... muss das nicht immer schlecht sein. Es hat einen gewissen Charme, wenn man nach dem ersten Arbeits-/ UniTag des Jahres im dunkeln heim kommt und sich bei den freundlichen Nachbarn ein während des Tages angekommenes Paket aus den USA abholen darf, in dem sich noch ein paar liebe Aufmerksamkeiten von Freunden zum Weihnachtsfest befinden.
Doch nicht nur zu Weihnachten und Anfang Januar bringt Post aus aller Welt mich zum Lächeln. Über einen warmen Schal zu Weihnachten aus dem derzeit vor Klirre erstarrten mittleren Westen der USA freue ich mich genauso, wie über einen mit krakliger Hand geschriebenen Gruß meiner AuPairKinder aus der Bretagne, eine Duftkerze, die an einen gemeinsamen Ausflug mit einer Freundin erinnert, einen Geburtstagsbrief aus der Slowakei, ein traditionell gezeichnetes Märchenbuch aus Japan, Urlaubskarten von Freunden rund um den Globus oder auch schlicht eine Postkarte von einer Freundin aus dem nahe gelegenen Leipzig. Es ist einfach schön, wenn man heim kommt, den Briefkasten öffnet und eine persönliche Nachricht vorfindet. Das geht tiefer, als eine meist schnell geschriebene (und häufig eben auch schnell wieder vergessene) E-Mail oder vielleicht sogar nur der Klick auf einen gehobenen Daumen in bestimmten sozialen Netzwerken. Die einen mögen die Post als veralteten und langsamen Kommunikationsweg bezeichnen, doch ein Briefkasten sollte meiner Meinung nach mehr enthalten als unpersönliche Briefe von Banken und Versicherungen. Ein kleiner, persönlicher Brief bringt mich zum Lächeln und lässt einen anstrengenden Tag entspannt ausklingen.
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