Mittwoch, 13. November 2024

Ein Land der Festungen...

 ... scheint Kroatien zu sein. Es würde überhaupt nicht schwerfallen wirklich jeden Tag eine andere Festung zu besuchen. Neben der großen Festung in Knin waren wir auf je einer Ruine in Vrlika nahe dem Peruća-Stausee und in Drniš; in Šibenik erkundeten wir an nur einem Tag gleich drei Festungsruinen und unsere kleinste Festung war die Crkva sv. Nikola zwischen Zaton und Nin. Entlang der Krka sahen wir auch noch eine, besuchten sie aber nicht. Die befestigte Altstadt von Zadar zähle ich genauso wenig direkt als Festung wie der kleine Nachbau einer Burg/Kirche auf dem Minigolfplatz.

Nachbau der St. Nicholas Kirche bei Zaton auf
einem Minigolfplatz - zusammen mit einem
passionierten Minigolfspieler. ;)

Wir kamen in unseren vierzehn Tagen Urlaub also auf sieben echte Festungsruinen, die wir besuchten. Der Erhaltungszustand und Ausbau zu Museen sowie unsere jeweiligen dortigen Aufenthaltszeiten variierten, aber spannend war es für uns und die Kinder im Grunde überall. Entweder konnte man Schießscharten zählen, oder durch interaktive Museumselemente in vergangene Zeiten eintauchen oder auf alten, halb eingestürzten Mauern klettern oder dank der Lage auf einem Hügel den Blick in die Ferne genießen oder so tun als würde man in die Latrine an der Burgmauer pullern oder mit imaginären Kanonenkugeln auf Mama und Papa schießen oder oder sich mit etwas Fantasie einfach selbst als Ritter über das Festungsgelände wandeln sehen. 

Zarte Pflänzchen wuchsen auf den Mauern der
Festung in Knin. Der Fernblick auf das Dinara
Gebirge war wunderschön.
Auf eine richtige Ruine ohne viel Schnickschnack
trafen in in Vrlika. Wieder hatten wir einen genialen
Blick in die Ferne.
Diese Ruine in Drniš steht direkt neben dem
Canyon des Flusses Čikola.
An Fenstern und Schießscharten
erkannte man besonders gut die
Dicke der Festungsmauern.
Blick vom St. John's Fort in Šibenik auf die
Altstadt, die Bucht und die Festung St. Michael.
Die St. John's Festung ist die höchstgelegene in
Šibenik und wurde Mitte des 15. Jhd. erbaut.
Heute ist es die mit den meisten Kanonen. :)
Blick von der Festung Baron auf St. John's und St.
Michael. Für einen Besuch war diese am wenigsten
beeindruckend, hatte jedoch einen schönen Kinder-
spielplatz.
Im Zentrum der St. Michael's Festung gibt es seit
zehn Jahren ein Freilufttheater, welches in den
Sommermonaten verschiedenste Konzerte und
Aufführungen beherbergt.
Der am Rande der Altstadt von Šibenik gelegene
Hügel, auf dem die St. Michael's Festung steht,
war aus strategischen Gründen seit der Eisenzeit
besiedelt. Auf dem Bild erkennt man St. John's
und die Festung Baron.
Unsere letzte "Festung" der Reise ist
eigentlich keine Festung, sondern eine
im 11. und 12. Jhd. erbaute Kirche.
Die Kirche St. Nikolaus ist grob 6x6x6
Meter klein (Die Mauerkrone wurde
nachträglich aufgesetzt.).

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