... und mehr Fahrräder als Autos sowieso. Kopenhagen ist eine Fahrradstadt durch und durch! Es gibt im Stadtgebiet wohl knapp 400km Radwege und Ampelregelungen bevorzugen RadfahrerInnen besonders früh und nachmittags auf dem Weg zur oder von der Arbeit - was nicht heißt, dass es nicht trotzdem zu langen Schlangen von mehreren Dutzend FahrradfahrerInnen vor den Ampeln kommt bevor diese wieder auf grün schalten.
Die Radwege in Kopenhagen sind ein Traum! Zum Einen sind sie so breit, dass locker auch ein Auto darauf fahren könnte. Das hat den Vorteil, dass ein schwer beladenes und damit vielleicht nicht ganz so schnelles Lastenrad - und davon fahren viele durch die Stadt! - rechts fahren kann und links immer noch bequem von einem anderen Fahrrad auf dem Radweg überholt werden kann.
Zum Zweiten ist die Verkehrsführung auf die Fahrräder ausgelegt und nicht primär auf die Autos. Während ich in deutschen Städten, sofern es überhaupt Radwege gibt, mit dem Rad häufig hoch und runter muss, oftmals der Radweg einfach mitten auf der Straße endet, weil dafür kein Platz mehr vorgesehen ist oder aufgrund von Baustellen die Autos über den Radweg geleitet werden, schienen mir die Radwege in Kopenhagen wirklich geschützte und durchdachte Bereiche für RadfahrerInnen zu sein.
Zum Dritten gab es einige Wege, die nur für RadfahrerInnen (und FußgängerInnen), erlaubt waren und über kleinere Brücken über die Kanäle führten, um Strecken für nicht-motorisierte VerkehrsteilnehmerInnen kurz zu halten, wärend die Autos längere Wege über Hauptverkehrsstraßen nehmen mussten. Der Verkehr wurde folglich effizient geleitet.
Sobald man sich nicht nur auf seine zwei Füße zum Fortbewegen verlässt, muss man sein Transportmittel auch irgendwo abstellen. Es gibt unzählige Fahrradstellplätze in der Stadt - draußen an klassischen Fahrradständern, an hübsch designten Fahrradständern, in überdachten Fahrradgaragen oder auch in einer Art Tiefgarage am Metro-Eingang. Der Vorteil von Fahrradparkplätzen: sie brauche für die gleiche Anzahl an Gefährten viel weniger Platz als die selbe Anzahl an Autos.
An meinem letzten Tag in Kopenhagen beschloss ich mich selbst auf einen Drahtesel zu schwingen, was natürlich problemlos möglich war, denn zwischen all den Fahrrädern stehen auch immer wieder Leihräder rum, die man sich problemlos per App ausleihen kann. Es gab mindestens drei verschiedene Anbieter. Ich entschied mich für einen, hinterlegte mein Zahlungsmittel und schon gehörte ich ebenfalls zur fahrradfahrenden Bevölkerung von Kopenhagen. Ein Reiz darin andere Länder zu bereisen liegt im Verstehen der örtlichen Kultur. :)
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| Redhead auf dem Rad durch Kopenhagen. |
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| Ein Teil der Fahrradschlange an einer roten Ampel zur nachmittäglichen Rushhour. |
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| Viele Familien mit Kindern in Kopenhagen besitzen ein Lastenrad. Auch Erwachsene habe ich in Lastenrädern sitzen sehen. |
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| An der Wasserkante mit Blick auf die Oper früh auf dem Weg zur Arbeit. |
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| Da bekommt der Ausdruck "mit dem Rad an den Strand" nochmal eine andere Bedeutung. |
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| Mit Lastenrad und Gitarre ans Wasser zum Entspannen. |
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| Sonnenuntergang am Street Food Markt Broens über einer Schar von geparkten Fahrrädern. |
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| Am Strand gibt es sehr viele Parkplätze - für Räder. |
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| Kleine, kreative Fahrradständer. |
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| Und sollte man sich weder mit Fahrrad noch Auto in Dänemarks Hauptstadt wohlfühlen, gab es immer noch die Option der Pferdekutsche. |
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