... kannte ich bis vor ein paar Monaten noch nicht. Mein letzter Besuch in Italien lag 13 Jahre in der Vergangenheit. Hier im Blog erwähnte ich den Aufenthalt nur als Randnotiz in einem der ersten Posts. Befreundete Italienliebhaber, die regelmäßig in der Toskana unterwegs sind, schwärmten mir aber direkt von Lucca vor, als ich erwähnte, dass ich im Spätsommer in diese knapp 90.000 Einwohner zählende Stadt fahren würde. Bevor ich im Flugzeug saß, hatte ich keine Zeit mich auf den Besuch in der Stadt vorzubereiten und bin ohne Erwartungen gefahren. Diese wurden dann wunderbar übertroffen.
Wenn Besucher von Lucca reden, meinen sie fast ausschließlich die von einer reichlich vier Kilometer langen, mehrere Meter dicken Stadtmauer umgebene Altstadt in der um die 8.000 Menschen heimisch sind und auch viele Touristen die Straßen bevölkern. Die Altstadt lockt mit einer Mischung aus alten Gebäuden, unzähligen Kirchen, engen Gassen, nur wenigen Autos und natürlich einer Vielzahl an Restaurants. Lucca hat den Charme einer prototypischen italienischen Sehnsuchtsstadt mit entspannten Italienern, die an lauen Sommerabenden mit Freunden bei einem Glas Rotwein und Pasta am Rande der Plätze der Stadt in einem Restaurant sitzen und tagsüber die Wäsche an Leinen vor dem Fenster hoch über den Straßen zum Trocknen aufhängen.
Besonders bekannt ist Lucca neben der Altstadt mit Stadtmauer im Allgemeinen für seine vielen, vielen Kirchen ("Stadt der 100 Kirchen"); seine ebenfalls reichlich vorhandenen Türme (mehr dazu in einem folgenden Blogeintrag); den Piazza dell’Anfiteatro (einen ellipsenförmigen Platz, welcher rund drei Meter über einem vor knapp 2.000 Jahren erbauten römischen Amphietehater liegt); als Geburtsort des Komponisten Giacomo Puccini und in den entsprechenden Kreisen auch für Dinge, die die meisten Menschen nicht direkt mit einer italienischen Altstadt verbinden würde. So ist Lucca jedes Jahr Ende Oktober/ Anfang November für eine knappe Woche Heimat des zweitgrößten Comic-/Popkulturfestivals der Welt. In diesen paar Tagen strömen mehrere hundertausend (!) BesucherInnen, teils in aufwändigen Cosplay-Kostümen, durch die Straßen von Lucca. Unterkünfte sind in dieser Zeit einerseits rar und andererseits um ein Vielfaches teurer als unter normalen Umständen.
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| Blick vom Kathedralenturm Luccas nach Süden. |
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| Kleine verträume Gassen verbinden mehrere offene Plätze miteinander. Das ist die Altstadt von Lucca. |
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| Der Piazza dell’Anfiteatro ist gesäumt mit vielen Restaurants. Mein Gastgeber meinte, dort essen hauptsächlich die Touristen. |
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| Noch heute wird die Altstadt komplett von der mehrere Meter dicken, über 4km langen Mauer umschlossen. Rein und raus kommt man nur über sechs große, und als Fußgänger noch durch diverse kleinere Tore. |
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| Verbreitet über die Stadt verteilt sah ich immer wieder Trinkbrunnen. Auch wenn das Leitungswasser trinkbar ist, so schmeckte das Wasser aus den Trinkbrunnen doch besser. |
| Früher brachte dieses Aquädukt frisches Wasser in die Stadt. Heute kommt das Trinkwasser unter- irdisch, folgt aber immer noch grob dem Aquädukt- verlauf von früher. |
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| Es gehört zum normalen Stadtbild, dass Menschen mit mehreren Behältnissen auf einmal zu den Trinkbrunnen gehen und sich ihr Trinkwasser für zu Hause holen. |
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| Die Via del Fosso wird von einem offenen Kanal durchzogen. |
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| Der Palazzo Pfanner ist eine liebevoll restaurierte Residenz, die als Museum oder im Rahmen exklusiver Events besucht werden kann. |
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| Blick in den botanischen Garten, welcher während meines Besuchs jedoch geschlossen hatte. |
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| Plüsch-Totoros! :) Ohne das Wissen um das alljährliche Comic-Festival hätte ich mich sehr gewundert, wie diese japanische Kultfigur in die Toskana kommt. |
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| Nicht nur Totoro - auch One Piece, Pokemon und co. sind in Lucca entlang der Straßen zu finden. |
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| Der Piazza Antelminelli und die Altstadt von Lucca mit Blick nach Norden. |
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