Sonntag, 30. April 2017

Entlang des Striegistals...

... führte uns vor zwei Wochen unser diesjährige Osterspaziergang. Die Autos stellten wir in Böhrigen ab und begaben uns zunächst als einzige Fahrgäste mit einem kleinen Linienbus nach Hainichen, wo wir am Markt, unweit des Scheißgäss`ls (siehe Fotos ^^), unseren Spaziergang begannen.
Frühlingsblumen auf Schritt und Tritt.
Witzige Straßenschilder in Hainichen.








Zu Beginn liefen wir entlang des Flusslaufs der Kleinen Striegis vornehmlich durch Wald, dessen Boden mit Buschwindröschen und anderen Frühjahrsblühern übersät war.  Später ging es auch vorbei an Feldern, teils alten und teils hübsch renovierten Häusern, ehemaligen Mühlen, äsenden Kühen und Gärten, die unter dem Lärm der nahen Autobahn 4 litten. Unser Zwischenziel waren die Kalklöcher, die keinen Kilometer vom Zusammenfluss von Kleiner und Großer Striegis entfernt sind. In der Gegend wurde wohl bereits seit dem 12. Jhd. Kalk abgebaut. Im 16. Jhd. wurde der Kalk zum Bau der Augustusburg verwendet. Seit dem 20. Jhd. wird kein Kalk mehr abgebaut, aber an manchen Stellen, kann man die Zeugnisse vergangender Taten eben noch beobachten.
Den Großteil der Strecke waren wir allein unterwegs.
Blütenteppich soweit das Auge reicht.
Großteils bei Sonnenschein unterwegs waren wir frohen Mutes.
So sehen glückliche Rindviecher aus.
Über das Viadukt führt die Autobahn.
Die Kalklöcher zwischen Kleiner und Großer Striegis kurz
vor deren Zusammenfluss.
Nach einer Stärkung im Trockenen während draußen ein erster Regenschauer niederging, liefen wir weiter zum Zusammenfluss der zwei Wasser. Direkt am Zusammenfluss steht ein Haus, welches Hochwassermarken von 2002, 1909, 1897 und 1983 trägt. Es war schwer vorstellbar, wie der Wasserstand über das Niveau der Straße steigen sollte.
Hochwassermarken am Haus deuten auf die Gewalt der Natur.
Kurz hinter dem Zusammenfluss betreiben ein paar Eisenbahnenthusiasten einen kleinen Museumsbahnhof mit ein paar Ausstellungsstücken nicht nur aus dem Bahnbetrieb, sondern bspw. auch aus der Landwirtschaft zu DDR-Zeiten. Bei frisch gebackenem Kuchen entgingen wir in einer kleinen Hütte dort dem zweiten Regenschauer des Tages.
Zu dem von einem Verein bewirtschafteten Museumsbereich
gehört etwa doppelt so viel, wie auf dem Bild zu sehen.
Den Rest der Stecke ging es dann über relativ breite Waldwege, teilweise recht weit oberhalb der Stiegis zurück zu den in Böhrigen abgestellten Autos. Kaum, dass wir uns 17 Uhr in diese nach einem tollen Tag an der frischen Luft hineingesetzt hatten, begann es dann richtig zu regnen.
Ein letzter Aussichtspunkt vor dem straffen Rückweg zum Parkplatz.

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