Montag, 16. April 2018

Schnorcheln in Neuseelands ältestem Meeresschutzgebiet...

... waren wir Anfang März. Die Schnorchel- und Tauchbedingungen um Goat Island, einer kleinen, nur etwa 100 Meter vom Festland entfernten Insel, wurden in Reiseführern häufig beworben. Aufgrund unserer häufig enttäuschten World-best-Erfahrungen und den zurückhaltenden Berichten von Freunden sind wir mit niedrigen Erwartungen hin gefahren.
Wenn man kein Schnorchelgebiet mit vielen bunten Fischen und Korallen erwartet und möglichst unter der Woche nach Goat Island fährt, dann macht ein Ausflug dorthin Spaß. Der Strand ist eine Mischung aus Sand und rauem Stein. Etwas zurückgesetzt stehen einzelne Bäume und zum Teil liegt etwas Treibholz am Strand. Unser erster Abend vor Ort war wirklich schön. Wir waren den Großteil der Zeit alleine. Da ich mir eine Erkältung eingefangen hatte, spazierte ich nur am Strand entlang und ließ mir im Anschluss von Fischen, Kelp und sogar einem Rochen berichten.
Grüne Hügellandschaften und Küste prägen das Bild des Northlands.
Bäume am Strand.
Bei Ebbe ragen die Steine aus dem Wasser.
Fisch und Seetang.
Das waren die buntesten Fische. Davon gab es reichlich.
Ein Rochen von vorn.
Der selbe Rochen von oben.
Den nächsten Tag regnete es nahezu ununterbrochen und ich schlief die meiste Zeit, um wieder gesund zu werden, was auch ganz gut klappte, so dass wir Freitag zusammen vor Goat Island schnorcheln gehen konnten. Es war schon deutlich mehr Betrieb als Mittwoch, aber noch angenehm. Da mit Schwimmen und Schnorcheln nicht sonderlich viel Geld zu verdienen ist, gibt es natürlich auch noch andere Angebote, die alle auf die Beobachtung der Meereslebewesen abzielen und mehr oder weniger Kontakt mit dem nassen Element erfordern. So gibt es mehrere Tauchanbieter, einen Verleih von durchsichtigen Kayaks und auch ein motorisiertes Glasbodenboot. Als wir Samstag Morgen noch ein letztes Mal zum Schnorcheln kamen, blieben wir nicht lange. Zum Einen trieben im Wasser einige Quallen und noch viel anstrengender waren die ganzen Menschen am Strand und im Wasser. Bis nach Auckland ist es nur eine reichliche Stunde Fahrzeit und am Wochenende schwärmen die 1,5 Millionen Menschen gern an die Strände aus.
Ein durchsichtiges Kayak liegt verankert vor der Küste. Als Anker...
... diente diese Hantel.
Ein Meeresbewohner...
... ein anderer Meeresbewohner und...
... eine Meeresbesucherin.
Insgesamt gab es schon einige Fische zu sehen.
Viel zu viele Menschen am Samstag.
Die Möwe betrachtet das Treiben.
Geschlafen haben wir im kleinen Örtchen Leigh mit nicht einmal ganz 500 Einwohnern in einem Bed and Breakfast, das von einem sehr freundlichen Paar betrieben wird. Wir haben gern bei Kiwis übernachtet, weil wir in den Gesprächen mit den Bewohnern so einiges über Kultur, nicht ganz so bekannte Orte und auch Alltagsdinge wie das Rentensystem in Neuseeland gelernt haben. Etwas abseits der Hauptsaison Anfang März erlebten wir Leigh als gemütliches, verschlafenes kleines Fischerdorf mit einem hübschen Hafen, teurem Gemischtwarenladen und - wie in so vielen der kleinen Orte in NZ - einer TakeAway Eatery, in der sich die Leute des Ortes Abends gern auf einen Plausch treffen.
Abendessen einer Möwe am Hafen von Leigh.
Unter Beobachtung am Hafen von Leigh.

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