Samstag, 28. Oktober 2023

Burg...

 ... im Spreewald wird von diversen Wasserläufen durchflossen, weist mehrere Bootsausleihmöglichkeiten und Schleusen auf, besitzt einen Bismarcktur, beheimatet eine Therme und war historisch vor allem von Sorben bewohnt. So viele Dinge, die wir alle erst bei unserem nächsten Besuche erkunden können werden. ^^

Als wir dieses Jahr im Oktober einen halben Tag in Burg verbrachten, bewegten wir uns nur mit Laufrad, Roller und zu Fuß zwischen Kurpark und dem Bootshaus an der Hauptstraße. Die meiste Zeit verbrachten wir sicherlich im Kur- und Sagenpark, an dessen Eingang auch noch ein schöner Spielplatz ist. Zusammen mit dem Burger Zeitgeist erkundeten wir auditiv und visuell die Legenden von Plon, Mittagsfrau, Wendenkönig, Nachtjäger, Irrlichtern und den anderen. Die Erkundungsrunde ist kurzweilig angelegt und lässt auch die Jüngsten flink die Beine bewegen. Im Anschluss wurden alle mit einem leckeren Kugeleis belohnt - in Burg auch in der Geschmacksrichtung Spreewaldgurke erhältlich. Ich fand es erfrischend.

Zum Wassermann gehört natürlich auch ein Wasser-
spiel. Unter den Fontainen kann man als Kind super
durchrennen - bis man irgendwann natürlich nass wird.
Im Grunde war man wohl nicht im Spreewald, ohne
auf dem Wasser gewesen zu sein. Wir müssen also
definitiv noch einmal her kommen.
Am Bootshaus wurde bei unserem Besuch gerade
das Backofenfest gefeiert. Wir bastelten uns hübsche
Herbstdekoration für zu Hause.
Lutki, Plon, Mittagsfrau und wie der Teufel den
Spreelauf erschuf.

Montag, 23. Oktober 2023

Cottbus...

 ... ist eine Stadt im Südosten Brandenburgs über die ich nicht viel weiß, obwohl sie mit um die 100.000 Einwohnern nach Potsdam die zweibevölkerungsreichste Stadt Brandenburgs ist. Bereits vergangenes Jahr verbrachten wir mit Freunden ein langes Wochenende auf einem Hof im Norden der Stadt. Dort trafen wir uns auch dieses Jahr wieder und ein Reitausflug durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der
Pferde.

Am Nachmittag erkundeten wir dann die wunderschöne Parklandschaft entlang der Spree im Cottbuser Zentrum. Wir fuhren von einer Endhaltestelle mit der Parkeisenbahn vorbei am Fußballstadion, der Messe und dem Zoo bis zur anderen Endhaltestelle in der Nähe des Fürst Pückler Parks. 

Die Parkeisenbahn in Cottbus an der Endhaltestelle
Park und Schloss Branitz.

Der Eintritt in den Park ist frei und so schlenderten wir über das Gelände, sammelten reichlich Eicheln, versteckten uns hinter den Stämmen von alten Bäumen, pflückten Blumen und beobachteten die Nutrias, die reichlich Im See und auf den kleinen Inseln zugange waren. Die zwei von Menschenhand gestalteten Höhepunkte des im 19. Jh. angelegten Landschaftsparkes sind die See- und Landpyramide, die aus Erde aufgetürmt und innerhalb des letzten Jahrzehnts umfassend restauriert wurden.

Im Hintergrund die Seepyramide, in der Fürst und
Fürstin Pückler auf eigenen Wunsch hin ihre letzte
Ruhestätte haben.

Wasser, Wege, Wiesen, Bäume und Sträucher
spielen im Branitzer Park zusammen.
Ein Nutria, welches sich gerade wäscht. :)
Die Landpyramide mit ihren 12 Stufen.
Blumenmädchen mit Blick auf die Seepyramide.
Insgesamt hat Cottbus als Stadt m.E. einen hohen Erholungscharakter. Auch wenn ich immer noch nicht besonders viel über die Stadt weiß, behaupte ich, dass sie einen Besuch wert ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, wieder einmal hin zu fahren.

Cottbus ist Teil der Niederlausitz und steht damit in sorbischer Tradition. Gleichzeitig ist der Spreewald nur einen Katzensprung entfernt. Von unseren Spreewaldabenteuern berichtet dann der nächste Blogbeitrag.

Sonntag, 15. Oktober 2023

Pudagla...

 … ist eine kleine Gemeinde  auf Usedom zwischen Achterwasser und Schmollensee, unweit von Heringsdorf gelegen. Soweit ich es mitbekommen habe, gibt es in Pudagla vier Haupttouristenattraktionen: Das alte Schloss, den Teufelsstein im Achterwasser, die Bockwindmühle und auf einem Industriegelände im Süden gelegen das Papageienhaus mit Gullivers Welt und einer Indoor Minigolfanlage. Wir besuchten die Bockwindmühle und für die Kinder die Papagein und Gulliver. Die Bockwindmühle ist einen Besuch wert.

Bockwindmühlen sind der älteste Windmühlentyp deutschlands. Bereits vor knapp 900 Jahren gab es erste Erwähnungen. Die Windmühle vor Ort wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut und bis 1937 zum Mahlen von Korn genutzt. 1996 ging die baufällige Mühle in den Besitz der Gemeinde über, welche sie mit Fördermitteln und Spenden zunächst demontierte und dann mit viel neuem Holz wieder aufbaute. Der Hausbaum, das zentrale Herzstück einer Bockwindmühle, musste auch erneuert werden. Heute ist die Bockwindmühle als Museum für Besucher zugänglich und wird nur noch zu besonderen Anlässen zum Schaumahlen genutzt.

Die Bockwindmühle von Pudagla.

Gut zu sehen: der Sterz, auch genannt Vordrehbaum.
Mit diesem schräg nach unten gerichteten Balken
kann die gesamte Mühle gedreht werden - in den Wind
zum Mahlen oder eben aus dem Wind raus.
 
Eine leichtgängige, gut funktionierende
Handmühle. Damit mahlten wir ziemlich
schnell einen Becher Korn.
Blick auf die verkleideten Mühlsteine.
Modelle verschiedener Mühlentypen Mitteleuropas.

Nach unserem Besuch in der Bockwindmühle, fuhren wir noch zu der kombinierten Ausstellung Papageienhaus und Gullivers Welt. Mmh. Den Kindern hat Gullivers Welt als großer Spielplatz gefallen. Für mich gab es ein paar nette Fotomotive, aber alles in allem war es enttäuschend. Die Papagein und Sittiche sind in recht tristen, mit Fliesen ausgekleideten Gehegen ohne Grün. Der 36 Meter hohe (aber liegende) Gulliver ist aufgrund seiner schieren Größe in gewisser Weise beeindruckend. Die einzelnen Fotomotive sind m.E. jedoch recht lustlos über das Außengelände verteilt und in den Innenbereichen roch es teils unangenehm. Diese "Attraktion" möchte ich nicht empfehlen. 

Die Meerjungfrau in der Muschel.
Überblick über 90% des Außengeländes von Gulliver.
Pilze sammeln würde sich hier lohnen - wenn die
Pilze nicht aus Plastik wären.
Zumindest war ich einmal die Größte! :)

Freitag, 13. Oktober 2023

Wieder einmal Heringsdorf…

 … besuchten wir dieses Jahr im Urlaub. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch von vor zwei Jahren, kamen wir diesmal nicht nur zu einem Tagesausflug, sondern übernachteten hier. Heringsdorf gehört wie auch Bansin und Ahlbeck zu den Kaiserbädern ganz im Osten des deutschen Teils von Usedom. Neben Sandstrand und Seebrücke sind die drei Kaiserbäder wohl besonders für ihre Bäderarchitektur bekannt. Das Flair bei einem Spaziergang durch den Ort mit den Villen links und rechts ist durchaus erhaben. Gleichzeitig fand ich es nicht versnobbt, was wohl auch daran liegt, dass viele der Villen zugänglich sind, indem sie bspw. als Ferienwohnung vermietet werden. Wir wohnten auch in einem ganz netten Häuschen.

So viel Platz wie in unserer diesjährigen Ferien-
wohnung hatte ich im Urlaub bisher noch nie.
Neben Meer, feinem Sandstrand und den typischen Strandkörben gibt es in Heringsdorf wie in vielen anderen Ostseebädern auch eine Konzertmuschel und eine Seebrücke. Die Seebrücke ist in Heringsdorf durchaus besonders, denn es ist mit über einem halben Kilometer die längste Seebrücke Deutschlands. Außerdem befinden sich mehrere Geschäfte auf der Seebrücke.
Konzertmuschel und Springbrunnen.

Die 508 Meter lange Seebrücke.
Als wir vor gut zwei Jahren hier standen, war es
kälter und stürmischer.
An diesem Tag lag das Meer ganz still vor uns.
Von Mitte Mai bis Mitte Oktober diesen Jahres steht unweit der Seebrücke ein 50 Meter hohes Riesenrad in Heringsdorf. Über den Verlauf von drei Runden kann man aus den geschlossenen Kabinen heraus den Osten Usedoms bewundern. Wir gönnten uns den Spaß einmal zur Abenddämmerung.
Blick von der Seebrücke gen Riesenrad.
Das Riesenrad in der Dämmerung.
Drei Runden drehen die Gäste mit
dem Riesenrad.

Spannend fanden wir auch die Volkssternwarte Manfred von Ardenne, die unweit des Riesenrades seit den 1960er Jahren steht. Mehr durch Zufall waren wir gerade vor Ort, als das zweiteilige Satteldach auseinander fuhr und damit einen Blick auf das Innere freigab. Bis zum sicherlich spannenden Vortrag sollte es noch eine Weile dauern, was wir mit den kleinen Kindern abwählten. Vielleicht bei einem späteren Besuch auf Usedom.

Sternwarte Manfred von Ardenne in Heringsdorf.

Swinemünde...

...besuchten wir im Rahmen eines Bootsausfluges. Eine Bootstour gehört für uns am Meer oder einem großen See fast immer dazu. Ich liebe es mir die Seeluft um die Nase wehen und die Haare zerzausen zu lassen während ich die unendliche Weite des Meeres in mir aufsauge. Die Kinder finden Bootfahren natürlich ebenso aufregend. Zudem gibt es auf Bootsfahrten meist ein Eis oder andere leckere Sachen, wenn es doch irgendwann langweilig wird für die kleinen Gäste.

Warten auf unser Boot in Heringsdorf.
Ei wer guckt denn da?
Vorbei an der Seebrücke in Ahlbeck fuhren wir
weiter gen Osten.
Die Mühlenbake - Swinemündes Wahrzeichen -
am Ende der 200 Jahre alten Westmole.
Der mit 68m über See höchste Leucht-
turm der Ostsee kann bestiegen werden.
Blick vom Hafen die Swine entlang gen Ostsee.
Swinemünde ist eine Industriestadt, geprägt von
der Schifffahrt.
Swinemünde mit seinen reichlich 40.000 Einwohnern wird in einem großen Online Lexikon als "Vorhafen der Metropole Stettin" bezeichnet. Mein Fazit nach rund drei Stunden im Stadtzentrum und Kurpark: kann man mal gesehen haben, wenn nicht, hat man aber auch nichts verpasst. Für uns war es ein entspannter Tagesausflug ins Nachbarland.
Das Piratenschiff läuft zweimal täglich zu Hafen-
rundfahrten aus und ist optisch deutlich schicker
und bei Kindern beliebter, als moderne Schiffe.
Eine Statue vor dem Museum für
Hochseefischerei.
Diese gesicherten Mülltonnen haben bei mir
Eindruck hinterlassen. ;)