... direkt aus der Quelle zapften wir am Abend bei unserer Rückkehr vom Mt. Aso Vulkanmassiv am südlichen Rand der Caldera von der Shirakawa Quelle.
In der Aso-Region soll es über 1.500 Orte mit Quellen geben. Dieses Quellwasser wird für den Nahrungsanbau und für alltägliche Dinge verwendet. Das Dorf Minami-Aso, in dem wir auch übernachteten, ist bekannt als "das Dorf, in dem Wasser geboren wird".
Aufgrund des hohen Niederschlags im Tal, welches eingebettet zwischen den fünf Hauptgipfeln von Aso und dem südlichen Rand der Aso-Caldera liegt, gibt es in Minami-Aso reichlich Quellwasser. Der jährliche Niederschlag in der Aso-Region beträgt mit etwa 3.000mm mehr als doppelt so viel wie der nationale Durchschnitt für den Rest Japans. Minami-Aso hat 11 verschiedene Hauptquellen und die berühmteste ist die Shirakawa-Quelle.
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| Das Wasser der Shirakawa-Quelle wird in einem eingefassten Becken aufgefangen, bevor es abfließen kann. Das gibt Besuchern... |
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| ... die Möglichkeit sich mit Hilfe von zur Verfügung gestellten Trichtern und Schöpfgefäßen eigene Flaschen mit dem Quellwasser zu füllen. |
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| Da unter der Oberfläche drückt es x Kubikmeter Wasser pro Minute nach oben. |
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| Natürlich ist die Quelle in einen Schrein eingebettet. |
Wir erreichten die Quelle erst kurz nach 18 Uhr, was aus zweifacher Sicht super war. Zum einen schließen touristische Orte in Japan fast immer 16 oder spätestens 17 Uhr, was super nervig ist, wenn man sich am späten Nachmittag noch etwas anschauen mag und das dann schon geschlossen hat. Die Quelle war in dem Sinne jedoch nicht verschlossen. Nur am Eingangshäuschen saß niemand mehr, der einem 100yen abnehmen oder Flaschen zum Wasserabfüllen hätte verkaufen können. Der zweite Pluspunkt neben dem gesparten Eintritt hing mit dem ersten zusammen. Nicht nur gab es keine offizielle Person mehr am Eingang, sondern allgemein gab es keine Besucher mehr, so dass wir diesen tollen Ort ganz für uns allein genießen konnten. Das Wasser war wirklich klar und die Kinder hatten Freude daran unsere selbst mitgebrachten Wasserflaschen vor Ort für den Abend zu füllen. Irgendwo stand auch wieviel Kubikmeter Wasser pro Minute aus der Quelle rausgepresst werden, doch diese erstaunlich hohe Zahl habe ich leider wieder vergessen. Nachdem wir unseren Durst gestillt und die nun erneut vollen Wasserflaschen wieder eingepackt hatten schlenderten wir noch ein wenig durch das Schreingelände, welches um die Quelle herum errichtet worden war, ehe wir zurück zur Unterkunft fuhren. Am nächsten Tag wollten wir uns nämlich auf den Weg zu Kurokawa Onsen machen.
Der Begriff „Onsen“ bezieht sich ebenfalls auf Quellwasser, nur dass dieses durch unterirdische Magma erwärmt an die Oberfläche tritt und meist spezielle Bestandteile wie Schwefel, Eisen oder einen alkalischen Ph-Wert enthält. Onsen-Gebiete gibt es an 36 Orten in Aso. Auf Onsen-Besuche hatte ich mich mit am meisten vor unserer Abreise nach Japan gefreut - und ich sollte nicht enttäuscht werden. Ihr müsst euch mit einem Bericht darüber jedoch noch ein wenig gedulden, denn erst kommen noch ein paar andere Reiseberichte.


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