Donnerstag, 21. August 2025

Kawaii...

 ... ist das japanische Wort für "niedlich" bzw. "süß" und gehört neben "arigato gozaimasu" (ein höfliches Danke), "konnichiwa" (hallo/ guten Tag) und "sumimasen" (Entschuldigung) zum schnell gelernten Grundwortschatz im Land der aufgehenden Sonne. Bei uns wurden natürlich oft die Kinder als "kawaii" bezeichnet und in schicke Kimonos gekleidete Kinder sehen wirklich knuffig aus. Bei den Japanern beschreibt "kawaii" aber ein generelles kulturelles Phänomen, das sich auf alle Bereiche der Gesellschaft erstreckt, von der Mode und Popkultur bis hin zu Produkten, Dienstleistungen oder auch behördlichen Veröffentlichungen.

Redhead mit dem Maskottchen vom Yoshinogari 
Historical Park auf Kyushu

Mangafiguren mit viel zu großen Köpfen und Augen kennt sicherlich jeder. Dazu kommen eine unübersichtliche Anzahl an Maskottchen - gefühlt für jede Stadt und jede Lebenslage mindestens eins - die dann wiederum überall zu finden sind - vom Kuscheltier über bedruckte Lebensmittelverpackungen oder direkt Kekse in der entsprechenden Maskottchenform, bunte Statuen, die in der Stadt verteilt stehen, Alltagsklamotten oder auch offensichtliche Verkleidungen bis hin zu Baustellenabsperrungen und Sonderzügen im Stil einer bestimmten Animefigur. Verzierungen mit Blümchen, Herzchen oder ähnlichen Dingen, die zu Verniedlichungen führen, gibt es natürlich auch. Ob man dieses kulturelle Phänomen nun gut, nervig oder irgendwas dazwischen findet, sei jedem selbst überlassen. Entgehen kann man kawaii in Japan jedenfalls nicht.

Eine weltbekannte Katze und andere Maskottchen.
Damit man nicht aus Versehen
einen seiner zwei Essstäbchen
verlegt, gibt es Klammern dafür - 
natürlich in Form von knuffigen Tieren.
Zwei Maskottchen vor einem Restaurant.
Milchbrötchenteig mit Schokolade verkauft sich
natürlich auch besser, wenn er kawaii aussieht. 
Mangafiguren auf Snacks und Instant-Ramen.
Ein Maskottchen aus Naturmaterialien
nachgebaut. 
Wenn ich diese großen Auge der Mieze
sehe, muss ich sie auf jeden Fall füttern!
Das Flugzeug ist hübsch anzusehen. 
Sicherheitsinstruktionen im Animestil. 
Ob man in diesen Briefkasten nur Liebesbriefe
oder auch Rechnungen stecken darf? 
Auch Südkorea - hier am Flughafen von 
Incheon - kann übertrieben kitschig. 

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass nicht alle Animefiguren kawaii sein müssen - und trotzdem quer übers Land verteilt zu finden sind - besonders Studio Ghibli Figuren, One Piece oder die Gundam Roboter kreuzten öfters unseren Weg. 

In der Präfektur Kumamoto gibt es
mehrere Statuen der One Piece Charaktere. 
Der Erfinder der Mangaserie stammt aus Kumamoto.
Der Katzenbus Nekobasu aus dem Film "Mein 
Nachbar Totoro".
Totoro höchstpersönlich. 
Baustellenabsperrungen sind selten langweilig. Hier 
ist es One Piece, aber auch Hello Kitty oder andere
Tiere haben wir gesehen. 

Ein Maskottchen, welches es uns ganz besonders angetan hatte, da wir auch in der Geburtstadt dieses schwarzen Bärs waren, werde ich in einem der kommenden Blogeinträge noch einmal gesondert vorstellen. 

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