... war für vier Nächte unser Zuhause. Bei der Liberté II handelt es sich um einen 18 Meter langen, zweimastigen Motorsegler, der in seiner 42-jährigen Geschichte schon mehrfach über den Atlantik gefahren ist und seit ein paar Jahren einer ungarischen Familie gehört, welche das Boot aktuell in Pirovac, Kroatien liegen hat, darauf wohnt und Gäste bei sich an Bord begrüßt. Die Versprechung, dass die Vermietung privat erfolgte und die Besitzer inkl. einem Kleinkind während unseres Aufenthaltes mit an Bord sein würden, gaben mir ein gutes Gefühl, dass unsere Familie auf dem Segelboot ebenfalls eine gute Zeit haben würde. Aus privaten Gründen begrüßte uns am Ende 'nur' unser Skipper Joel auf der Liberté II, doch hatten wir mit ihm auch eine gute Zeit.
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So ließ sich das Leben aushalten.
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Unser 18 Meter langes Segelboot.
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Am Ankunftstag erreichten wir gegen 16 Uhr die Marina in Pirovac. Joel begrüßte uns außerhalb des Geländes, ließ uns auf den Parkplatz der Marina und zeigte uns den Liegeplatz der Liberté II. Es war alles blitzeblank und sauber - doch als wir mit den Kids das Boot in Beschlag nahmen, sah es bald schon nicht mehr ganz so ordentlich aus. Platz auf einen Boot ist begrenzt, selbst wenn unsere Segeljacht mit 18 Metern verhältnismäßig lang war. Die Kinder bekamen natürlich die beste Kajüte mit dem meisten Platz vorn im Bug, während wir uns mit Doppelstockbetten ohne wirklich Staumöglichkeiten begnügten. Glückliche Kinder, glückliche Eltern.
Alles auf und an dem Boot war natürlich spannend: Von der Toilettenspülung im Head, über die position flags im Pilot House, dem Nutzungsverbot der Galley für uns Gäste, den Kinderbüchern im Saloon, dem Cockpit als gemütlicher Aufenthaltsort draußen, wo die Kinder sich ohne Rettungsweste aufhalten durften, bis hin zum Helm, Dinghy und der Gangway.
Haben die geneigten LeserInnen alles verstanden? Bootssprache ist eine eigene Sprache, nicht nur, wenn es um Backbord und Steuerbord geht.
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Blick durch den Kran, um Boote aus dem Wasser zu heben, zur Liberté II.
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Eingang und Pilot House.
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Unsere mittelgeräumige Kajüte und nebenan unser privater Head.
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Von hinten sieht man nicht nur den Namen des Boots, sondern auch Dinghy und Gangway.
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Pilot House, Galley auf der Port-Seite und der Saloon auf der Starboard-Seite.
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Die Kids im Cockpit.
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Abends auf dem Weg zum Bad.
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Das Wetter während unseres Aufenthaltes war durchwachsen. Genau am zweiten vollen Bootstag war es verregnet, so dass wir uns nur für zwei einzelne Segeltage statt einem mehrtägigen Törn entschieden. Der Wind spielte auch nur begrenzt mit, aber das ist wohl normal. Laut Joel ist der Wind beim Segeln in ca. 20% der Zeit (nahezu) perfekt. Den Rest der Zeit ist er zu stark, zu schwach oder anderweitig unberechenbar. Man lebt auf dem Wasser und mit der Natur. Sicherheit ist Priorität.
Die Segeltage begannen wir mit Blick auf die Marina und einer kleinen Entspannung auf dem Deck, während Joel unser Frühstück vorbereitete. Während er nach dem Essen alles wieder säuberte und verstaute, machten wir uns im Gemeinschaftsbad der Marina fertig. Sofern wir in der Marina lagen, nutzten wir nämlich um Wasser und Strom auf dem Boot zu sparen die Sanitätseinrichtungen der Marina. Teilweise hatte das Bootsleben etwas von einem (teureren) Campingausflug.
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Früh am Morgen am Bug des Schiffes.
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In Kroatien grenzt es fast an eine Lotterie einen Liegeplatz in einer Marina zu bekommen.
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Am dritten Tag lag das Wasser spiegelglatt da.
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Unsere kleinen Tagessegelausflüge führten uns von Pirovac nach Murter bzw. zum Jazina Strand. Pro Richtung segelten wir dabei nicht mehr als zehn bzw. fünf Kilometer. Alles sehr beschaulich. Laut Joel würde er die Liberté II mit durchschnittlich rund fünf Knoten segeln. Knoten sind Seemeilen pro Stunde und eine Seemeile entspricht 1,852 km. Übersetzt für Landratten sind fünf Knoten also reichlich 9km/h. Wir waren Gäste und genossen die Zeit, wenn das Segel dann wirklich mal im Wind wehte und wir ganz ruhig übers Wasser glitten. Auf dem Rückweg an beiden Tagen mussten wir jeweils den Motor zuschalten. Wir haben ein klitzekleinen Einblick ins Segeln bekommen, aber ich bin der Meinung: da geht noch eine ganze Menge mehr! :)
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Mein Lieblingsplatz auf einem Boot ist ganz klar der Bug des Schiffes.
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Die gesamte Crew.
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Die Liberté II ankerte in der Bucht, während wir ein paar Stunden am Strand genossen.
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Spielen, planschen, essen, schnorcheln.
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An unserem letzten Abend durften wir diesen herrlichen Regenbogen über der Marina von Pirovac erleben. Wunderschön.
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