... sprach das Thema der Heizungsproblematik an. Fand ich es gestern noch ein wenig nervig, finde ich es mittlerweile super nervig. Bevor ich ins Bett gegangen bin, hatte ich das Fenster 20 Minuten lang auf. Trotzdem bin ich nach knapp drei Stunden aufgewacht, weil ich so geschwitzt habe. Nervig! Als ich das Fenster geöffnet habe, wachte natürlich meine Zimmergenossin auch noch auf.
Die Luft im Zimmer ist trocken, warm und stinkt nach Heizung. Ich habe Kopfschmerzen. Meine Sichtweise, dass es viel zu warm ist und SiT nächste Woche definitiv noch einmal etwas an der Heizung machen muss teilt hier niemand. 'Wir können doch die Fenster aufmachen. Bezahlen wir doch nicht.' Ich hasse diese Einstellung, die immer nur auf das Geld schaut. Kann man nicht mit gesundem Menschenverstand an die Angelegenheit gehen? Es ist Verschwendung von Ressourcen! Wir beuten unseren Planeten schon genug aus. Ich bin ja nun kein 'Öko'. Mein ökologischer Fußabdruck könnte besser sein. Ich nutze das Flugzeug, um im Dezember von Norwegen nach Hause zu fliegen. Zug wäre wahrscheinlich umweltverträglicher. Nur wäre ich dann statt einem halben Tag zwei Tage unterwegs. Natürlich sind wir Menschen bequem und wir geben unseren Luxus nicht gern auf aber es gibt auch schon so viele Dinge, die wir tun können, ohne uns einschränken zu müssen.
Es ist traurig aber wahr, dass viele Menschen nur über die Geldschraube zu durchdachterem Verhalten gezwungen werden können. Sofern die Heizkosten extra bezahlt werden müssten, ließen die Leute im Winter die Fenster nicht freiwillig offen stehen, während die Heizung auf Hochtouren läuft und sie im Zimmer im T-Shirt sitzen. Ein weiteres Beispiel ist, dass das Licht im Gang oftmals die ganze Nacht brennt. Wozu? Es ist ohnehin immer eine Notbeleuchtung angeschaltet. Warum muss es zwischen ein und sechs Uhr nachts auf dem Gang taghell sein? Zwar schalte ich es oftmals nach Mitternacht aus, aber manchmal ist es schon zehn Minuten später wieder an.
Da ich gerade so schön in Fahrt bin: Das Küchenequipment hier in Persaunet wurde uns gestellt. Konkret bedeutet das, dass bei unserer Ankunft kleine und große Teller, Schüsseln, Gläser, Tassen, Töpfe, Besteck etc. in massenhafter Anzahl vorhanden waren. Niemand musste es sich kaufen. Das heißt: niemand hat dafür bezahlt. Das heißt: niemand fühlt sich dafür verantwortlich. Da jede Etage ein paar andere 'Extras' wie Käsereibe oder Auflaufform hat, wandern diese Dinge zwischen den unterschiedlichen Etagen hin und her. Das ist nervig genug, aber zumindest tauchen die Dinge (meistens) wieder auf. Seit gut zwei Wochen sind jedoch nur noch knapp zehn Gläser. Auf der Etage unter uns sieht es nicht besser aus. Außerdem fehlen uns die Tassen. Die Etage unter uns hat nur noch acht Messer. Gläser und Tassen können zerbrechen (und das passiert hier regelmäßig, da ja niemand dafür bezahlt hat und es deshalb niemanden wirklich stört, wenn mal wieder was zu Bruch geht) aber warum werden die Messer auch weniger? Letztens habe ich ein leeres Glas im Schnee neben der Bushaltestelle gefunden. Es ist sooo nervig.
Ja Menschen sind schon scheiße.
AntwortenLöschenBekomme ich auch oft genug mit, dass alles was nicht selbst bezahlt wird und den eigenen Stempel trägt, schäbig behandelt wird. Mit der Heizung ist im Wohnheim sicher nicht anders. Aber um dich zu trösten, es gibt auch Menschen wie dich...ich mache meine Heizung auch immer aus und mache mein Fenster auf (auch über Nacht -> mache das doch auch und heizt die Heizung auch bei 0 ?)
(b)
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