... sind Wandertouren von jeweils mehreren Tagen Dauer in verschiedenen reizvollen Landschaften, die von einigermaßen fitten Leuten ohne spezielle Ausrüstung oder Kenntnisse bewältigbar sein sollen. Es sind die Vorzeigewanderwege Neuseelands und entsprechend ausgeschildert und überlaufen. Übernachtungen während der Touren sind fast ausschließlich in Hütten oder auf Zeltplätzen des DOC (Department of Conservation) möglich und häufig schon Monate im voraus ausgebucht. Derzeit gibt es neun Great Walks. Ein Zehnter so nächsten Sommer öffnen. Wir haben Teile von vier dieser in Neuseeland bekannten Wanderwege beschritten. Direkt nach unserer Ankunft liefen wir einen Teil des Routeburn Tracks und nach zwei Wochen Neuseeland hatten wir uns noch einen Teil des Abel Tasman Weges im Nordwesten der Südinsel vorgenommen. Ein organisatorisch schwieriger Punkt bei den meisten Great Walks ist, dass nur wenige Rundwanderwege sind. So ist der Routeburn Track bspw. 32 km lang. Um mit dem Auto jedoch vom Anfang zum Ende zu gelangen, sind 324 km zurück zu legen. Entsprechend gibt es eine große Industrie, die Shuttleservice oder auch das "Umparken" des eigenen Autos anbieten. Für den Abel Tasman Wanderweg, der stets nahe der Küste entlangführt, ist der Shuttleservice besonders reizvoll, denn er erfolgt per Wassertaxi.
Nach unserem Stopp in Motueka und an den goldenen Stränden von Keiteriteri, übernachteten wir Ende Februar im von Zyklon Gita recht schwer getroffenen Marahau, dem südlichen Ausgangspunkt für den Abel Tansman Track. Der Campingplatz auf dem wir übernachten war noch von einer dünnen Schlammschicht bedeckt. Überall am Strand lagen Unmengen von angeschwemmtem Treibholz und eine der Brücken am Beginn des Tracks war einfach weggespült worden, so dass alle Besucher über notdürftig gebastelte Steine und Holzstege balancieren mussten. Das stand für uns aber erst am Ende unserer Wanderung im Abel Tasman Nationalpark an. Wir ließen uns zunächst mit einem Wassertaxi bis zur Bark Bay nach Norden fahren und wollten von dort wieder nach Marahau zurückkaufen.
Das Boot bestiegen wir bereits an Land. Es lag auf einem Anhänger, der von einem Traktor erst ein paar hundert Meter die Straße entlanggezogen und dann über den bei Ebbe recht breiten Strand gefahren wurde. Schließlich hatten wir dann wirklich Wasser unter uns und fuhren nach einem kurzen Abstecher zu einer Split Apple Rock genannten Steinformation zu einer vorgelagerten Insel. Auf den Felsen um die Insel herum sahen wir Babyrobben. Super süß.
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| Der Strand in Keiteriteri. |
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Mit dem Traktor werden Boote und Kayaks
ins Meer gelassen. |
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| Der gespaltene Apfel Felsen vom Wasser aus. |
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| Babyrobbe. |
Die Wanderung von Bark Bay zum Arkersten Zeltplatz war abwechslungsreich und sehr schön. Zeitweise sah man das Meer. Zeitweise lief man durch Wald. Es gibt auch Abschnitte, die nur bei Ebbe gelaufen werden können. Uns gefiel der Wanderweg beiden sehr gut. Den Zeltplatz, den ich ausgesucht hatte, erreichten wir am späten Nachmittag. Nur drei Zelte mit insgesamt sechs Personen sind dort zugelassen. Das erzeugte eine sehr gemütliche Atmosphäre. Nachdem wir eine Runde schwimmen gewesen waren und unser Zelt aufgebaut hatten, gesellten wir uns zu zwei Südafrikanern, die mit dem Kayak im Nationalpark unterwegs waren und gerade Nudeln zum Abendessen kochten. Hatte es bei uns auch geben sollen, aber wie wir beim Zeltaufbau festgestellt hatten, lag die Tüte mit dem Abendessen anscheinend noch der Rückbank im Auto - ein Fakt, den ich mir wahrscheinlich noch die nächsten Jahrzehnte anhören werden darf. ^^ Da ich gleichzeitig aber auch immer ein bisschen Reservenahrung einpacke, hatten wir eben ein bisschen Brot mit Marmelade, einen Apfel und Nüsse als Abendessen und als die Südafrikaner von unserem Malheur hörten, bekamen wir sogar jeder noch eine kleine Portion bereits gekochter Nudeln. So ging ein sehr schöner Tag zu Ende.
Am nächsten Morgen hatte sich die Sonne hinter grauen Wolken versteckt, so dass es nichts wurde mit Sonnenaufgang schauen. Wir lernten, dass unser Zelt zumindest leichtem Regen gut standhält und nahmen nach dem Frühstück die restlichen zehn Kilometer zum Auto zurück in Angriff. In Marahau gönnten wir uns zum Mittag dann einen Gourmetburger beim Fat Tui - einem Imbiss in einem Bauwagen, der wirklich sehr leckere Burger (Rind, Huhn, Lamm, Muschel, vegetarische...) zubereitet, bevor wir in Richtung Marlborough Sounds weiterfuhren. Mehr davon im nächsten Eintrag.
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| Das Meer schimmert durch den Farnwald. |
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| Die Hängebrücken sind immer wieder toll. |
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| Ausblick auf die nächste Bucht. |
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| Zwei Wandersleute. |
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| Wir laufen bei Ebbe wo bei Flut Wasser ist. |
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| Maori Kunst am Zeltplatz Anchorage. |
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| Ein Weka - vergleichbar mit einer diebischen Elster. |
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| Farnbäume sind cool. |
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Der Aufstieg wurde mit einem herrlichen Ausblick belohnt. |
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| Sich entrollender Farn. |
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| Unser Zelt am Strand. |
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