Donnerstag, 12. Oktober 2017

42,195 km lang...

... war die zu bewältigende Strecke für die rund 44.000 Läufer, 5.500 Inlineskater und 250 Rollstuhlfahrer und Handbiker aus 137 Nationen, die beim Berlin Marathon 2017 vor knapp drei Wochen an den Start gingen. Als bekennende Kraftsportlerin, die Ausdauersportarten persönlich nicht ganz so gerne macht, bin ich natürlich nur zum Zuschauen in die Bundeshauptstadt gefahren.
Die blauen Linien markieren den optimalen
Streckenverlauf - für Weltrekordversuche durch-
aus eine relevante Information.
Auf der Kartenseite einer großen Internetsuch-
maschine war der Streckenverlauf eingezeichnet.
Vor Ort hingen überall an der Straße Plakate.
Der erste Berliner Marathon fand 1974 mit nur 286 Teilnehmern statt - damals natürlich noch in Westberlin. 1990 wurde beim Rennen drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung das damalige Teilnehmerlimit von 25.000 Startern erreicht und führte zum ersten Mal durch das Brandenburger Tor. Mittlerweile ist der Berlin Marathon eine Veranstaltung, die immer am letzten Septemberwochenende über zwei Tage nicht nur klassisch Marathonläufern, sondern auch Inlineskatern, Rollstuhlfahrern, Handbikern und Teilnehmern vom Mini-Marathon (4,2195 km) und Bambinilauf die Option bietet, sich mit anderen zu messen.
Schilder am Rande des Geschehens.
Den Inlinemarathon in Verbindung mit dem "normalen" Berlinmarathon gibt es seit 1997. Aufgrund der stark gestiegenen Teilnehmerzahlen (nur etwa 440 beim ersten Lauf) wird dieser seit nunmer fast 15 Jahren immer am Samstag und nicht mehr direkt in Verbindung mit dem Marathon der Läufer am Sonntag durchgeführt. In diesem Jahr war das wettertechnisch auch Glück für die Teilnehmer. Am Samstag sind zumindest alle, die mindestens eine halbe Stunde schneller waren, als das Zeitlimit von zweieinhalb Stunden, noch trocken ins Ziel gekommen. Besonders beim Inlineskaten ist der Unterschied zwischen einer trockenen Strecke zu einer regennassen, deutlich glatteren Strecke unangenehm zu spüren. Die Läufer am Sonntag hatten bei kühlem Dauerniesel nicht so viel Glück. Das mag einer der Gründe gewesen sein, warum der Weltrekordversuch bei den Läufern am Sonntag scheiterte. Allgemein ist die Berliner Marathonstrecke aber die schnellste Strecke der World Marathon Majors Veranstaltungen (neben Berlin noch London, Boston, NYC, Chicago und Tokio).
Wenige Minuten vor dem Start des Inlinemarathons.
Bei Kilometer 7 ist das Feld noch recht gut beisammen.
Am Potsdamer Platz standen viele Zuschauer.
Durchs Brandenburger Tor durch und dann hieß es: Zielsprint.
Dadurch, dass ich nicht nur im Start- und Zielbereich zuschauen und anfeuern wollte, legte ich während der reichlich eineinhalb Stunden bis zum Zieleinlauf des Sportlers, dessen Rennen ich besonders verfolgte, auch einige Kilometer zurück. Nach dem Start ging es auf Schusters Rappen schnell zum 7km-Punkt und von dort mit der S-Bahn weiter zum Halbmarathonmarker. Nach einem Stopp am Potsdamer Platz, an dem sehr viele Menschen zuschauten, eilten wir zum Zielbereich. Auf diese Art und Weise wurde uns zum einen nicht kalt und zum anderen konnten wir im Vorbeilaufen noch ein bisschen sightseeing betreiben. Insgesamt war es ein recht kurzweiliger Wochenendausflug nach Berlin, der einen sportlichen Fokus hatte.
Einen Tag vor der Bundestagswahl vor dem Reichstagsgebäude.
Das Bundeskanzleramt.
Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten.
Normale Touristen und Zuschauer vom Marathon vermischen
sich vor dem Brandenburger Tor.

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