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| Früh, viel zu zeitig, in Offenburg. |
... habe ich meinen Strasbourg Aufenthalt letzten Freitag begonnen. Durch den Nachtzug ab Leipzig war ich schon sechs Uhr zwanzig in Offenburg. Dort beschloss ich die S-Bahn lediglich bis Kehl zu nehmen und von dort per Pedes nach Frankreich zu gehen. Klingt nicht schlecht, oder? Aber wer sich geografisch ein wenig auskennt, weiß, dass Kehl östlich des Rheins und Strasbourg direkt am Westufer liegt.
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| Die letzten Meter auf deutschem Boden. |
Vom Kehler Bahnhof bis zur Wohnung eines Freundes in Strasbourg waren es nur etwa sechs Kilometer. Nicht zu vergleichen mit norwegischen Wandertouren, aber es waren auch bei Weitem nicht die letzten Kilometer, die ich an diesem Tag lief. Sechs Franzosen und fünf Deutsche - die wir uns alle aus Norwegen kannten - wollten sich für ein Wochenende in Strasbourg zu einem kleinen Wiedersehen treffen und natürlich schafften es gerade zweimal zwei Leute mit dem selben Zug am Bahnhof anzukommen. Die anderen kamen einzeln, so dass wir wieder und wieder zum Bahnhof liefen, um den/die jeweiligen Neuankömmlinge in Empfang zu nehmen. Es war toll alle wieder zu sehen!
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| Sonnenaufgang in Strasbourg. |
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Die futuristische Glaskonstruktion des Bahnhofs wurde über den alten Stein wie eine Hülle gelegt. |
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| Fachwerkhäuser im Stadtteil Petite France. |
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| Wir in Petite France :) |
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| Ein Schwan in Petite France :) |
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| Weihnachtsdekorationen in Strasbourg. |
Zwar hatte ich letzten September die Hauptstadt des Elsass schon einmal besucht, doch war es damals warm und sonnig gewesen. Diesmal war es eher grau und vor allem am Samstag auch sehr regnerisch. Ein besonders Flair bekam die Stadt diesmal vor allem durch ihren Weihnachtsschmuck. Selbstsicher behauptet Strasbourg von sich selbst die Weihnachtshauptstadt zu sein. Auch wenn ich daran als Randerzgebirglerin noch zweifle, stimme ich zu, dass die verschiedensten Dekorationen an den Strasbourger Häuserwänden einen gewissen Charme haben. Schade war, dass die Weihnachtsmarktstände natürlich schon abgebaut waren.
Nach mehreren sich kreuzenden Runden durch die Strasbourger Altstadt und der Besichtigung der Kathedrale kehrten wir ein wenig fröstelnd und geschafft ins Restaurante 'La table d'Emilie' ein. Dort hatten wir bereits im September leckeren Flammkuchen genossen und bestellten auch diesmal wieder die wohl bekannteste elsässische Spezialität. Zeitlich hatten wir mit 'sieben bis halb acht' einen Kompromiss des klischeehaft zeitigen 18 Uhr 'Abendbrotes' der Deutschen und des klischeehaft 21 Uhr und später 'dîner' der Franzosen gewählt.
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| Monumentale Kirche mit liebevollen Details. |
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| Der deutsch-französische Tisch. |
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| Flammkuchen-Dessert: mit Apfel und Zimt. |
Samstag wollten wir dann ganz in guter alter norwegischer Tradition eine (kleine) Wanderung in den Bergen - hier den Vogesen - machen. Zwar hatten wir von vornherein keine 30 Kilometer-Tour mit schwerem Rucksack geplant, aber am Ende fiel unsere Runde durch den Wald doch sehr (!) kurz aus. Mit elf Leuten und zwei Autos (es geht alles...) fuhren wir zum Mont St. Odile, einem Berg südlich von Strasbourg auf dem im 7. Jh. ein Kloster gegründet wurde und von wo man 763 Meter hoch einen herrlichen Ausblick über das Rheintal bis nach Deutschland hat - oder zumindest haben kann, wenn das Wetter mitspielt. Wie bereits erwähnt war das bei uns leider nicht der Fall, so dass wir im Nebel nur gerade noch das Tal erahnen konnten. Nach der Runde durch die Klostergebäude entschieden wir uns nur den kurzen Waldweg bis zur heiligen Quelle (Die Heilige Odile hat aus dem Fels Wasser sprudeln lassen, um einem Kranken Linderung zu verschaffen. Soll vor allem bei Augenleiden helfen.) und zurück zu gehen. Dann riefen unsere Mägen uns zurück nach Strasbourg. Wenn man in den norwegischen Bergen keine andere Wahl hat, speist man auch draußen im Regen, aber wir waren nicht in Norwegen und entschieden uns das Picknick ins Trockene zu verlagern.
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| Das Kloster Odile. |
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| Von dort hat man theoretisch einen super Ausblick. |
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| Farbtupfer im Grau. |
Frisch gestärkt verbrannten wir am Nachmittag noch ein paar Kalorien bei Europaparlamentsbesichtigung und Sport. Die Kalorienzufuhr am Abend war jedoch um ein Vielfaches höher. Was gehört kulinarisch neben Baguette, Croissant und Wein untrennbar zu Frankreich? Der Käse! Dank unserer sechs waschechten Franzosen bekamen wir eine kleine Käseverkostung von 'langweilig' bis 'würzig' - manche sagen auch 'stinkig' - mit einigen Erklärungen. Die Verkostung als Vorspeise und Raclette als Hauptgang. Elf Leute in einer zehn Quadratmeter (inkl. "Küche") großen Studentenbude. Der Abend war lustig!
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Hier tagt das EuropaParlament. Da nicht jede Woche Tagungen sind, steht das Gebäude den Großteil der Zeit überwiegend leer. |
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| Rundumblick im offenen Innenhof. |
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| Kleine Käseauswahl. |
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Wenn der Käse langsam zerläuft, läuft auch schon das Wasser im Munde zusammen. |
Irgendwann tief in der Nacht hieß es dann Abschied nehmen. Manche fuhren zwar erst am Nachmittag zurück, aber ich verließ Strasbourg bereits Sonntag Morgen mit dem Zug gen Deutschland. Das nächste große Wiedersehenstreffen soll irgendwo in Deutschland stattfinden.
Auf der Heimfahrt stellte ich dann noch fest, dass Chemnitz und Stuttgart mindestens eine Gemeinsamkeit haben: der Hauptbahnhof ist derzeit eine einzige Großbaustelle.
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| Bis hoffentlich bald, Frankreich! |
jahu! Es war schick mit all den Farbtupfern in der Landschaft! Die Reisenden und die geheime Siegerin aus Palermo mit den grussligen Waldbewohnern hast du vergessen zu erwähnen ;) aber es ist eine schöne Erinnerung! Was lassen wir nur dann auf deutschem Boden verkosten? Bier? Nee! Eher Schokolade, ich teste schon mal vor :)
AntwortenLöschenUhi, mal wieder ein Kommentar. Wie toll :)
AntwortenLöschenSchokolade klingt gut :) Und je nach Treffpunkt können wir dann noch zwischen Matjes, Spätzle, Roster und Buttermilchgetzen variieren. Ich denke, da finden wir schon was. Freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Treffen!