Montag, 26. Juni 2017

Cap-Ferrat und Menton...

... standen an unserem letzten vollen Tag in Südfrankreich auf unserem Plan. Da einige aus unserer Gruppe bereits Dienstag wieder arbeiten mussten, fuhren wir bereits ein wenig dezimiert mit dem Zug nach Beaulieu-sur-mer. Der "schöne Ort am Meer" (Übersetzung des Ortsnamens) liegt nördlich des Kaps und bildete für uns Ausgangs- und Endpunkt bei der Umrundung der Landzunge zwischen Nizza und Monacco. Nach den vorangegangenen Tagen in den Städten tat es sehr gut durch großteils unbebautes Gelände zu laufen. Zwar geht man die ganze Zeit über gut angelegte Wanderwege und passiert auch diverse teils opulente Villen hinter großen Zäunen oder Hecken, aber zumindest Autos waren keine zugegen und die Schönheit der rauen Küste offenbarte sich dem Auge, wenn man hinschaute.
An der Ostseite des Kaps.
Im Süden mit Blick auf den Leuchtturm.
Küstenvegetation in Südfrankreich.
Malerische Westküste des Kaps.
Kurz vor der schmalstenStelle im Norden der Landzunge erreichten wir einen "ziemlich guten/ erträglichen" Strand ("passable" in Französisch), an dem wir uns zunächst eine wohlverdiente Erfrischung gönnten, Mittag aßen, entspannten, noch einmal ins Mittelmeer sprangen und schließlich zurück zum Bahnhof liefen. Wir wollten noch zu einer anderen Stadt. Östlich von Monacco, direkt an der italienischen Grenze liegt das beschauliche Menton. Übersetzt bedeutet der Ortsname "Kinn". Bekannt ist der Ort vor allem für sein Zitronenfest im Frühjahr und diverse Zitrusprodukte, die man in der Stadt kaufen kann. Da es in Menton noch ein bisschen wärmer und im Winter eben milder ist als an der restlichen Côte d'Azu gedeihen dort Zitrusfrüchte recht gut. Auch wenn der Anbau der Früchte selbst heute keine große Einnahmequelle mehr darstellt, so wird die Tradition doch ausgiebig gepflegt, denn das Image der Zitronenstadt lockt reichlich Touristen.
Bereits auf dem Bahnhofsvorplatz stehen die
ersten Zitrusbäume.
Ein Laden in der Altstadt, der die verschiedensten Produkte auf
Zitronenbasis vertreibt: Alkohol in sämtlichen Formen, Öl für
Haut und Magen, Marmeladen, Parfums, Dekoartikel und viel mehr.
Einige Zitronen haben eine stattliche Größe.
Insgesamt gefiel mir Menton von allen Städten, die wir über Pfingsten besucht hatten, am besten. Menton wirkte auf mich wie ein entspannter Urlaubsort an der Küste mit deutlich weniger Dünkel als bspw. Cannes oder Nizza. Die Cafés und kleinen Geschäfte in der Fußgängerzone luden zum Verweilen ein ohne aufdringlich zu sein. Dazu verzauberte die Altstadt mit ihren engen Gassen. Natürlich liefen wir auch wieder so lange bergan, bis wir den höchsten Punkt mit Kirche und Friedhof erreichten, um auf die Küstenlinie hinab zu blicken.
Schmale Gassen, die man nur zu Fuß entlangkommt.
Rauf, rauf, rauf - immer schön die Treppe rauf.
Im Osten sahen wir den Hafen und dahinter gleich Italien.
Blick über einen Friedhof ins Landesinnere.
Die kleine Mietze war neugierig und scheu zugleich.
Nach unserem Abstieg zurück in die Fußgängerzone ließen wir uns im französischen Stil in einem Café nieder und "tranken ein Glas", genossen die milden Abendtemperaturen und ließen die vergangenen Tage revue passieren. Dienstag Morgen mussten dann nämlich auch wir nach einem letzten kurzen Abstecher an den Strand von Cagnes die Heimreise antreten.

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