... liegt im Hinterland Norddalmatiens und ist mit gut elftausend Einwohnern eine funktionierende, unaufregende Stadt. Für unsere Kroatienreise war es unsere erste Basis, von der aus wir bspw. das Auge Kroatiens, die Dinara Region und natürlich das Quellgebiet der Krka erkundeten. In Knin gibt es alles, was man braucht und rings um gibt es tolle Natur. Die größte Sehenswürdigkeit in Knin selbst ist eine rießige Festungsruine auf dem Berg Spas rund 100 Höhenmeter über der Stadt. Mit einer Länge von 470 Metern und einer Breite von bis zu 110 Metern
ist die Festungsanlage von Knin eine der größten ihrer Art in Europa.
Knin war in der Vergangenheit noch mehr als heute eine bedeutende
Wegkreuzung zwischen dem Meer und dem Hinterland. Könige residierten
hier.
Seit dem 9. Jhd. wurde von verschiedensten Gruppen immer wieder an der Festung gearbeitet, Erweiterungen eingezogen, Umbauten vorgenommen. Die Festung hat auf jeden Fall eine aufregende und abwechslungsreiche Geschichte hinter sich, die gespickt ist mit Schafhirten, Ottomanen, Venezianern, Franzosen, Österreichern, kroatischen Königen, explodierenden Schießpulverlagern, der Nutzung als Gefängnis und in der neuesten Zeit wirklich toller Restaurationsarbeit bis hin zum Erlebnis eines virtuellen Fluges im Heißluftballon über die gesamte Festungsanlage. Erwachsene zahlen gerade einmal 6€ Eintritt und dafür kann man im Grund einen ganzen Tag in der Anlage verbringen. Wir erkundeten die alten Gemäuer von Zisternen über Lagerräume und mehr als armdicke Mauern. Die Kinder entdeckten wieder und wieder unzählige Schießscharten. Wir fanden auch eine Latrine in einer Mauerwand, wo man (früher) einfach sein Geschäft verrichten konnte und die Hinterlassenschaften direkt durch ein Loch nach unten außerhalb der Mauer fiel. Wir besuchten in liebevoll wieder hergerichteten Häusern verschiedene museale Ausstellungen zu archeologischen Funden, früheren Lebensweisen und Trachten der Menschen der Gegend, Informationen zum noch gar nicht so lange vergangenen Kroatienkrieg Anfang der 1990er und interaktive Ausstellungen, die die wechselnde Besetzergeschichten und ständigen Umbauten der Festung darstellten. Die Festung von Knin ist defintiv einen Besuch wert - ob alleine, als Paar oder in Familie.
 |
Blick über einen Teil der Festung und umgebender Landschaft.
|
.JPG) |
Aus der Ferne erkennt man gut, welche Teile der Festungsanlage schon lange stehen und welche Gebäude kürzlich gebaut wurden.
|
.JPG) |
Ein anderer Teil der Festungsanlage.
|
 |
In der Festung geht es stets hoch...
|
 |
... und runter.
|
 |
Die Flagge am höchsten Punkt der Festungsanlage hat einen großen symbolischen Wert in Zusammen- hang mit dem Ende des Kroatienkrieges 1995.
|
.jpg) |
Blick über Festung, Statt und Dinara Gebirge.
|
 |
Ein alter Webstuhl als eines von vielen Ausstellungs- stücken in den musealen Bereichen.
|
Am Fuße der Festung fließt die Krka durch Knin und auch die Quelle dieses Flusses findet sich unweit des Stadtzentrums. Von unseren Entdeckungen entlang des Flusses berichte ich ein anderes Mal. Wenn man nach Attraktionen in Knin sucht, werden einem recht schnell auch die farbenfrohen Šarena Seen vorgeschlagen. Davon kann ich nur abraten. Es sind kleine Seen direkt neben der Straße und statt beeindruckenden Farbspielen konnten wir leider nur sehr viel Müll entdecken.
.jpg) |
Vermüllte Sarena Seen.
|
Ein Zufallsfund, den wir hingegen als Ausflug empfehlen können ist das Topoljska Fort - zumindest ist dies der Name, unter dem ich es im Internet gefunden habe. In Knin fiel es uns auf, da wir auf einem Hügel obenauf ein weißes Gebilde entdeckten. Zunächst nahmen wir es als einen Anker war, bei genauerem Betrachten stellte es sich als großes weißes (Gipfel-)Kreuz heraus. Wir sahen es immer mal wieder in der Stadt aufblitzen und auch von der Festung konnte man es sehen. Als wir zur Quelle der Krka fuhren war es schließlich so nah, dass wir beschlossen zum Gipfelkreuz zu wandern. Mit einer groben Richtung im Bauch fuhr ich einen enge Straße bis diese endete, parkte das Auto und wir machten uns auf den Weg nach oben. Der Weg ist gesäumt von 14 kleinen Häuschen mit kleinen Kreuzen die eine christliche Geschichte (evtl. Leidensweg Jesus??) erzählen. Besonders mit Kindern ist das super - die 14 Stationen sind wie kleine Krümel entlang des Weges, die kurzfristige Ziele und Belohnungen bieten. Auf dem Gipfel dann fanden wir unseren "Anker" bzw. das Gipfelkreuz und wurden zudem mit einem schönen Ausblick belohnt.
 |
Die rote Ellipse umfasst den Hügel mit dem weißen "Anker"/ Gipfelkreuz.
|
.jpg) |
An der höchsten Erhebung von Topoljska fort.
|
.JPG) |
Vierzehn kleine Schreine waren entlang des Weges verteilt.
|
 |
Ausblick ins Hinterland.
|
.jpg) |
Ausblick auf Knin und die Festung.
|
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen