Freitag, 9. März 2018

Unsere letzten Tage Südinsel...

...sind mittlerweile zwar auch schon wieder ein bisschen her, aber werden von mir aus Gründen der Chronologie jetzt als nächstes beschrieben. 

Dank Zyklon Gita mussten wir wie erwähnt von Kaikoura an der Ostküste statt nach Norden über die Inlandstraße nach Südwesten fahren und von dort über den Lewis Pass nach St Arnaud im Nelson Lakes Nationalpark. Viel Zeit hatten wir für die Gegend ohnehin nicht eingeplant. Aufgrund der längeren Fahrstrecke, einer mäßigen Unterkunft, unserer noch leicht angefressenen Laune und vielen Sandfliegen (ähnliche Blutsauger wie Mücken, mit dass man sie nicht summen hört), verließen wir die Gegend nach einer Nacht direkt wieder. Wir hatten zumindest ein paar Stunden, um uns den größten See der Gegend mit den riesigen Aalen anzuschauen. Die waren ziemlich beeindruckend und dürfen auch nicht geangelt werden.
Aale im Nelson Lakes NP.
Nur etwa eine Autostunde nördlich vom Nelson Lakes NP liegt die Stadt Nelson. Wie im Grunde alle Städte in NZ die wir bisher gesehen haben, war auch diese nicht besonders beeindruckend. Wir spazierten auf einen kleinen Berg, auf dem der Mittelpunkt Neuseelands sein soll, wobei direkt beim Aussichtspunkt eine Informationstafel stand, die darüber philosophierte, wie man den Mittelpunkt definieren sollte. Der Ausblick war gut, bezüglich des Mittelpunktes kann man sich streiten. Insgesamt war aber ein schöner Spaziergang. Am Nachmittag besuchten wir dann noch meine Cousine, die derzeit in der Gegend weilt und fuhren am Abend weiter in die Richtung vom Abel Tasman Nationalpark. Eigentlich wollten wir das Wochenende in der Golden Bay, dem nordwestlichsten Zipfel der Südinsel verbringen. Dieser Plan wurde durch den Zyklon ein weiteres Mal vereitelt. Es gibt nur eine Straße in die Golden Bay und diese wurde durch den Zyklon unter einer Schlammlawine begraben. Wir sind mittlerweile gut im Umplanen und verbrachten die zwei Tage stattdessen mit mehr Zeit zum Entspannen in Motueka, Kaiteriteri und Marahau. Durch den geänderten Reiseplan mussten wir uns natürlich auch andere Unterkünfte suchen. Obwohl die Haupturlaubszeit der Neuseeländer vorbei ist, stellten wir erneut fest, dass es eine gute Idee gewesen war zumindest auf der Südinsel fast alles vorzubuchen. Die einzigen zwei Übernachtungsmöglichkeiten, die wir überhaupt noch fanden waren ein Zeltplatz für 30€ oder ein B&B für 90€. Wir entschieden uns für den Zeltplatz. Beim Strandspaziergang am Abend hatten wir wieder einmal einen herrlichen Blick auf den Sternenhimmel. Selbst in (kleinen) Orten sieht man in Neuseeland viel mehr Sterne als bei uns.
Nachts in Motueka.

Ein Oystercatcher.

Strandzeit.
Blick über Nelson.

Wir an einem möglichen Mittelpunkt von Neuseeland.

1 Kommentar:

  1. Sehr gut geschrieben wie immer! Der Aufwand lohnt sich und es liest sich immer sehr kurzweilig und interessant! Lu

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