... sind etwas, was man besonders erleben kann, wenn man die gewohnte Umgebung verlässt und sich in andere Regionen, Gebiete, Länder, Kontinente oder Welten begibt. In welche dieser Kategorien - wenn überhaupt - sich der Freistaat Bayern einordnen lässt, variiert wohl je nachdem wer gefragt wird. Ich habe das erste Januarwochenende jedenfalls in der Region München verbracht. Natürlich war ich da auch nicht allein, sondern hatte einige gute Freunde aus meiner Zeit in Norwegen um mich herum. Zwar waren wir dieses Jahr leider ein paar weniger als letztes Jahr in Strasbourg, aber die Zeit war mindestens genauso toll und nächstes Jahr sind wir vielleicht auch schon wieder vollzählig.
Was macht man so ein Wochenende lang, wenn man sich teilweise seit einem Jahr nicht mehr gesehen hat? Anschweigen? Wohl kaum. Reden - viel und lange - ist da wahrscheinlicher und wobei redet es sich besser, als in gemütlicher Runde beim Essen? Also haben wir gegessen - oft und reichlich und dabei gleich noch die kulturellen Eigenheiten der Bayern erlebbar gemacht. Zugegeben - selbstgemachte Pizza und Raclette fallen aus dem Raster "typisch bayrisch" eher raus, aber die Weißwurscht mit Brezn und süßem Senf und das halbe Hendl im Augustiner in München (also auch noch in authentischer Atmosphäre) muss man zwar nicht lieben, aber kann man ja zumindest mal probiert haben. Und selbst wenn es mal nicht so schmeckt - da ist ja immer noch die gesellige Runde zum Quatschen.
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| Futter! |
Natürlich haben wir aber nicht nur gegessen. Am Samstag haben wir auch die Stadt München selbst unsicher gemacht. Angefangen im Olympiapark von 1972 mit der BMW Welt in der sich die bayrischen Motorenwerke super selbst vermarktet. Später ging es per Pedes, per Bus, U-Bahn und S-Bahn (nasskaltes Nieselwetter) durch die Landeshauptstadt vorbei an der Frauenkirche, dem neuen Rathaus am Marienplatz, Odeonsplatz plus Kirche, Viktualienmarkt, der Asamkirche, dem Hofbräuhaus etc pp.
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Im Olympiapark mit Blick auf den Olympiaturm
und den BMW Zylinder. |
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| Beim Reifenwechsel in der BMW Welt. |
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| Ein relativ ruhiges Fleckchen in der Großstadt. |
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| Das Hofbräuhaus - definitv KEIN ruhiges Fleckchen. |
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| Rathaus am Marienplatz. |
Später am Nachmittag schlurften wir bereits ein wenig geschafft durch das Stadtzentrum vorbei an diversen Schaufenstern. **Achtung - ab hier durchaus ein wenig Ironie** Eigentlich habe ich mit dem sogenannten Shopping ja nichts am Hut, aber in München wird man echt hart auf die Probe gestellt. Zum einen gab es da ein paar Pullover, deren Preise unschlagbar stark gesenkt waren, aber da es sich leider um eine Herrenkollektion handelte, blieb ich dann doch standhaft und ließ das bisschen Wechselgeld, was es am Ende noch kostete, in der Tasche. Die im Schaufenster eine Ecke weiter angebotenen Uhren waren zwar ein wenig preisintensiver, aber die schlichte Eleganz und Einfachheit überzeugten. Am Ende entschied ich mich allerdings doch gegen einen Kauf, da man sich bei unsichtbaren Uhren am Handgelenk schließlich nie sicher sein kann, ob man die Uhr gerade trägt oder nicht und mit dem Zeit ablesen ist es auch nicht so weit her.
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Die vordere Strickjacke war um 239€ gesenkt, der
Pulli dahinter sogar um 248€. Schlussverkauf lohnt. |
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| Unsichtbare Armbanduhren für das geschulte Auge. |
Jedenfalls hatten wir unseren Spaß. Als es dann schon eine ganze Weile dunkel war, fuhren wir zu einer Adresse in München, wo wir uns in einen Raum einsperren lassen und innerhalb einer Stunde versuchen wollten wieder raus zu kommen. Das Ganze firmiert unter Namen wie Room Escape, Hint Hunt oder Adventure Rooms. Das Konzept ist immer das Selbe: man wird in einen Raum eingesperrt und hat anschließend eine Stunde Zeit wieder rauszukommen. Die Uhr tickt unaufhörlich. Und es macht Spaß! Wir haben nach 53 Minuten und knapp 30 Sekunden wieder die Luft der Freiheit schnuppern können. Gemessen daran, dass es wohl nur ca ein Drittel schafft zu entkommen, waren wir natürlich besonders stolz auf uns.

Am Sonntag spielten wir in Freising, nördlich von München, Tourist, da unsere freundliche Gastgeberin für das Wochenende dort wohnt und uns somit die schönsten Plätze zeigen konnte. Ganz wie es Stadtführerinnen so tun, erklärte sie uns auch einiges zur Stadt. Hängen geblieben ist unter anderem die Legende, dass das Lasttier des Heiligen Korbinians irgendwo bei Freising von einem Bären gerissen wurde, weshalb Korbinian seine Habseligkeiten einfach dem Bär auftat und mit ihm zusammen weiterpilgerte. Deshalb findet man heute noch in der ganzen Stadt diverse Bären(Statuen).
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| Die Isar in Freising. |
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| Der Dom St. Maria und St. Korbinian auf dem Domberg. |
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Von außen doch eher schlicht, ist der Dom
innen reich verziert. |
Irgendwann hieß es dann aber doch wieder Abschied nehmen. Wir knuddelten noch ein wenig die in ganz Freising verteilten Bärenstatuen und freuen uns bereits auf das nächste Zusammentreffen.
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| Ein Käsebär mit Maus und zwei Franzosen. |