Freitag, 22. November 2024

Meersalz...

 ... wird seit der Antike in Nin aus dem Meerwasser gewonnen. Heutzutage besuchen über 100.000 Menschen jährlich die noch immer funktionale Saline von Nin. Noch immer wird hier Salz von Hand geerntet. Es gibt ein kleines Salzmuseum und natürlich einen Werksverkauf, in dem wir ein paar schicke Mitbringsel für die Daheimgebliebenen kauften - Verbrauchsprodukte stauben immerhin nicht ein. 

Im Schnitt werden in Nin jährlich über dreitausend Tonnen Salz produziert. Dafür wird Meerwasser nacheinander in verschiedene, große, miteinander verbundene Becken geleitet, in denen das Wasser unter der Sonne Kroatiens in den Sommermonaten verdampft. Am Ende kristalisiert das Salz aus dem dann gesättigten Wasser der Adria aus. Laut Website der Saline in Nin müssen für 1mm Salz 8mm Wasser verdunsten. Geerntet wird das Salz in den heißen Sommermonaten, sobald sich eine 1,5-2cm dicke Schicht Salz in den Kristallisationsbecken gebildet hat. In der Camargue in Frankreich habe ich vor zweieinhalb Jahrzehnten bereits schon einmal Saline gesehen, die Meerwasser in weißes Gold verwandeln, allerdings erfolgt dies dort in deutlich größerem Stil mit mehreren hunderttausenden Tonnen pro Jahr.

Seit den 1950ern wurde das Salz von den Kristallations-
becken zum Verkauf und zur Aufbewahrung
transportiert. Damals eine enorme Arbeitserleichterung.
Rechts das Hauptgebäude der Solana Nin, etwas
rechts von der Mitte liegt der abgedeckte Salzberg
geschützt vor Wind und Wetter unter einem Dach und
links davon beginnen die Salinebecken.
Eins der Verdunstungsbecken.
Entlang des Lagerhauses ließen sich einige alte
Werkzeuge und Maschinenteile erkunden.

Nin und seine Salinen sind gerade einmal fünf Minuten mit dem Auto entfernt von Zaton. Zaton, so scheint es mir, wird dominiert von seiner großen Ferienanlage. Es gibt eine flächenmäßig rießige Ferienanlage mit Campingplätzen ebenso wie Glampingoptionen oder Apartments in unterschiedlichen Größen und Ausstattungen. Die Ferienanlage existiert wohl seit über 40 Jahren, wurde in dieser Zeit allerdings immer wieder erweitert und ausgebaut. Die Anlage erstreckt sich von einem 1,5km langen Strand über viele Hektar ins Landesinnere. Es sind alles niedrige, maximal zweistöckige Unterkünfte, die sich recht gut in die mit Kiefern und anderen Bäumen bewachsene Kulturlandschaft einfügen. Es gibt Sportanlagen, ein Freilufttheater, einen eigenen Supermarkt, diverse Restaurants und Souvenirshops, Animationsprogramme für Groß und Klein sowie diverse Pools mit insgesamt über 2.500m² Wasserfläche. Die Anlage ist rießig und wird nächstes Jahr um eine weitere Poolanlage erweitert. Ich hatte die Ferienanlage in Zaton ausgesucht, um am Ende unserer Kroatienreise noch ein paar Tage faul am Strand und im Pool zu sein und um mich bei Halbpension und Kinderanimationsprogramm um nicht so viel kümmern zu müssen. Der Aufenthalt dort war angenehm, aber fünf Tage auch absolut ausreichend und ich war froh, dass wir Ende September zur Nebensaison dort waren. So verliefen sich die Besucher in der großen Anlage. Man war nie allein, aber - außer beim Essen früh und abends - fühlte es sich auch nicht zu voll an. Die Kinder (und ich) liebten Zatonino, das Seepferdchen-Maskottchen, und die tollen Bademöglichkeiten sowohl im Meer, in das es sehr flach hinein ging, als auch Rutschen und andere Wasserspielelemente in den Pools. Glückliche Kinder, glückliche Eltern. Nach zwei Wochen ging so unsere Zeit in Kroatien zu Ende.

Schnorcheln in der flachen Bucht.
Ein bisschen Grünzeug.
Der Boden war großteils sandig - ideal für Kinderfüße.
Redhead mit Zatonino.
Blick auf die Fläche vor dem Pooleingang - in
der Nebensaison!
Ein Teil des Poolbereichs abends 18 Uhr. Die Schließ-
zeiten wurden mehr als strikt eingehalten.
Sonnenuntergang am Meer.
Während unseres Aufenthaltes in der Ferienanlage
wurde dort die Europameisterschaft im Minigolf
ausgetragen. Wir schauten eine Weile zu und...
... schwangen beim Abenteuergolf selbst den Schläger.
Das Urlaubsende warf seine Schatten voraus.
Nach einem Unwetter in der Nacht stand früh noch
das Regenwasser an vielen Stellen.
Auch der schönste Urlaub endet irgendwann.
Der Flughafen von Zadar ist klein und
überschaubar. Wir warteten draußen am
Rand des Rollfeldes auf unseren Flieger und
konnten so einige Urlaubslinienflieger
starten sehen.

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