zu nehmen und von dort per Pedes nach Frankreich zu gehen. Klingt nicht schlecht, oder? Aber wer sich geografisch ein wenig auskennt, weiß, dass Kehl östlich des Rheins und Strasbourg direkt am Westufer liegt.
Die letzten Meter auf deutschem Boden.
Vom Kehler Bahnhof bis zur Wohnung eines Freundes in Strasbourg waren es nur etwa sechs Kilometer. Nicht zu vergleichen mit norwegischen Wandertouren, aber es waren auch bei Weitem nicht die letzten Kilometer, die ich an diesem Tag lief. Sechs Franzosen und fünf Deutsche - die wir uns alle aus Norwegen kannten - wollten sich für ein Wochenende in Strasbourg zu einem kleinen Wiedersehen treffen und natürlich schafften es gerade zweimal zwei Leute mit dem selben Zug am Bahnhof anzukommen. Die anderen kamen einzeln, so dass wir wieder und wieder zum Bahnhof liefen, um den/die jeweiligen Neuankömmlinge in Empfang zu nehmen. Es war toll alle wieder zu sehen!
Sonnenaufgang in Strasbourg.
Die futuristische Glaskonstruktion des Bahnhofs wurde über
den alten Stein wie eine Hülle gelegt.
Fachwerkhäuser im Stadtteil Petite France.

Wir in Petite France :)
Ein Schwan in Petite France :)
Weihnachtsdekorationen in Strasbourg.
Zwar hatte ich letzten September die Hauptstadt des Elsass schon einmal besucht, doch war es damals warm und sonnig gewesen. Diesmal war es eher grau und vor allem am Samstag auch sehr regnerisch. Ein besonders Flair bekam die Stadt diesmal vor allem durch ihren Weihnachtsschmuck. Selbstsicher behauptet Strasbourg von sich selbst die Weihnachtshauptstadt zu sein. Auch wenn ich daran als Randerzgebirglerin noch zweifle, stimme ich zu, dass die verschiedensten Dekorationen an den Strasbourger Häuserwänden einen gewissen Charme haben. Schade war, dass die Weihnachtsmarktstände natürlich schon abgebaut waren.
Nach mehreren sich kreuzenden Runden durch die Strasbourger Altstadt und der Besichtigung der Kathedrale kehrten wir ein wenig fröstelnd und geschafft ins Restaurante 'La table d'Emilie' ein. Dort hatten wir bereits im September leckeren Flammkuchen genossen und bestellten auch diesmal wieder die wohl bekannteste elsässische Spezialität. Zeitlich hatten wir mit 'sieben bis halb acht' einen Kompromiss des klischeehaft zeitigen 18 Uhr 'Abendbrotes' der Deutschen und des klischeehaft 21 Uhr und später 'dîner' der Franzosen gewählt.
Monumentale Kirche mit liebevollen Details.
Der deutsch-französische Tisch.




Flammkuchen-Dessert: mit Apfel und Zimt.
Samstag wollten wir dann ganz in guter alter norwegischer Tradition eine (kleine) Wanderung in den Bergen - hier den Vogesen - machen. Zwar hatten wir von vornherein keine 30 Kilometer-Tour mit schwerem Rucksack geplant, aber am Ende fiel unsere Runde durch den Wald doch sehr (!) kurz aus. Mit elf Leuten und zwei Autos (es geht alles...) fuhren wir zum Mont St. Odile, einem Berg südlich von Strasbourg auf dem im 7. Jh. ein Kloster gegründet wurde und von wo man 763 Meter hoch einen herrlichen Ausblick über das Rheintal bis nach Deutschland hat - oder zumindest haben kann, wenn das Wetter mitspielt. Wie bereits erwähnt war das bei uns leider nicht der Fall, so dass wir im Nebel nur gerade noch das Tal erahnen konnten. Nach der Runde durch die Klostergebäude entschieden wir uns nur den kurzen Waldweg bis zur heiligen Quelle (Die Heilige Odile hat aus dem Fels Wasser sprudeln lassen, um einem Kranken Linderung zu verschaffen. Soll vor allem bei Augenleiden helfen.) und zurück zu gehen. Dann riefen unsere Mägen uns zurück nach Strasbourg. Wenn man in den norwegischen Bergen keine andere Wahl hat, speist man auch draußen im Regen, aber wir waren nicht in Norwegen und entschieden uns das Picknick ins Trockene zu verlagern.
Das Kloster Odile.
Von dort hat man theoretisch einen super Ausblick.
Farbtupfer im Grau.
Frisch gestärkt verbrannten wir am Nachmittag noch ein paar Kalorien bei Europaparlamentsbesichtigung und Sport. Die Kalorienzufuhr am Abend war jedoch um ein Vielfaches höher. Was gehört kulinarisch neben Baguette, Croissant und Wein untrennbar zu Frankreich? Der Käse! Dank unserer sechs waschechten Franzosen bekamen wir eine kleine Käseverkostung von 'langweilig' bis 'würzig' - manche sagen auch 'stinkig' - mit einigen Erklärungen. Die Verkostung als Vorspeise und Raclette als Hauptgang. Elf Leute in einer zehn Quadratmeter (inkl. "Küche") großen  Studentenbude. Der Abend war lustig!
Hier tagt das EuropaParlament. Da nicht jede Woche Tagungen
sind, steht das Gebäude den Großteil der Zeit überwiegend leer.
Rundumblick im offenen Innenhof.
Kleine Käseauswahl.
Wenn der Käse langsam zerläuft, läuft auch schon das Wasser
im Munde zusammen.
Irgendwann tief in der Nacht hieß es dann Abschied nehmen. Manche fuhren zwar erst am Nachmittag zurück, aber ich verließ Strasbourg bereits Sonntag Morgen mit dem Zug gen Deutschland. Das nächste große Wiedersehenstreffen soll irgendwo in Deutschland stattfinden.
Auf der Heimfahrt stellte ich dann noch fest, dass Chemnitz und Stuttgart mindestens eine Gemeinsamkeit haben: der Hauptbahnhof ist derzeit eine einzige Großbaustelle.
Bis hoffentlich bald, Frankreich!

Montag, 6. Januar 2014

Wenn die Post mal wieder ein bisschen länger braucht...

... muss das nicht immer schlecht sein. Es hat einen gewissen Charme, wenn man nach dem ersten Arbeits-/ UniTag des Jahres im dunkeln heim kommt und sich bei den freundlichen Nachbarn ein während des Tages angekommenes Paket aus den USA abholen darf, in dem sich noch ein paar liebe Aufmerksamkeiten von Freunden zum Weihnachtsfest befinden.
Doch nicht nur zu Weihnachten und Anfang Januar bringt Post aus aller Welt mich zum Lächeln. Über einen warmen Schal zu Weihnachten aus dem derzeit vor Klirre erstarrten mittleren Westen der USA freue ich mich genauso, wie über einen mit krakliger Hand geschriebenen Gruß meiner AuPairKinder aus der Bretagne, eine Duftkerze, die an einen gemeinsamen Ausflug mit einer Freundin erinnert, einen Geburtstagsbrief aus der Slowakei, ein traditionell gezeichnetes Märchenbuch aus Japan, Urlaubskarten von Freunden rund um den Globus oder auch schlicht eine Postkarte von einer Freundin aus dem nahe gelegenen Leipzig. Es ist einfach schön, wenn man heim kommt, den Briefkasten öffnet und eine persönliche Nachricht vorfindet. Das geht tiefer, als eine meist schnell geschriebene (und häufig eben auch schnell wieder vergessene) E-Mail oder vielleicht sogar nur der Klick auf einen gehobenen Daumen in bestimmten sozialen Netzwerken. Die einen mögen die Post als veralteten und langsamen Kommunikationsweg bezeichnen, doch ein Briefkasten sollte meiner Meinung nach mehr enthalten als unpersönliche Briefe von Banken und Versicherungen. Ein kleiner, persönlicher Brief bringt mich zum Lächeln und lässt einen anstrengenden Tag entspannt ausklingen.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Ganz plötzlich...

... und unerwartet war wieder ein Jahr vorüber. Mit Gaumenfreuden und geselligem Beisammensein klang das alte Jahr aus und mit Knallerei an frischer Luft wurde das Neue begrüßt. Ich wünsche allen ein tolles, fröhliches, gesundes, stressfreies und atemberaubendes neues Jahr 2014!
Travelt Redhead wieder? Na klar :) Morgen Abend geht es los gen Frankreich.