Sonntag, 18. Juni 2017

Die Côte d'Azur...

... war es, auf die unsere Wahl für unsere Norwegian Reunion #4 fiel. Seit meiner Zeit in Norwegen machen sich 10-12 Deutsche und Franzosen einmal im Jahr einen Treffpunkt aus, um die guten alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Nach Strasbourg, München und Berlin war es diesmal also die französische Riviera. Das lange Pfingstwochenende bot sich als Termin an und so hieß es knapp fünf Tage Sonne, Meer und Baguette.
Unsere Basis hatten wir in Cagnes-sur-Mer und erkundeten von dort die Gegend: Cannes und Antibes im Westen, Nizza, das Cap Ferrat und Menton im Osten. Heute beginne ich mit einem Bericht über Cannes, Antibes und Cagnes selbst. Der Rest folgt in den kommenden Tagen.
Am Freitag vor Pfingsten endete die Nacht zeitig, da mein Flieger bereits 6:10 Uhr in Dresden abhob. Nach Umstieg in Frankfurt flog ich kurz vor neun über die verschneiten Alpen und eine halbe Stunde später dann über das Mittelmeer. Der Pilot drehte eine Runde über Cannes, die Îles des Lérines und Antibes, bevor wir direkt am Meer auf dem Flughafen von Nizza landeten. Das Bus- und Bahnnetz entlang der Küste dort ist sehr gut ausgebaut. Um elf lag ich folglich schon entspannt am steinigen Strand von Cagnes und genoss ein Stück Erdbeertorte mit Blick aufs Meer. Die Côte d'Azur ist nicht meine Lieblingsgegend, da sehr viel zugebaut ist und man wenig ursprüngliche Natur hat, aber ein gewisses Urlaubsflair kam trotzdem auf.
Ein guter Start ins Wochenende.
Etwa zwei Stunden, nachdem ich in Cagnes eingetroffen war, bekam ich Gesellschaft. Am Freitag stieg unsere Gruppengröße zunächst auf fünf Leute an und wir erledigten ein paar notwendige organisatorische Dinge wie Schlüssel der Wohnung besorgen oder einkaufen. Außerdem spazierten wir ein bisschen durch den direkt am Meer gelegenen Stadtteil Cros de Cagnes.
Dekoration entlang der Uferpromenade.
Am Stadthafen von Cagnes.
Von unserer Wohnung aus blickten wir in eine Richtung land-
einwärts zum Schloss Grimaldi im historischen Stadtteil von
Cagnes sur mer. In die andere Richtung sahen wir das Meer.
Samstag Morgen trafen vier weitere Personen ein, so dass wir dann fast komplett waren und uns auf den Weg nach Cannes machten. Die knapp 75.000 Einwohner zählende Stadt ist vor allem durch die jährlich stattfindenden Filmfestspiele von Cannes bekannt. Die 70te Auflage war nur eine Woche vor unserem Besuch zu Ende gegangen und entsprechend waren noch einige Aufräumarbeiten am Festivalpalast im Gange.Wir hielten uns nur kurz an der Promenade mit all seinen teuren Geschäften auf und spazierten stattdessen den Berg hinauf durch den alten Stadtkern. Auf Bergen gelegene hübsche Altstädte mit eng verwinkelte Gassen findet man in fast allen Städten an der Côte d'Azur. Dort sind Tourismus und Kapitalismus nicht so omnipräsent. Stattdessen kann man das Flair entspannt auf sich wirken lassen. Zudem hat man oben angekommen eine gute Aussicht über die jeweilige Stadt und die Küste.
Nicht ganz preiswerte Zimmer nahe des Festivalgeländes.
Die Macht war mit mir.
Ganz vorbei waren die Filmfestspiele doch noch nicht. Ein paar
Fotografen warteten noch auf die wirklichen VIPs.
Hinauf geht es in Richtung Altstadt.
Oben angekommen.
Blicke in die Ferne sind immer schön.
Blick landeinwärts.
Warten auf ein stärkendes Gericht vor weiteren Erkundungen.
Nach einer Mittagspause am zeitigen Nachmittag schlenderten wir noch über einen Flohmarkt, auf dem u.a. sehr hässliche, gebrauchte Gucci-Handtaschen für mehrere hundert Euro angeboten wurden. Danach fuhren wir ins nur etwa 10km östlich gelegene Antibes, schlenderten entlang schmaler Gassen nach Juan-les-Pins, beobachteten ein paar Franzosen beim heimlichen Nationalsport Boule und erholten uns an einem der wenigen Sandstrände der Region (fast alle anderen sind steinig) von unserer Sightseeingtour.
Gassen in Antibes.
Boule-Spieler in Juan-les-Pins.
Abends am Meer.

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