... steht für sanfte Hügel, die sich im goldenen Licht der Abendsonne verlieren. Für Zypressenalleen, die wie gemalt den Weg zu alten Landgütern säumen. Für den Duft von Rosmarin und Lavendel, der sich mit dem Aroma frisch gebackenen Brots und kräftigen Olivenöls mischt. Der Blick über die Landschaft schweifend, versteht man, warum Künstler
und Reisende seit Jahrhunderten von dieser Region angezogen werden. Die
Toskana ist mehr als ein Ort – sie ist ein Gefühl, so heißt es. Ein Versprechen von
Lebensfreude, Gelassenheit und Schönheit, das in jedem Sonnenstrahl und
jeder Mauer aus warmem Sandstein steckt.
In der Toskana sagt man, vergeht die Zeit etwas langsamer. Man lerne wieder zu genießen – das Essen, die Stille, das Licht, die einfachen Dinge. Im heutigen Blogbeitrag möchte ich ein paar wild durcheinander gewürfelte Eindrücke von meiner kurzen Zeit in der Toskana mit euch teilen.
 |
| Riposo, aka Siesta, in der Toskana. Entspanne. |
.jpg) |
| Blick in die toskanische Landschaft Nummer 1... |
.jpg) |
| ... und Nummer 2. |
Da wäre zum Ersten natürlich das Essen, meist fürs Auge hübsch angerichtet. Mit Pasta und Wein kann man mich nicht locken, mit sonnengereiften Tomaten und einem cremigen Eis schon eher. Die ersten paar Tage genoss ich auch die frischen Foccacia. Nach einer Woche war ich aber auch froh zu Hause wieder mein selbst gebackenes Vollkornbrot essen zu können. In Italien gibt es wirklich viel helles Weizenmehl - Foccacia, Pasta, Pizza, Süßgebäck. Für eine Woche war das italienische Essen eine nette Abwechslung, ist aber nichts, dem ich zu Hause nachtrauere.
.jpg) |
Vor vielen touristischen Restaurants wurden kunstvoll die unterschiedlichen Arten von Pasta präsentiert. |
.jpg) |
| Teilweise konnte man bei der Herstellung direkt zuschauen. |
.jpg) |
| Parmesan darf natürlich auch nicht fehlen. |
 |
Die Restaurants buhlen um Aufmerksamkeit von den Touristen. |
.jpg) |
| Nachmittagssnack auf der Konferenz. |
.jpg) |
| Einige Pralinen waren lecker, andere vornehmlich süß. |
.jpg) |
Eine große Käseauswahl. .jpg) | Mit italienischem Wein soll nicht geknausert werden. Flaschengröße in Relation zu meinem Koffer. |
|
.jpg) |
| Von Sonne geküsstes Obst und Gemüse reizte mich mehr. |
Wem ich in der Toskana sehr oft begegnete, war eine kleine Holzpuppe mit langer Nase. Ihr wisst sicherlich, von wem die Rede ist: Pinoccio. Die Namen Pinoccio und Meister Geppetto verraten es zwar im Grunde schon, aber ich hatte noch nie so bewusst darüber nachgedacht, dass die Geschichte aus Italien kommt. Der Schriftsteller Carlo Lorenzini, eher bekannt unter dem selbstgewählten Pseudonym Carlo Collodi, wuchs im 19. Jahrhundert großteils in Collodi, einem kleinen Ort keine 20km entfernt von Lucca auf. Auch wenn Carlo Collodi in seiner Erzählung
nie ausdrücklich einen Ort nennt, an dem Pinocchio lebt oder die Abenteuer stattfinden, so vermarktet natürlich die gesamte Gegend den kleinen Holzjungen.
.jpg) |
| Pinoccio beim dinieren. |
 |
| Pinoccio zum Vorlesen in verschiedenen Sprachen. |
Was ich bereits vor meiner Reise in die Toskana mit Italien verband, waren die Roller, mit denen Italiener durch jede noch so enge Gasse düsen; allen voran die Vespas und diese dreirädrigen Kleintransporter, von denen ich bis vor Kurzem jedoch nicht wusste, wie sie heißen: Piaggio Ape. Der Piaggio
Ape (italienisch für „Biene“) ist ein dreirädriges
Leichttransportfahrzeug, das von der italienischen Firma Piaggio
hergestellt wird. Es wurde ursprünglich 1948 als dreirädrige Version des Vespa-Rollers entwickelt. Das
Fahrzeug ist in Italien weit verbreitet und wird häufig für den Transport von Waren in engen
Gassen oder als mobile Verkaufsfläche genutzt.
.jpg) |
| Obst- und Gemüsestand am Straßenrand. |
 |
Die Piaggio Ape kommen in unterschiedlichen Ausführungen und Farben. |
Nach doch eher erwartbaren Dingen aus der Toskana möchte ich mit ein paar skurilen Dingen enden, die mir aufgefallen sind. Da sind zum einen die öffentlich gemachten, rießigen Todesanzeigen im Stadtbild. Sie stehen nicht an jeder Ecke und ich kenne leider nicht die genauen Gepflogenheiten (Bei wem gibt es unter welchen Bedingungen für wie lange so eine Anzeige?), aber es irritierte mich Todesanzeigen mit einem Abmesser von einem halben Meter am schwarzen Brett direkt unter der Ankündigung für ein Konzert zu sehen, da ich das so nicht kenne. Irgendwie fand ich es aber auch eine nette Würdigung der entsprechenden Personen.
 |
Auf großen Tafeln verkünden Anzeigen den Tod bzw. den Jahrestag des Todes von Personen. |
Durch Lucca aber außerhalb der Altstadt fließt der Fluss Serchio. Einen Abend, als ich etwas Ruhe von dem Trubel der Stadt wollte, beschloss ich zum Fluss zu gehen, entlang dessen auch ein Park auf der Karte eingezeichnet war. Am Rande des Parks musste ich einen Damm überwinden, um in den Park am Fluss zu kommen. Es gab einen offiziellen Fußweg, allerdings auch ein Warnschild, welches auf die Gefahr plötzlicher Flutwellen in mehreren Sprachen und per Bild hinwies. Ganz so entspannt war der Aufenthalt im Park dann doch nicht, zumal ich die Gegend nicht kannte und es dunkel war.
 |
Sehr einladend, wenn man in den Park am Fluss Serchio gehen möchte. |
Schließen möchte ich mit einem Straßenschild in Torre del Lago, welches ich als Straßenkunst durchgehen lasse und was auf ein generelles Problem in unserem Alltag hinweist. In diesem philosophischen Sinne: Blick weg von den Bildschirmen und schaut euch die Welt um euch herum mal wieder bewusst an!
 |
| Ohne Worte. |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen