… lässt sich eine Gegend immer am schönsten erkunden. Man kommt angemessen
schnell vorwärts ohne im Stau zu stehen oder die Luft zu verpesten, kann
anhalten wo man will ohne einen Parkplatz suchen zu müssen und kann auf Schleichwegen
auch entlang weniger bekannter Routen unterwegs sein, während man einen tollen
Ausblick hat und etwas für seine Gesundheit tut.
Nagut, es ist nicht alles Gold, was glänzt und bei starkem Gegenwind, Regen, steilen
Anstiegen und viel zu nah an einem vorbeifahrenden Autos sinkt der Spaßfaktor
deutlich, aber zum Glück hatten wir kaum mit solchen Nachteilen zu kämpfen. Entlang
der Promenaden vorne am Wasser ist das Radwegnetzt aber schon deutlich besser
ausgebaut, als auf dem Weg ins Hinterland der Insel. Wir fuhren (oder schoben)
unsere Räder teils abenteuerliche, versandete, in Regenpfützen versunkene und
löchrige Traktorwege entlang, die eine große Suchmaschine uns als Radwegstrecke
empfohlen hatte. Durch spontane Abkürzungen kamen wir aber auch an einer sonnigen Pferdekoppel vorbei und gaben den zutraulichen Tieren von unseren zuvor am Wegesrand gepflückten Äpfeln ab.
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Einer strampelt, zwei ruhen sich aus.
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Unser erster Haltepunkt war der Sieben-Seen-Blick. Im rechten Bildrand stehen einige Apfelbäume, ...
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... über deren Früchte sich ein paar Kilometer weiter diese Tiere freuten.
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Unser Tagesziel mit den Rädern war das Wisentgehege der Insel Usedom. Ich hatte zugegebener Maßen keine großen Erwartungen an den Wisentpark. Büffel hatte ich auch schon in den USA in den Great Plains gesehen. Ein paar eingezäunte Tiere würden mich also bestimmt nicht besonders beeindrucken. Tatsächlich waren die Wisente im Schaugehege m.E. auch nicht das Highlight dieses insgesamt sehr gut gemachten Parks. Es war das Zusammenspiel von Informationen, echten Tieren, ausgestopften oder künstlichen Tieren und Erklärungen sowie die Anordnung der Anlage, die insgesamt einfach stimmig waren. Ich habe an dem Nachmittag so einiges gelernt und kann das Wisentgehege nur weiterempfehlen.
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Luchs, Elch, Wildkatze, Bär und Wolf - sie alle durchstreiften unsere Wälder und Wiesen bevor der Mensch sich ausbreitete und die wilden Tiere systematisch tötete.
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Vor 1,5 Millionen Jahren lebte in Asien die Urform der Tiere, die in Europa zu Wisenten und in den USA zum Bison werden sollte. Das Wisent war vor 1.000 Jahren fast in ganz Europa heimisch. Vor 100 Jahren hatten die Menschen die letzten wildlebenden Tiere getötet.
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Mit in Tiergärten und Gehegen lebenden Tieren begann ein Zuchtprogramm zur Rettung der Art. Heute leben wieder knapp 2.000 Wisente in Europa in freier Natur. Weitere gut 1.000 Tiere leben aktuell in Gehegen.
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Nach den Wisenten spazierten wir durch das Gehege des Dammwilds und zu den Wildpferden. Unterwegs trafen wir neben einem ziemlich starren Wisent auch einen Auerochsen. Dieser hatte nicht so viel Glück wie die Wisente, deren Art gerade so noch erhalten wurde. Auerochsen sind ausgestorben. Das waren ziemlich mächtig gewaltige Tiere mit Schulterhöhen von bis zu 1,80 Meter.
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Selfi mit Auerochsen.
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So ist es entstanden. :)
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Hat irgendwer gesagt, dass Wisente Pflanzenfesser sein??
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Sehr spannend fanden wir alle, und besonders auch die Kinder, den Eiszeitpark. Auf einem Rundweg durch den Wald sind vom Wollnashorn über den Höhlenbär und die Säbelzahnkatze bis zum Mammut diverse ausgestorbene eiszeitliche Tiere in originaler Lebensgröße rekonstruiert. Ziemlich beeindruckend und in gewisser Weise bin ich schon froh, dass ich auf Spaziergängen durch den Wald nicht Gefahr laufe einem dieser Tiere zu begegnen.
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Ein Wollnashorn tapst durch den Wald.
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Oh, oh! Ob das gut ausgeht?
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Irgendwie wollte keiner mit dem großen Teddybär kuscheln.
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Die größten Tiere kamen zum Schluss.
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