Mittwoch, 14. März 2018

Die südlichste Hauptstadt der Welt...

... ist Wellington und damit trägt Neuseeland tatsächlich mal einen "xy der Welt" Titel zu Recht. Leider erlebten wir in unserer Zeit hier nämlich sehr oft, dass irgendetwas (von Restaurants über Naturerscheinungen oder Personen bis zu glücklichen Hühnern) mit "World's best/ longest/ smallest/ famous..." beworben wurde aber den Titel bestenfalls sehr zweifelhaft führen sollte. War es allzu zweifelhaft, wurde gern auch die Referenz angepasst: von "Welt" zu "südliche Hemisphäre" oder auch "Neuseeland". Am Anfang wurden wir mit den Werbeslogans z.T. noch gelockt, dann irgendwann gernervt und mittlerweile mache ich mir einen Spaß daraus wieder einen neuen Werbeslogan in der Art zu finden.
Dieser Artikel soll sich jedoch mit Wellington beschäftigen - zurück also zu der knapp 200.000 Einwohnerstadt. Wir verbrachten nur wenig Zeit dort. Im Allgemeinen dienten uns die Orte in Neuseeland fast ausschließlich zum Essenkaufen und Tanken, da wir ohnehin nicht für die Städte hierhergekommen sind und der Charme der Orte sich meist auch stark in Grenzen hielt. Für die Hauptstadt nahmen wir uns zumindest einen Tag Zeit.
Wie schliefen unweit der oberen Haltestelle des roten Cablecars und liefen am Abend unserer Ankunft durch das entsprechende Stadtviertel, den botanischen Garten und betrachten die Stadt beim Sonnenuntergang von oben. Am nächsten Tag liefern wir dann durchs Zentrum, recht zielstrebig in Richtung des Nationalmuseums TePapa. Es hat Ausstellungen zur Geschichte der Maori, zur Besiedlung der Inseln durch Europäer und andere Volksgruppen, zur Entwicklung von Flora und Fauna nach der Entdeckung und einige andere Ausstellungen, wie bspw. eine recht große zu Neuseelands Beitrag zum ersten Weltkrieg. Allgemein haben wir häufiger Gedenktafeln oder kleine Ausstellungen gesehen, die sich mit Neuseelands Beitrag zu den beiden "großen Kriegen" beschäftigen. Das fanden wir interessant und seltsam - war Neuseelands Einfluss diesbezüglich doch eher gering und fanden wir Krieg ein wenig zu positiv dargestellt. Nach unserem Besuch im TePapa suchten wir uns noch etwas zu essen und fuhren anschließend weiter gen Norden.

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