Freitag, 25. Juli 2025

Sakura...

 ... oder auf Deutsch: die japanische Kirschblüte - ist das Symbol des Frühlings in Japan und werden dort hoch verehrt. Auch wenn meine Tochter erst nicht verstanden hat, warum man Kirschbäume haben möchte, an denen keine Kirschen wachsen und es immer noch "beschiss" findet, dass aus den Blüten keine Kirschen hervorgehen, konnte sie sich genauso wenig wie wir dem Zauber von hunderten gleichzeitig blühenden Bäumen in einem Park entziehen. Ich war vor unserer Reise auch etwas skeptisch: blühende Kirschbäume haben wir auch in Deutschland. Was soll daran in Japan so besonders sein? Rückblickend kann ich die Liebe zur Kirschblüte - Sakura - nachvollziehen. Es sieht bezaubernd aus, wenn alle Bäume die dicken weißen Pummeln tragen. Die grünen Blätter kommen erst später dazu. Für mich machte tatsächlich die Ansammlung vieler Kirschbäume an einem Ort den Reiz aus. Ein einzelner blühender Kirschbaum ist schön anzusehen, einhundert nebeneinanderstehende Kirschbäume in einem Park lassen eine zauberhaft leichte Atmosphäre entstehen. Wir landeten einen Tag nach der prognostizierten vollen Blüte am zweiten April in Fukuoka und so nutzten wir unseren ersten vollen Tag in Japan, um durch die Stadt zu streifen und gezielt ein paar Kirschblüten Hotspots anzusteuern. Diese befinden sich in angelegten Parkanlagen. Unser Apartmenthotel lag direkt am Naka Fluss und von dort liefen wir zunächst durch den Tenjin Central Park. Dort sahen wir, was ich zuvor oft gelesen hatte: Die Japaner kommen mit einer großen blauen Plane in den Park, breiten diese unter einem blühenden Kirschbaum aus, setzen sich darauf, picknicken, reden und genießen einfach das Sein zu Sakura. Wir waren tagsüber unter der Woche vor Ort, so dass es nicht besonders voll war. Zu den Hochzeiten sind diese Plätze direkt unter den Kirschbäumen aber heiß begehrt, weshalb es abgesteckte Areale gibt, für die man dann auch reservieren und bezahlen muss. Natur kann so schön sein - und auch kapitalisiert werden. 

Redhead in Japan. 
Sakura im Tenjin Central Park.

Noch mehr Kirschblütenbäume gab es in Maizuru Park, in dem auch die Ruinen der Burg Fukuoka zu finden sind. Dort sahen wir einige Fotoshootings mit den blühenden Kirschbäumen im Hintergrund. Uns fielen auch einige JapanerInnen in hübsch gemusterten Kimonos auf, die unter den Blüten entlangglitten. An unserem ersten Tag in Japan genossen wir Sakura in klassisch westlicher Kleidung, aber im Kimono durch einen Schrein schreiten und die Kirschblüte bewundern sollten wir bereits einen Tag später selbst ausprobieren dürfen. 

Übergang über den Wassergraben von der Subway
zum Maizuru Park.
Die weißen Blüten hatten etwas magisches.
Blick über den Maizuru Park von der Burg aus.
Darstellung der Konturen der Burg von Fukuoka.
Sonnenuntergangslicht am Rand des Parks.
Im Kimono in Dazaifu inmitten von Kirschblüten.
Mehr dazu im nächsten Eintrag.

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