... gönnten wir uns im September. Nach den ganzen Auslandsreisen für Sport, Freunde treffen und Arbeit beschlossen wir den privaten Urlaub dieses Jahr ganz entspannt in einer kleinen, gemütlichen Ferienwohnung nahe dem Geierswalder See in der Lausitz zu verbringen.
Sofern das Wetter es zuließ, genossen wir die Sonne, schwammen ein wenig und entspannten draußen.
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| Strand am Geierswalder See. |
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| Das ist Urlaub. |
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| Sonnenuntergang am Geierswalder See. |
Da es meist aber doch schon etwas kühler war, nutzten wir bei Trockenheit auch die Räder aus der Ferienwohnung und erkundeten so das Seenland. Wir besuchten ähnliche Ecken wie bei unserem Urlaub vor drei Jahren und schauten, welche Veränderungen wir in der noch jungen Naherholungsregion wir feststellen konnten. Insgesamt ließen wir alles sehr ruhig angehen und genossen die freie Zeit. Das Faulsein und Ausschlafen taten genauso gut wie die Bewegung an der frischen Luft.
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Schusters Rappen werden geschnürt und dann
geht es los. |
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Vor Fahrtbeginn mussten wir auch sicherstellen, dass die kleine
"Mütze" nicht mehr im Fahrradkorb saß. |
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Es wird noch einige Jahr(zehnt)e dauern, bis die Gebiete um die
ehemaligen Tagebaue vollständig renaturiert sind. |
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Man muss nicht sehr hoch stehen, um einen guten
Überblick über das flache Land zu haben. |
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Vom rostigen Nagel aus hat man einen Überblick
von deutlich weiter oben. |
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| Auch entlang des Senftenberger Sees gibt es Aussichtstürme. |
Am vorletzten Tag unseres Urlaubs gönnte ich mir dann aber doch noch mal einen heftigen Adrenalinkick. Im Juli hatte ich bereits den Jetlev-Gutschein eingelöst, den ich zum Geburtstag bekommen hatte. Neben diesem hatte ich auch einen Gutschein für einen Tandem-Fallschirmsprung bekommen und diesen wollte ich am Flughafen Neuhausen nahe Cottbus einlösen.
Das Wetter war mittelmäßig aber ausreichend gut für Flug und Sprung. Da die Wolken relativ tief hingen, konnten wir jedoch nur auf 3.500 statt auf 4.000 Meter steigen. Die 500 Meter kosteten mich wenige Sekunden freien Fall, aber ich glaube, den Unterschied hätte ich auch nicht bemerkt. Zu viele Eindrücke strömten in dieser kurzen Zeit auf mich ein.
Nach einer Einweisung am Boden flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine fast eine halbe Stunde immer weiter nach oben, bis es dann soweit war. Ganz einerlei war es mir nicht aus dem Flieger zu springen, wobei es vor allem das Ungewisse war, was die Anspannung in mir auslöste.
Den Fall selbst zu beschreiben fällt mir schwer. Alles ging verdammt schnell und da ich Eindrücke verarbeiten musste, die ich bis dahin noch nicht kannte, verging die Zeit bis zum Öffnen des Schirms gefühlt noch einmal schneller. Als wir nach ca. 40 Sekunden am Fallschirm hingen und gemütlich weiter gen Boden schwebten hatte ich Zeit die Landschaft zu genießen und zu überlegen, was während des Freifalls passiert war. Die Luft war mir entgegengeschlagen. Ich hatte keinen Halt gehabt. Aufregung und Erstaunen hatten sich abgewechselt und dann war wie gesagt alles schon wieder ganz schnell vorbei gewesen.
Da ich durch das Tandem nicht selbst steuern konnte, wurde ich beim Sinkflug immer wieder ein bisschen überrascht, wenn mein Tandemmaster plötzlich eine Kurve flog. Dieses Gefühl der Ungewissheit, wann sich wieder alles drehen würde, gefiel mir nicht so gut. Insgesamt war es aber sehr interessant den Boden immer näher kommen zu sehen. Gefühlt schwebten wir eine ganze Weile auf relativ unveränderter Höhe und plötzlich war die Wiese dann direkt unter uns.
Die Landung auf dem Hintern war butterweich. Als ich schließlich wieder auf meinen beiden Beinen stand, begannen sich meine Mundwinkel nach oben zu ziehen und die nächsten 20 Minuten in dieser Einstellung zu verharren. Ich konnte einfach nicht anders als zu grinsen. Es war ein sehr interessantes Erlebnis von nicht einmal zehn Minuten Dauer gewesen, aber eins, welches ziemlich einprägsam war.
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| Kurz bevor es für die Springer ins Flugzeug geht. |
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| Mein Tandemmaster und ich nach Öffnen des Schirms. |
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Erst nur ein kleiner Punkt am Himmel kommen wir immer
tiefer und Landen schließlich butterweich auf der Wiese. |
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| Heil wieder am Boden angekommen. |
Den Abend ließen wir dann mit einem guten Essen ausklingen und schauten zu, wie die untergehende Sonne die Windräder am Horizont in ein oranges Licht tauchte. Schade, dass der Urlaub schon wieder zu Ende war.
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| Abendstimmung im Lausitzer Seenland. |
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