Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die letzte Etappe...

... der Frankreich-Reise war Paris. Um diese Stadt kommt man einfach nicht herum. Es ist fast unmöglich mit dem Zug aus dem Westen Frankreichs kommend nicht durch die Hauptstadt geschleußt zu werden, wenn man nach Deutschland will. Frankreich ist und bleibt zentralistisch und das Zentrum ist Paris. Alle Wege führen nach Rom? Mitnichten. Alle Wege führen immer wieder nach Paris und es ist wirklich eine sehenswerte Stadt, wenngleich ein Großstadtaufenthalt nicht das ist, was ich unter Urlaub verstehe - zumindest nicht die Art Urlaub, nach der man entspannt zurück nach Hause kommt. Es ist eher die Art Urlaub, nach der man erschöpfter ist, als zuvor. Zusammen mit ein paar Freunden aus Norwegen oder auch allein begab ich mich vier Tage lang auf Entdeckungstour. Theoretisch könnte ich über jeden einzelnen Tag endlos viel schreiben, aber dafür fehlt mir die Zeit zum Schreiben und euch dann sicherlich auch zum Lesen. Deshalb möchte ich mich vor allem auf Bilder beschränken, in deren Beschriftung noch einige Informationen enthalten sind.

Jardin du Luxembourg - eine der grünen Oasen Mitten in der
trubeligen Metropole.
Viele der heute bekannten Gebäude (hier das Pantheon) sind nur entstanden,
weil Größenwahn eine Chance bekommen hat sich zu manifestieren. In
der Krypta des Pantheon's ruht, wer in Frankreich Rang und Namen hat(te):
Voltaire, Marie & Pierre Curie, E. Zola, V. Hugo, Braille, Rousseau und viele andere.
Das reich verzierte Hôtel de Ville.
Nahe der Börse.
Drei der Kirchen von Paris: die etwas unbekannte aber sehr
beeindruckende St Eustache, der Klassiker Notre Dame und
die weißen Kuppeln von Sacre Coeur.
Zwei der vier recht hässlichen Bürotürme der französischen
Nationalbibliothek (BNF), Standort F. Mitterand direkt an der Seine.
Nahe der BNF.
Die Seine mit Blick auf Notre Dame.
Das Centre Pompidou und seine Umgebung.
Wenn man in die großen Museen will, sollte man Zeit mitbringen -
im Museum und auch schon in der Schlange davor, um überhaupt
eingelassen zu werden.
Blick aus einem Fenster des Louvre. Im Dunst zu sehen von links
nach rechts sind der Eiffelturm, Place de la Concorde mit dem
Obelisken, Triumpfbogen und dahinter die Hochhäuser von La Defense.
Blick von einer Seine Brücke auf den Louvre links und das
Musée d'Orsay am rechten Ufer.
An der zentralen Halle des Musée d'Orsay ist leicht zu erkennen,
dass dieses Museum früher ein Bahnhof gewesen ist.
Blick vom Vorplatz der Sacre Coeur über Paris.
Kunst wird groß geschrieben in Paris. Vielleicht kann man die Anzahl der offiziellen Museen noch benennen, doch schon bei der Anzahl privater Galerien und Ateliers dürfte es schwierig werden und dann sind da ja auch noch unzählige Straßenkünstler, deren Arbeiten oftmals nicht weniger faszinierend sind. Moderne, Klassik, Surrealismus. Skulpturen, Installationen, Gemälde, Grafiken, Fotografien. Unter Glas im Museum oder als Grafitti an eine Mauer gesprüht. In Paris wird wohl jeder fündig und dabei habe ich bisher nur die bildenden Künste genannt!
Ich habe die drei großen Museen Louvre, Musee d'Orsay und Centre Pompidou ganz oben auf meiner Liste gehabt - gehört wohl irgendwie zur Bildung dazu, wenn man ein bisschen Zeit in Paris hat und außerdem kommen EU BürgerInnen bis einschließlich 25 Jahre kostenfrei rein. Das wollte ich schnell noch einmal ausnutzen. So bestaunte ich beeindruckende und bekannte Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten  (bspw. Rodin, van Gogh, Cézanne, Monet, da Vinci, antike Skulpturen etc. pp.) und zumindest für Kunstlaien wir mich augenscheinliche Banalitäten (bspw. Brecht's Anordnung von Regal, Kleiderständer und Tisch). Der Espace Dalí war nicht schlecht, aber ich hätte es viel größer und umfangreicher erwartet. Besonders in Montmartre lohnt es sich auch einfach durch die Straßen zu schlendern und den Künstlern direkt bei der Arbeit zu zuschauen.
Der Louvre ist wohl das bekannteste Kunstmuseum der Welt.
Der Gebäudekomplex selbst wäre auch ohne all die Kunstwerke
darin schon sehenswert.
Einige Skulpturen im Louvre.
In Centre Pompidou findet sich die Kunst der Moderne.
Musée d'Orsay: es tat gut, sich mal ein paar Minuten setzen zu können.
"Le surréalisme c'est moi" - Salvador Dalí.
Interessant ist vieles - egal ob van Gogh's Selbstporträt oder der
  Eiffelturm ein wenigmodifiziert wurden, ganze Beine bildlich
verspeist werden oder man dem Künstler bei der Arbeit zuschaut.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich mir in Paris meine Kulturdosis für die nächsten Monate abgeholt habe. Aber natürlich hat Paris mehr zu bieten, als nur Kultur. Nur mit Platz (z. B. fürs Parken von Autos) sieht es im wahrsten Sinne des Wortes eng aus.
Ich werde in Paris lieber nie parallel parken.
Weil es so schön war mit dem französischen Savoir Vivre auch
noch eine Version aus Paris, wobei hier natürlich alle Küchen
der Welt vertreten sind. Mit einer Notre Dame aus Schokolade
und Macarons liegt die Vermutung nach Paris jedoch nah.
Natürlich kann ich den Blog nicht ohne ein Bild vom wohl
bekanntesten Wahrzeichen Paris enden lassen.
Für den Parc de la Villette mit dem Wissenschafts- und Industrie-
park hatte ich am letzten Abend leider nur noch eine halbe Stunde.
Vom Ostbahnhof ging es dann zurück nach Deutschland.

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