... ist nicht nur was für südliche Urlaubsregionen. In Kopenhagen steht vielleicht nicht an jeder Ecke ein Streetfood-Wagen, aber es gibt (mindestens) zwei größere Plätze, die viele Angebote und zum Verweilen einladende Sitzgelegenheiten haben. Broens Street Food liegt zwischen der Freistadt Christiania und dem Nyhavn und für uns damit genau entlang des Fußwegs vom Konferenzort zu unserem Apartment. Ein Stopp auf dem Heimweg fürs Abendessen war damit eine natürliche Option. Während wir dort auf Bierbänken saßen und quatschten, machte uns jemand anderes aus der erweiterten Gruppe darauf aufmerksam, dass es noch einen anderen, viel größeren und berühmteren Street Food Markt gäbe: Reffen.
Ich dachte mir so: ich bekomme auch hier etwas zu essen. Reffen ist zu Fuß eine dreiviertel Stunde entfernt und liegt nicht direkt in meiner Richtung. Warum sollte ich extra dort vorbeischauen? Als ich nach meinem Spaziergang durch Christiania am südlichen Ende des Stadtteils Holmen ankam, wirkte Reffen jedoch nicht mehr so weit weg. Es war Freitag Abend und ich hatte Hunger. Street Food in Kopenhagen verspricht nicht nur angenehmes Flair und Geselligkeit, sondern auch Bezahlbarkeit. Also lief ich weiter bis zum Street Food Markt.
Was soll ich sagen: es lohnt sich auch nur für den Street Food Markt nach Reffen zu gehen (oder mit dem Boot von der anderen Seite des Kanals aus überzusetzen). Der Markt befindet sich in einem alten Industriehafenbereich und außer dem Street Food Markt ist dort für Touristen nicht viel Interessantes, aber der Markt lohnt sich. Dem Internet zufolge gibt es zwischen 35 und 50 Food Stalls. Man kann also locker jeden Tag im Monat an einem anderen Stand essen - und dann hat natürlich jeder Stand nicht nur ein Gericht. Die kulinarische Reise reicht von traditioneller dänischer Küche bis hin zu internationalen Spezialitäten aus rund 20 Ländern - Kurdisch, Lybisch, Thai, Mexikanisch, Russisch... Es ist wild und überall duftet es verführerisch. Ich hätte mich am liebsten bei mindestens der Hälfte der Händler durchgekostet. Am Ende entschied ich mich für einen pakistanischen Stand, und dort für das Gericht, welches 2024 als bestes Street Food ausgezeichnet worden war: Samosa Chat. Es war super lecker!
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| Kopenhagens größter Street Food Markt Reffen. |
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| Jeder Stand bot etwas für Auge und Nase. |
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| Leider konnte ich an einem Abend nicht alles probieren. |
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| Samosa Chat - der Street Food Sieger von 2024. |
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| Kunst. |
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| Strandgefühl im alten Industriehafen. |
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| Blick auf die andere Seite des Innenhafens. |
Neben den Essensständen gibt es in Reffen außerdem rund 10 Bars, einen eigenen Braubereich und Kreativwerkstätten. Man kann auf Tischen oder Liegen im Sand sitzen, Beachvolleyball spielen, rings ums Lagerfeuer chillen oder mit Blick auf den Langelilienpark auf der anderen Seite des Kanals entspannen. Es war echt schön da - und lecker!
Über die rostbraune Fußgängerbrücke in Richtung des Fähranlegers kommt man zu einem kleinen Seitenarm des inneren Hafenlaufs auf dem diverse schwimmende Container befestigt sind und Wohnraum vor allem für Studierende bieten. 72 Wohneinheiten hat Urban Rigger so wohl geschaffen. An einigen waren Boote oder SUP festgemacht. Wer braucht schon einen (ohnehin verbotenen) Autoparkplatz an seiner Mietwohnung, wenn man einen Bootsparkplatz haben kann? Außerdem gab es einen abgesperrten Freibadbereich direkt gegenüber, welcher natürlich auch wieder genutzt wurde. Sonniges, windstilles Aprilwetter ist Badewetter in Kopenhagen!
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| Die rostbraune Fußgängerbrücke nach Reffen. |
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| Blick auf die Wohncontainersiedlung Urban Rigger. |
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Rechts die Studi-Bude, links der abgesteckte Freibadbereich. |
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Keine Autos parken - ist schließlich ein Bootsliegeplatz! |
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