... war natürlich Pflicht während meines Aufenthalts an der Nordsee. Ich nahm bei eisigem Wind mit Gummistiefeln an einer geführten Wattwanderung teil, bei der wir vom Strandaufgang des Pellwormer Leuchtturms aus startend nach Süden bis zur Wasserkante liefen. Zudem lief ich einige Male mit Wanderschuhen und bei sonnigem und nahezu windstillem Wetter gern auch barfuß ohne Wattführer näher zur Küste im Watt entlang.
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Redhead im Watt.
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Teils ist das Watt eher sandig, teils dünner Schlick.
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Bei einer geführten Wattwanderung.
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Eine gute Schuhwahl, wenn es nicht zu weit raus ging.
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Da hat mal wieder der Mond das Wasser gemopst. :)
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| Wattläufer. |
Allgemein habe ich während meiner Zeit auf Pellworm viel über den Lebensraum und die Bewohner der Nordsee erfahren. Am vieles konnte ich mich aus Schulzeiten noch erinnern, aber wenn man hunderte Kilometer weit weg von Prielen und Halligen lebt, bleibt es einem nicht ewig präsent, dass die aufgeschütteten Hügel, auf denen die Häuser stehen, Warften heißen.
Halligen und deren Bewohner faszinieren mich. Ein kleiner Fleckchen Land ohne (nennenswerten) Deich ragt bei Flut noch aus der Nordsee - oder eben auch nicht mehr. Es gibt weltweit wohl nur 10 Halligen. Alle befinden sich in der Nordsee. Es gibt ständig bewohnte Halligen und einige, die nur im Sommerhalbjahr bewohnt sind. Zu einigen kann man bei Ebbe mit einem Wattführer hinlaufen. Auf der Hallig Hooge gibt es sogar einen kleinen Kiosk, auf anderen Halligen steht gerade ein Haus.
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Blick von der Nordermühle auf Pellworm zur Hallig Hooge. Im Hintergrund ist sogar der Leuchtturm von Amrum zu erkennen.
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Die Halligen werden von Zugvögeln sehr geschätzt.
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Bei Ebbe kann man zu einigen Halligen laufen.
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Bei Flut ragt nicht mehr viel Land aus dem Meer.
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Für euch habe ich hier noch einige Bilder aus dem großteils unter Naturschutz stehenden Wattenmeer, sowie ein paar Informationen zu den Bewohnern.
Wenn Strandschnecken auf dem trockenen liegen, können sie einen
Tropfen Wasser mit in ihr Gehäuse nehmen und dann den Eingang mit einem
Deckel, dem Operculum, verschließen. So können sie wohl bis zu vier Wochen
überleben.
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Eine Strandschnecke kriecht über den Wattboden und hinterlässt ensprechende Schleifspuren.
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Viele kleine Wattschnecken auf einer halben pazifischen Austernschale.
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Unzählige Wattschnecken und ein paar andere Muscheln.
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Die häufigste Schnecke an der Küste Pellworms ist die
winzig kleine Wattschnecke. In einem Quadratmeter können an manchen
Stellen bis zu 3.000 Stück dieser teilweise nur Reiskorn kleinen Meeresbewohner
vorkommen. Die Muscheln können dank eines abgesonderten Schleimbandes
auf den Wellen mitreiten und so weite Strecken zurücklegen.
Eine einzige Miesmuschel kann in einer Stunde einen Liter Wasser filtern. Miesmuscheln graben sich nicht ein, sondern kleben sich an Steine, aneinander oder menschengemachte Festhaltemöglichkeiten.
Herzmuscheln
werden bspw. gern von Möwen gefressen. Die Möwen trampeln auf dem
trockengelegten Watt rum und befördern so die eingebuddelten Muscheln
nach oben, um sie fressen zu können. Wir haben auf dem Watt auch rumgetrampelt, um Muscheln aus dem Boden nach oben zu befördern, diese dann auf ein Stück trockengefallenes Watt in die Sonne gelegt und zugesehen, wie sich die Muscheln innerhalb sehr kurzer Zeit wieder einbuddeln. Spannend!
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Von uns nach oben getrampelte, noch lebende Muscheln, die sich schnell wieder ins Watt eingruben.
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| Muschelreste. |
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Je nach Standort variierten die angespülten Muscheln in Art und Menge.
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Die Sandklaffmuschel gräbt sich bis zu 30cm tief in den Boden ein. Diese bekommt man mit einfachem Trampeln entsprechend nicht wieder nach oben.
Einen
Wattwurm haben wir leider nicht gesehen, aber ein paar Sachen über ihn
gelernt, beispielsweise dass Wattwürmer wie Fische mit Kiemen atmen. Die Hinterlassenschaften der Wattwürmer sind überall als kleine Häufchen zu sehen.
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Überall kleine Wattwurmhäufchen.
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Vögel und Seehunde ruhen gern auf dem trocken- gefallenen Meeresboden.
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Schön in allen Formen.
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Plitsch, platsch.
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