Sonntag, 15. Oktober 2023

Pudagla...

 … ist eine kleine Gemeinde  auf Usedom zwischen Achterwasser und Schmollensee, unweit von Heringsdorf gelegen. Soweit ich es mitbekommen habe, gibt es in Pudagla vier Haupttouristenattraktionen: Das alte Schloss, den Teufelsstein im Achterwasser, die Bockwindmühle und auf einem Industriegelände im Süden gelegen das Papageienhaus mit Gullivers Welt und einer Indoor Minigolfanlage. Wir besuchten die Bockwindmühle und für die Kinder die Papagein und Gulliver. Die Bockwindmühle ist einen Besuch wert.

Bockwindmühlen sind der älteste Windmühlentyp deutschlands. Bereits vor knapp 900 Jahren gab es erste Erwähnungen. Die Windmühle vor Ort wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut und bis 1937 zum Mahlen von Korn genutzt. 1996 ging die baufällige Mühle in den Besitz der Gemeinde über, welche sie mit Fördermitteln und Spenden zunächst demontierte und dann mit viel neuem Holz wieder aufbaute. Der Hausbaum, das zentrale Herzstück einer Bockwindmühle, musste auch erneuert werden. Heute ist die Bockwindmühle als Museum für Besucher zugänglich und wird nur noch zu besonderen Anlässen zum Schaumahlen genutzt.

Die Bockwindmühle von Pudagla.

Gut zu sehen: der Sterz, auch genannt Vordrehbaum.
Mit diesem schräg nach unten gerichteten Balken
kann die gesamte Mühle gedreht werden - in den Wind
zum Mahlen oder eben aus dem Wind raus.
 
Eine leichtgängige, gut funktionierende
Handmühle. Damit mahlten wir ziemlich
schnell einen Becher Korn.
Blick auf die verkleideten Mühlsteine.
Modelle verschiedener Mühlentypen Mitteleuropas.

Nach unserem Besuch in der Bockwindmühle, fuhren wir noch zu der kombinierten Ausstellung Papageienhaus und Gullivers Welt. Mmh. Den Kindern hat Gullivers Welt als großer Spielplatz gefallen. Für mich gab es ein paar nette Fotomotive, aber alles in allem war es enttäuschend. Die Papagein und Sittiche sind in recht tristen, mit Fliesen ausgekleideten Gehegen ohne Grün. Der 36 Meter hohe (aber liegende) Gulliver ist aufgrund seiner schieren Größe in gewisser Weise beeindruckend. Die einzelnen Fotomotive sind m.E. jedoch recht lustlos über das Außengelände verteilt und in den Innenbereichen roch es teils unangenehm. Diese "Attraktion" möchte ich nicht empfehlen. 

Die Meerjungfrau in der Muschel.
Überblick über 90% des Außengeländes von Gulliver.
Pilze sammeln würde sich hier lohnen - wenn die
Pilze nicht aus Plastik wären.
Zumindest war ich einmal die Größte! :)

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